Angespielt: Diablo 3 beta

Gestern Abend hatte ich die Gelegenheit, für ein paar Stunden die Beta von Diablo 3 zu testen. So viel vorweg: Das Sammelfieber hat mich sofort wieder gepackt, vom ersten Moment an. Aber bevor ich detaillierter auf Diablo 3 eingehe, möchte ich erst mal eine Spoilerwarnung aussprechen. Wer sich die Vorfreude nicht verderben möchte, sollte ab jetzt nicht mehr weiterlesen.

Der Einstieg ins Spiel geht ziemlich flott. Characterklasse auswählen, Name vergeben und rein in die Kampagne. In der Beta handelt es sich meines Wissens dabei um die erste Hälfte der ersten von insgesamt 4 Kampagnen. Unser Held startet einsam an einer kleinen Hütte und darf sich zunächst den Weg zur Stadt freikämpfen. Die Steuerung verhält sich wie gewohnt – per Mausklick wird gelaufen und geprügelt. Fertig. Mehr gibt es nicht, mehr braucht es auch nicht – genau deshalb spielt man ja Diablo.
Über die linke und der rechte Maustaste wird jeweils eine Fähigkeit abgerufen, darüber hinaus kann (zunächst) über die Zifferntaste 1 eine weitere Fähigkeit ausgeführt werden. Ab Level 6 kommt eine weitere aktive Fähigkeit hinzu (auf Taste 2), ab Level 12 die nächste usw. Neue Skills bekommt man mit jedem Levelaufstieg, daher muss man recht bald überlegen, welche der zur Verfügung stehenden Fähigkeiten man denn nun aktiv nutzen möchte… Welche Fähigkeiten es für die einzelnen Klassen gibt und wie das Skillsystem funktioniert, könnt Ihr bereits im Fertigkeitsrechner ausprobieren.

Zur Handlung und zu den Quests möchte ich noch nichts sagen, zu sehr spoilern möchte ich auch nicht. Aber zur Grafik. Die ist recht schick und stimmig, auch die Atmosphäre kommt sehr gut rüber. Wer hier jedoch weltbewegendes erwartet, wird definitiv enttäuscht, denn atemberaubend ist die Grafik nicht, technisch ginge da sicher noch einiges. Aber sie passt und ist schick anzuschauen. Die Glitzibuntileuchtundglitzer-Effekte werden glücklicherweise nur wohldosiert verwendet, Erblindungsgefahr wie bei so manchem Asia-Game besteht also keine.
Ob sich grafisch bis zum Release noch etwas ändern wird weiß ich nicht, manche Charakter-Animationen wirkten schon ein wenig…hmmmm…rustikal. Was aber möglicherweise auch dem Umstand geschuldet sein könnte, dass ich die Beta kaum ruckelfrei spielen konnte und zum Teil die Animationen für bis zu 2-3 Sekunden hingen, bevor es weiter ging. Ich bin aber überzeugt, dass das in der finalen Version ganz sicher nicht mehr der Fall sein wird.

Aber zurück zur Grafik an sich. Wie bereits geschrieben: stimmungsvoll und passend, aber sicher nicht auf allerhöchstem Niveau. Das fällt aber nach kurzer Zeit kaum noch auf und man ist eher ins Spielgeschehen versunken, als dass man sich noch Gedanken um Verbesserungsmöglichkeiten machen würde. Atmosphärische Effekte wie dezente Nebelschwaden etc. gibt es ebenfalls – die Stimmung passt also. Darüber hinaus passiert eigentlich immer wieder irgendwo etwas, sei es, dass irgendwo eine Ruine beim Vorbeigehen einstürzt oder eine Wand zusammenbricht… Ein paar mehr dieser geskripteten Aktionen abseits vom Spielgeschehen hätten mir durchaus gefallen, das wirkt insgesamt noch realistischer. Aber ok.

Was mir aber tatsächlich fehlt ist ein stufenloser Zoom in die Grafik. Wie gewohnt schaut man in der ISO-Perspektive auf seinen Helden, aber eben starr. Es war im Vorfeld klar, dass es keinen Zoom geben würde, daher verwundert mich ein wenig die Tatsache, dass es trotzdem eine umschaltbare Zoomstufe gibt. Per Tastendruck (per Default die Taste Z) zoomt man relativ nah an das Spielgeschehen heran – oder wieder hinaus. Aber genau der Bereich dazwischen wäre interessant gewesen. Schade, aber man kann leider nicht alles haben.

À propos haben: Wer die älteren Diablo-Titel kennt, erinnert sich ganz sicher noch an die wilden Sortierorgien im Inventar. Items umstapeln, bis man doch noch irgendwo den Speer unterbringen kann, der einem gerade zu Füßen liegt. “Tetris spielen” nannten wir das immer. Nun, das scheint glücklicherweise der Vergangenheit anzugehören, denn in der Beta bekam ich relativ schnell ein kleines “Kesselchen” (Kessel von Jordan), mit dem man Items verkaufen kann. Egal, wo man sich befindet. Etwas später kommt der Nepalemwürfel hinzu, der Items zerlegt und dabei verschiedene Handwerksmaterialien aus den Gegenständen zurück gewinnt. Wertvolle Gegenstände liefern zudem noch Essenzen, die man später zum craften neuer Gegenstände benötigt. Weder Kessel noch Würfel belegen dabei Platz im Inventar sondern sie werden wie andere Items ausgerüstet. Das Handwerkssystem habe ich übrigens nicht großartig getestet, ich habe mir mal 2 Items anfertigen lassen, das war auch schon alles.

Einen weiteren Platz spart man sich im Inventar ein, da es keine Portalrollen mehr gibt. Ihr kennt das sicher noch: Möglichst viele Portalrollen mitführen, um immer schnell mal zum Verkaufen zurück in die Stadt zu können… Entfällt. Zumindest das Mitführen der Rollen. Den Ihr erhaltet in einem Quest den Stein der Heimkehr (wird ebenfalls ausgerüstet und liegt nicht im Inventar herum), mit dem Ihr Euch zu jeder Zeit in die Stadt teleportieren könnt. Dort erscheint dann das bekannte blaue Portal, durch das Ihr wieder zurück ins Kampfgeschehen findet.

Allerdings werden die meisten von Euch wahrscheinlich wie ich dennoch einen Platz im Inventar für Rollen reservieren. Irgendwann findet man nämlich die ersten Rollen “Scroll of Companion” (ob man sie später auch kaufen kann weiß ich nicht). Diese Rollen sind recht praktisch, ruft ihre Verwendung doch einen kleinen Begleiter herbei, der für Euch das Gold einsammelt. Zumindest ein paar Minuten lang, dann verschwindet der Begleiter wieder. Ungemein praktisch, man muss sich nicht mehr für jede Münze selber bücken. Die Begleiter sind Tiere, wie viel unterschiedliche Tiere es gibt, weiß ich allerdings nicht. Ich hatte die Schlange, die Ratte, das Schwein und das Huhn. Gut möglich, dass es noch ein paar mehr gibt. Aber ich würde mir wünschen, dass so ein Begleiter weeeeeesentlich länger bei mir bliebe. ;)

Begleitet werdet Ihr an verschiedenen Stellen im Spiel außerdem auch noch von NPCs, beispielsweise, nachdem Ihr im Rahmen einer Quest jemanden befreit habt. Der NPC kämpft mit Euch, bis die Quest beendet ist und in manchen Fällen werdet Ihr anschließend gefragt, ob der Begleiter bei Euch bleiben soll. Das passierte zum Beispiel in der Kathedrale, bevor man sich auf den Weg zum Endboss (dieses Kapitels) macht. Ich wollte, insofern war der Kampf gegen den Skelettkönig dann tatsächlich nicht all zu schwierig. Drei verschiedene Begleiter lassen sich später insgesamt anwerben, gesehen habe ich lediglich den Templer Kormac.

Getötete Gegner hinterlassen wie gewohnt Gold, Waffen, Kleidung und andere mehr oder weniger nützliche Inventarfüller. Sie hinterlassen aber auch diverse Tränke und – das gefällt mir besonders – Heilkugeln, die sofort beim Aufnehmen aktiviert werden. Man kann sich also auch in größeren Ansammlungen von Gegnern zwischendurch allein durch Aufsammeln dieser Kugeln heilen und dabei voll auf das Prügeln/Zaubern konzentrieren. Reicht natürlich nicht immer aus, was ich selbst mehfach erfahren musste… Ach ja – Gegner gibt es reichlich, Sorge um ausreichend Material zum Schnetzeln muss man sich wirklich keine machen.

Kommen wir zu den Klassen: Ich werde jetzt nicht alle Klassen im Detail vorstellen, die Zeit war einfach viel zu kurz, um alle antesten zu können. Wer weitere Informationen zu den Klassen lesen möchte, folgt einfach den Links und liest dort nach. Zur Auswahl stehen der Barbar (Barbarian), der Mönch (Monk), Dämonenjäger (Demon Hunter), Hexendoktor (Witch Doctor) und der Zauberer (Wizard). Ich wollte ursprünglich den Barbaren spielen, hab mich dann aber auf Empfehlung doch für den Monk entschieden und einfach mal den ausprobiert (falls sich jemand wundern sollte, weshalb mein Monk auf den Screenshots Einhandwaffe und Schild trägt: ganz einfach, weil er es kann…). Sämtliche Characterklassen existieren natürlich in einer männlichen und weiblichen Variante. Darüber hinaus gibt es allerdings keinerlei Gestaltungsmöglichkeiten, was ich auch ein wenig schade finde, etwas mehr Individualität hätte mir gefallen. Das Einzige, was noch gestaltet werden kann, ist Eure Standarte.

Der Monk spielt sich ganz ordentlich, er ist ein Nahkämpfer mit Heilfähigkeiten, irgendwie so ein Zwischending zwischen Barbar und Paladin (ja, das wird ihm nicht gerecht, ich weiß). Die Stimme des Monk hat einen starken russischen Akzent, weshalb ich in Kombination mit seinem Äußeren sofort an Rasputin erinnert wurde. Wie viel davon dann in der deutschen Version noch vorhanden sein wird ist offen, allerdings zählt Blizzard schon zu den Entwicklern, die sich auch mit den Übersetzungen immer reichlich Mühe gegeben haben. Schauen wir mal.

Tja…was gäbe es sonst noch zu berichten? Das Auktionshaus habe ich mir kurz angeschaut, aber weder gekauft noch verkauft. Wirkt aufgeräumt und anständig bedienbar, wie es dann später zu handhaben ist, wenn es gut gefüllt ist, wird sich zeigen. Um das Auktionshaus zu besuchen, müsst Ihr übrigens zurück zum Auswahlbildschirm, dort befindet sich dann der Button für das Auktionshaus. Gold steht grundsätzlich accountübergreifend jedem Char zur Verfügung, hin und herschaufeln des Goldes ist also unnötig. Für Items gibt es die bekannte Truhe in der Stadt, was sich darin befindet, kann von jedem Character des Accounts entnommen werden.

Was ich nicht ausprobiert habe ist der PvP-Modus (ich mag kein PvP) und auch den Coop-Modus konnte ich mangels Zeit und Gelegenheit nicht antesten. Gerade auf letzteren freuen sich meine Freundin und ich ganz besonders, denn unsere gemeinsamen Abenteuer mit Diablo 2 sind unvergessen ;) Ihr dürft also davon ausgehen, dass auch nach meinem Test 2 Versionen als bestellt angesehen werden können.

Wer noch eine weitere Meinung zur Diablo 3 beta lesen möchte, schaut einfach mal zu Tom rüber.

Popularity: 1% [?]

Tags: , ,

Adobe Photoshop Lightroom 2.0 beta

Was für ein Titel… ;)

Aber letztlich sagt er alles aus: Eine neue Beta-Runde wurde von Adobe eingeläutet: Lightroom 2.0 kann nun in einer öffentlichen Beta-Runde ausprobiert werden. Besitzer einer 1.x-Version registrieren diese Beta mit ihrer Seriennummer, jeder andere kann die Beta 30 Tage lang testen.

Die Lightroom 2.0 beta SOLL problemlos neben einer 1.x-Installation laufen, darauf anlegen würde ich es jedoch nicht. Meine Empfehlung für Tester wäre, die beta auf einem gesonderten System zu testen, um hier sicher zu gehen. Die Release Notes listen eine Menge “Known Issues” auf, fatal sind jedoch meist die “Unknown Issues”… Also Vorsicht.

Nun, was gibt es zu berichten? Noch nicht viel, viel getestet hab ich noch nicht. Was mir auf Anhieb auffiel war die Tatsache, dass die wenigen Retusche-Werkzeuge zum Entfernen roter Augen oder Flecke etc. zunächst verschwunden schienen. Sind sie aber nicht, sie sind einfach nur nach rechts in die Werkzeugleiste gewandert. Neu ist dort nun auch das Werkzeug “Retouch”, mit dem gezielt Bereiche im Bild maskiert/bearbeitet werden können. Zu diesem Feature läuft derzeit auch eine Diskussion im offiziellen Lightroom 2.0 Forum.

Ich werde in den nächsten Tagen sicherlich hin und wieder weiter daran herum testen. Schwerwiegende Probleme sind mir noch nicht aufgefallen, also probiert es ruhig selbst mal aus. Nur nutzt dafür nicht Eure Originalbilder ;)

Popularity: 2% [?]

Tags: , , , ,

Firefox 3 Beta 4

Ja, ich hab es getan! Ich habe mir die Beta 4 des Firefox 3 installiert und er gefällt mir. Schlank und vor allem: Verdammt schnell!

Ich lese meine Feeds ja bereits seit geraumer Zeit im Google Reader und speziell dort fällt mir im Moment die Beschleunigung beim Rendern der Seiten ganz besonders extrem auf. Viel hab ich noch nicht getestet, die neue Bookmarkverwaltung habe ich bislang auch nur kurz oberflächlich untersucht. Wirkt ganz ordentlich auf den ersten Blick, mal weiter schauen. Die Geschwindigkeit find ich allerdings definitiv beeindruckend.

Was mich aber nun nach der Installation ganz besonders ärgert ist, dass der Firefox 3 ohne mein Einverständnis meinem Firefox 2  die Betriebserlaubnis entzogen hat. Will sagen: Obwohl ich die Beta gezielt in einem vollkommen anderen Verzeichnis als meinen Produktivbrowser installiert habe, deaktiviert er mir den Browser. Find ich schon ein wenig krass, wenn ich ehrlich sein soll. Selbst wenn ich direkt die .exe aus dem Programmverzeichnis des 2ers aufrufe startet die Beta. Würde mich ja nicht groß stören hier auf der Maschine, wenn wenigstens die Addons, die ich fast tagtäglich nutze, funktionieren würden. Tun sie natürlich (bis auf extrem wenige Ausnahmen) nicht. Und genau deshalb find ich das grad extrem daneben von den Entwicklern. Wenigstens eine Abfrage hätten sie einbauen können. Verdammt, jetzt geht die Bastelei wieder los.

Update: Alles Blödsinn, stimmt so nicht! Das oben beschriebene tritt nur dann auf, wenn der Firefox 3 läuft und dann der Firefox 2 gestartet werden soll. Lag natürlich noch ein Fenster irgendwo offen herum, als ich getestet habe. Nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil ;)
Allerdings lassen dann offenbar sich nicht beide Versionen gleichzeitig starten. So what…

Popularity: 1% [?]

Tags: , ,

Zooomr Mark III ist nun da, teilweise

zooomr.pngSeit ich davon gelesen habe, dass Zoomr nun auf ein neues und (noch) besseres System namens Mark III umstellt, versuchte ich regelmäßig, mir das hoch gelobte Zooomr-Prinzip mal anzusehen. Klappte bisher nicht, da im Hintergrund heftig gearbeitet wurde und keine Registrierung möglich war.

Jetzt scheint der Umbau aber größtenteils geschafft zu sein, eben konnte ich mich registrieren und mal kurz reinschnuppern. Viel gab es nicht zu sehen, sehr langsam ist es im Moment und zum Teil sehe ich nur “500 Internal Server Error”, beispielsweise wenn ich mein eigenes Profil anschauen möchte. Ein paar Dinge sind da wohl doch noch nicht ganz fertig, also verschiebe ich das Testen mal noch um ein paar Tage. Neugierig bin ich schon, wurden doch einige interessante Features angekündigt. Schauen wir mal…

Popularity: 1% [?]

Tags: , , ,
Pages: 1 2 Next