Danke Gema!

Die überzogenen Forderungen der Gema sorgen nun dafür, dass Musikvideos auf Youtube nun für deutsche Nutzer zunächst (auf herkömmlichem Weg) nicht mehr erreichbar sind. Wie Golem berichtet, betragen die Forderungen ca. das 50fache von dem, was beispielsweise von der britischen Verwertungsgesellschaft gefordert wird.

Dass selbstverständlich Google ein verstärktes Interesse daran hat, Zahlungen so niedrig wie möglich zu halten und sich daher auch etwas sperrt ist natürlich klar. Aber angesichts solcher Forderungen ist nachvollziehbar, wenn Google Maßnahmen ergreift. Natürlich sollen Künstler einen Anteil daran haben, wenn andere (in diesem Fall indirekt) mit ihrer Arbeit Geld verdienen. Aber ich bezweifle, dass Verwertungsgesellschaften nach dem Modell der Gema der richtige Weg sind. Ich wage sogar zu behaupten, dass sie der denkbar schlechteste Weg für viele Künstler sind.

Aktuell sehe ich noch nichts von den Sperrungen, anderen sind sie bereits bei ganz aktuellen Musikvideos aufgefallen. Wir werden sehen, wie sich das in den nächsten Tagen entwickeln wird.

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6 Kommentare bisher »

  1. skywalker sagte am 02.04.2009 um 10:05

    wenn du die GEMA und ihre dummheit hasst, leg sie doch einfach mal ein paar Wochen/ monate lahm. das ist ziemlich einfach und wird dir eine menge spass bereiten. gemäß § 10 des Urh WG sind die GEMA-Mitarbeiter VERPFLICHTET dir auskunft zu erteilen, welcher Song und welcher Interpret von der GEMA vertreten wird und welcher nicht. stell deine anfrage in vorbereitung auf eine MÖGLICHE ÖFFENTLICHE party. du möchtest natürlich nur sicher gehen, dass alles korrekt ist. die anfrage stellst du, weil die GEMA recherche auf der website leider nur auszüge anbietet. du möchtest nämlich aufgrund der GEMA Auskunft entscheiden, welche songs du spielen wirst und welche nicht. ;) dann sendest du eine 20 seitenlange titel und interpretenliste, am besten auf karopapier ausgedruckt per post, an die bezirksdirektion, die für deinen wohnort zuständig ist oder für geizige: eine mail mit dem anhang als unveränderbares pdf. so müssen die damen und herren nämlich alle songs u.s.w. von hand in ihren rechner hauen. und bei tausenden von titeln kann das dauern…. diesen tipp gibst du noch allen deinen freunden und die ihren freunden und dann kümmert sich da bald keiner mehr um was anderes. als mögliche titellisten eignen sich die playlists von internetradios übrigens. aber wichtig!! es muss per post oder wenigstens als unveränderbare pdf versendet werden.

  2. XSized
    Twitter:
    sagte am 02.04.2009 um 11:07

    Den gleichen Kommentar hast Du vor ein paar Tagen hier schon geposted. Wiederholungen sind nun nicht sooooo prall.

  3. @ skywalker
    Ich bezweifle, dass die sich die Mühe machen.
    Ich erinnere mich an den ein oder anderen selbst organisierten Aufrtitt von meiner eigenen Band. Anfangs haben wir uns die Mühe gemacht und alle gespieltenSongs angegeben/gelistet, wie verlangt.

    Nun, das ließen wir irgendwann dezent bleiben. – Unterschied gemacht hat es absolut keinen; Von Interesse war nur das Plus auf dem Gema-Konto. Und sollte das Vorhaben wirklich gelingen – nun, die Gema schafft es bei einem solchen “Kollektivangriff” rechtlich mit Sicherheit ihre sog. Pflichten zu umgehen und nicht zu antworten.

    back to topic:
    Ich muss sagen, mir tut es weniger um die offziellen Musikvideos Leid, als um private, mit Musik unterlegte Videos. Die Entwicklung hat bereits begonnen und unsere geliebten Videoportale werden bald eine ziemliche Audiowüste abgeben, fürchte ich. Gut, ich kann meine Audiounterlegung selbst einspielen aber das trifft wohl nicht grade auf alle User zu.

  4. Verwertungsgesellschaften, wie du sagst, so wie sie heute ist hat einfach keine Zukunft, ob man’s mag oder nicht. Ich glaube daran lässt sich jetzt einfach nichts mehr ändern und in den nächsten Jahren wird in dem Bereich viel passieren müssen. Das Internet löst alle anderen Medien einfach ab und wenn die Content Industrie ihren Mist nichts selbst ins Netz stellt machen es die Leute eben selber.

  5. Dass den Künstlern eine Beteiligung am Umsatz zusteht, wenn andere mit deren Werken Geld verdienen, ist wohl unstrittig. Und da nicht jeder Künstler für sich selber seine Rechte einfordern kann, macht eine Organisation wie die GEMA schon irgendwie Sinn. Ich habe früher Unterhaltungsmusik gemacht und da mussten wir auch immer eine Liste der gespielten Titel vorlegen, für die dann der Veranstalter einen gewissen Betrag abführen musste. Ich finde das auch völlig fair. Warum soll das jetzt wegen anderer Medien wie dem Internet anders werden? Fakt bleibt doch, dass Dritte mit den Werken von Künstlern ihren guten Umsatz machen. :wink:

  6. Die Gema is genau so ein toller Laden wie die GEZ, sobald die irgendwo sehen, dass sie wenn abzocken können tun sie das. Des is genau so ein Schwachsinn wie für den Rechner GEZ zu bezahlen. Da stimmt einfach das Verhältnis nicht.

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