Flattr-Test nun auch hier
Über Flattr selbst muss ich wahrscheinlich nicht mehr viel schreiben, darüber wurde in den vergangenen Tagen und Wochen schon eine Menge berichtet und erklärt. Was Flattr genau ist, kann man sehr gut an vielen Stellen im Web nachlesen, besser könnte ich es sicherlich auch nicht erklären. Interessant finde ich, dass hier einer der angeblichen “Bad Boys” des Internets, ein Mitgründer von Pirate Bay, möglicherweise eine Möglichkeit geschaffen hat, Internetdienste durch die Nutzer mit zu finanzieren.
“Möglicherweise” schreibe ich, weil ich mir diesbezüglich noch nicht so ganz sicher bin. Es muss sich letztlich erst zeigen, ob diese Variante, Leser für Beiträge “spenden” zu lassen, tatsächlich erfolgreich sein wird oder nicht. Verschiedene Dinge erscheinen mir persönlich aktuell nicht ganz ausgereift bzw. zu Ende gedacht. Ist vielleicht nur ein Gefühl, da bin ich noch nicht so sicher. Beispielsweise betrifft das die Art der Aufteilung der Beträge. Intransparent, zumindest aktuell. Und zwar sowohl für den “Spender”, als auch für den “Empfänger”. Als Spender habe ich eher das Gefühl, einen Betrag X für einen sehr guten Beitrag spenden zu wollen. Beispielsweise 1 Euro. Weil mir der Beitrag möglicherweise einen Euro wert erscheint. Aktuell geht das nicht, zumindest nicht direkt. Aktuell teilt sich mein monatliches Budget einfach auf auf alle Beiträge, bei denen ich den Button geklickt habe. Womit ein Beitrag, dem ich vielleicht einen Wert von 50 Cent beimessen würde, genau so entlohnt wird wie ein Beitrag, der mir eigentlich 5 Euro wert wäre. Aber gut, vielleicht wird es die Möglichkeit dieser “Direktspende” später noch geben.
Für die Empfänger ist es ebenso wenig ersichtlich, wie viel ein Beitrag den Lesern wert ist. Man sieht sicherlich: Dieser Beitrag ist x Benutzern etwas wert. Was? Keine Ahnung. Am Ende des Monats zeigt sich erst, ob die Beiträge insgesamt 50 Euro wert waren oder gerade mal einen… Genau aus diesem Grund sehe ich auch noch keinen wirklichen Nutzen für beispielsweise kommerzielle Online-Magazine oder -Zeitungen. Einfach weil keinerlei Kalkulationen möglich sind. 10 Flattr-Klicks in einem Monat können theoretisch durchaus mehr Geld einbringen als 200 Klicks in einem anderen Monat.
Nun, prinzipiell finde ich die Idee allerdings durchaus in Ordnung und deshalb mache ich diesen Test. Einfach weil ich schauen will, wie sich die Idee in der Praxis durchsetzt und was es bringt. Große Einnahmen rechne ich mir nicht aus, woher auch. Dafür bin ich aktuell viel zu inaktiv und schreibe zu wenig “richtige” Beiträge, meine automatisierten Linkpostings kann man nicht wirklich zählen. Aber dennoch bin ich einfach neugierig und probiere es aus. Wie gesagt: Der Ansatz ist nicht verkehrt und in meinen Augen könnte durchaus etwas daraus werden. Wenn (hoffentlich recht bald) weitere Zahlungsmöglichkeiten geschaffen werden. Gerade hier in Deutschland sind PayPal und Moneybookers für viele sicherlich nicht die Zahlungsmethoden der Wahl… Aber schauen wir mal eine Weile.
Eingebunden habe ich Flattr hier übrigens mit Hilfe des WordPress-Plugins “Flattr“. Einfacher gehts nun wirklich nicht. Das muss man eigentlich nicht mal erklären, Spreeblick hat es trotzdem getan.
Als Flattr-Nutzer kann ich übrigens 3 Einladungen vergeben. Einfach in den Kommentaren melden (und korrekte Mailadresse eintragen), ich schicke die Einladungen dann einfach der Reihe nach heraus.
btw: Ja, ich will meinen Flattr-Account auch nutzen, um selbst zu flattrn. Sprich: Ich habe ein monatliches Budget eingestellt, mit dem ich mich für Beiträge bedanken möchte. Gefällt mir besser als der “Gefällt mir”-Button.
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11 Kommentare bisher »
Trackbacks/Pingbacks
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[...] den Tag genau vor einem Monat habe ich davon berichtet, hier meinen persönlichen flattr-Test durchzuführen. In diesem Beitrag schrieb ich, dass ich keine sonderlich auffälligen [...]
























Twitter: 63mg
sagte am 05.06.2010 um 10:52
Erste! Ja, bitte eine Einladung
Ich finde die flattr-Idee hat großen Charme und ich möchte es mir auch mal von innen angucken. Ich hab gestern gelesen, daß zukünfitg noch weitere Zahlungsmöglichkeiten außer Paypal (mag ich nicht) und Moneybookers (kenn ich nicht) geplant sind, dann wäre das für mich interessanter. Weniger um eigene Einnahmen zu generieren, als hier & da eine zählbare Anerkennung auszudrücken. So riesig viel kann ich an Geld eh nicht entbehren, aber bekanntlich macht ja auch kleinvieh Mist.
Twitter: XSized
sagte am 05.06.2010 um 10:57
Einladung ist bereits unterwegs
Weitere Zahlungsmöglichkeiten wären wirklich sinnvoll. Hab schon mehrfach gelesen “PayPal geht gar nicht…”.
Twitter: 63mg
sagte am 05.06.2010 um 12:19
Vielen Dank, bin im Nebenfenster bereits eingeloggt
Das funktioniert ja schon mal bis dahin erstaunlich flott.
Ich hab einen Paypal-Account, bisher einmal benutzt, um was im Ausland zu kaufen. Ist insofern ganz praktisch gewesen, weil die Währungsumrechnung automatisch passiert. Hab mich allerdings dann sehr darüber geärgert, daß ich das Konto dort erstmal wieder auf eine “Mindestsumme” (ich glaub 15 Euro) aufladen musste, damit ich das Geld wieder zurück auf´s Girokonto überweisen konnte. Vielleicht spekuliert paypal ja auch darauf, daß vielen Nutzern das zu aufwendig ist und deswegen einfach eine kleinere Summe stehen lassen – was natürlich Zinsen bringt und das summiert sich dann, je mehr User je länger. Fand ich einfach unverschämt.
Abgesehen davon hab ich einen Bekannten, der via Paypal auch Einnahmen verbucht. Paypal hat das Konto von dem irgendwann mal eingefroren – die eMail aus USA dazu war nicht besonders verständlich, dafür reichten unsere Englischkenntnisse nicht aus. Es gab ein Hin & Her mit den Verantwortlichen und irgendwelche beglaubigten Dokumente musste über den großen Teich verschickt werden. Das hat alles sehr lange gedauert und das Geld war innerlich schon abgeschrieben. Letztlich ist alles gut ausgegangen, puh. aber trotzdem: auf sowas hab ich keine Lust, mein Geld irgendwo in USA loseisen zu müssen, wo eben auch anderes Recht als das bekannte die Grundlage ist.
Twitter: XSized
sagte am 05.06.2010 um 12:37
Nun, PayPal handelt gelegentlich wirklich eigenartig bis nicht nachvollziehbar. Man kann ja wirklich einige echt üble Geschichten im Web nachlesen, meine eigenen Erfahrungen (auch mal hier geposted) waren dagegen vergleichsweise harmlos.
Auch mit dem Einfrieren der Spenden-Konten diverser Organisationen hat PayPal sich definitiv keine Freunde gemacht und insofern kann ich nachvollziehen, dass viele PayPal ablehnen. Die Zwangs-PayPalisierung von eBay ist da sicher ein weiterer Baustein.
Ich persönlich mag das Prinzip PayPal eigentlich. PayPal ist exakt mein Ding zum zahlen beim Online-Shopping. Unkompliziert und schnell, genau meins. Wenn da nicht immer das gefühlte Damoklesschwert wäre…
Twitter: 63mg
sagte am 05.06.2010 um 14:26
arrrrgh,Spamschutz vergessen, meine Spezialität ^ … und hiermit ging wieder ein langer Kommentar verloren, den ich nicht wieder zusammenkriege. So sorry
(es ist aber auch ein Mist, daß der Text nicht, niemals nie gemerkt wird und mit Klick auf den zurück-Knopf alles weg ist – um mal dem Programmierer die Schuld zu geben *g)
Twitter: XSized
sagte am 05.06.2010 um 14:33
Wenn ich weiß, dass es mehr wird, schreib ich deshalb Kommentare inzwischen regelmäßig auch schon im Texteditor vor. Bin selbst schon diverse Male in die Falle getapst
Twitter: 63mg
sagte am 06.06.2010 um 19:45
Ich weiß ja vorher nicht, daß es länger wird, das passiert mir so – ich halte mich sonst eigentlich auch eher kurz
Well, ich hab jetzt einen flattr-Account und zum Aufladen doch meinen Paypal-Account reaktiviert. Paypal tut sich nicht soo viel mit Moneybookers, fand ich nach einem halben Studium der Website. Ausschlaggebend war, daß ich neben Paypal und click&buy nicht noch einen Account haben wollte. Ich hab´s gerne übersichtlich
Erfreulich fand ich übrigens, daß flattr verschiedene Buttons zum Einbinden ins Blog anbietet – meins wird ja bei WordPress.com gehostet und da geht nix mit Java. Vielleicht findet sich ja der eine und andere Klick bei mir … “betteln 2.0″ meinte letztens jemand bei Twitter *g
Nun, du siehst, Einladung war gut angelegt
Hey, wenn du noch eine Einladung übrig hast, kannst du mir bitte eine schicken ??
Danke ;D
MfG
frozzen
Twitter: XSized
sagte am 12.07.2010 um 18:25
Glück gehabt, ein Code war noch da. Ist per Mail raus.
Nutze auch Flattr, wobei ich noch nicht sicher bin, ob es richtig eingebunden ist. Werde aber regelmäßig über Erfahrungen berichten. http://www.blickschau.de/...tr-sammeln-ich-bin-dabei/