youporn.com sieht sich als Youtube der Beischlaf-Filmchen. Darüber berichtete BILD in dem wahrhaft wertvollen Artikel Warum zeigen immer mehr Menschen ihre privaten Sexfilme im Internet? und löste eine kleine Lawine aus. Zum einen eine sprunghaft ansteigende Suche nach “you porn”, wie einem unbeteiligten Blogger auffiel, da BILD die Verlinkung dieser sehr schwer zu findenden Seite vergaß.
Zum anderen führte offenbar der Bericht zu einem enorm gestiegenem Traffic bei youporn.com, was diesen Dienst vorrübergehend in die Knie zwang. Statt anregender Filmchen fand der lüsterne neugierige Besucher der Site nur folgenden Hinweis:
We got featured on Bild (Germany’s largest newspaper) and got a huge surge in traffic. We are trying very hard to bring the site up again.
Das ist offenbar auch wieder gelungen, allerdings informiert die Seite ihre Besucher derzeit mit folgendem Hinweis auf eine bevorstehende erneute Abschaltung:
UPDATE: We will run out of bandwidth in a few more hours! We are actively looking for unmetered dedicated server providers in Europe. If you know any, please let us know atyouporn@gmail.com. Thanks!
Nun, mir scheint da hat jemand im Vorfeld nicht bedacht, wie schnell ein solcher Dienst den Rahmen des “normalen” und für viele Provider erträglichen sprengen kann. Ein privates Blog oder die WebSite eines Kaninchenzüchtervereins wird sicherlich in den seltensten Fällen in diese Dimensionen vordringen, ein Dienst jedoch, der von Anfang an auf ein so breites Publikum zielt wie ausgerechnet die Liebhaber kostenloser Freudenfilmchen (von “privat”, wie BILD berichtet, kann im übrigen kaum die Rede sein), sollte mit solch einem Ansturm rechnen. Zumindest sollte man sich im Vorfeld darüber im klaren sein, welche Maßnahmen man bei steigendem Traffic einleiten muss und kann.
Ich finde dieser Fall zeigt recht eindrucksvoll, welche Gedanken man sich vor dem Start eines Onlinedienstes durch den Kopf gehen lassen sollte. Jeder wünscht sich, sein neuer Dienst möge von Interessenten überrannt werden und die Besucherzahlen mögen schwindelerregende Höhen erreichen. Wenn es dann jedoch tatsächlich passiert, schauen viele ein wenig überrascht und sind nicht ausreichend vorbereitet. Auch wenn ein Dienst nicht digg-kompatibel ist – der digg-Effekt kann trotzdem eintreten, wie man sieht
Update: Seit gestern Abend ist es wieder vorbei. Nun prangt die folgende Information auf der Seite:
UPDATE #2: We ran out of bandwidth! We used up 31TB in two days on 2,300,000 downloads (you guys rock!). We are still actively looking for unmetered dedicated server providers in Europe. If you know any, please let us know atyouporn@gmail.com. Thanks!
31TB in nur 2 Tagen??? Weiha…das macht kein Provider so einfach mit, das sprengt alle Rahmen. Die Macher von youporn.com sollten sich ernsthaft Gedanken um eine angemessene Finanzierung machen
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