10. Feb, 2009
Marco von “Und noch’n Blog” wird eine Urheberrechtsverletzung vorgeworfen. Man wirft ihm vor, mit dem Titel eines Blogbeitrags das Urheberrecht eines anderen Autors zu verletzen, der exakt so eine Pressemitteilung (!!!) zum Dschungelcamp überschrieben hat.
Konkret handelt es sich um die Überschrift “3 Frauen und 1 Schwanz“, die er als pointierten Aufmacher für einen Blogeintrag zum Thema Dschungelcamp verwendet hat. Der Beitrag ist seit dem 22.1.09 in dieser Form online und nun flattert ihm da erstens ein Kommentar und 2. eine eMail diesbezüglich herein, die ihn darauf hinweisen sollen, dass dieser Titel dem Urheberrecht unterliegt und Marco ihn demzufolge nicht als seinen ausgeben dürfe.
Mal davon abgesehen, dass ich so etwas mehr als albern und lächerlich finde – die Pressemitteilung stammt scheinbar vom 23.1.09! Steht zum Beispiel hier und ist in verschiedenen anderen Quellen ebenfalls so angegeben. Hmmm…
Ich finde, hier sollte man einfach mal ganz in Ruhe darüber reden und nicht gleich mit solchen Drohgebärden um die Ecke kommen.
via Josh K. Phisher@Twitter
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21. Apr, 2008
Getty Images ist eine bekannte Bildagentur, bei der für einen entsprechenden Betrag Nutzungsrechte an Fotos erworben werden können. Zum Beispiel für eine Online-Nutzung oder für eine Print-Publikation oder was auch immer. Seit einiger Zeit nun lässt Getty Images offenbar gezielt nach eigenen Bildern auf fremden WebSites suchen und mahnt die Betreiber ab, sofern keine gültige Lizenz vorliegt. Dieses Geschäftsmodell kennen wir ja bereits.
Darüber hinaus scheint Getty Images allerdings auch diverse Personen abgemahnt zu haben, die offenbar gültige Lizenzen besitzen oder zumindest besaßen, wie Spiegel Online berichtete. In einem eigens gegründeten Forum berichten Betroffene von ihren Fällen. In einem Fall schreibt ein Betroffener, der eine Lizenz zur Online-Nutzung eine Bildes bis 2010 erworben hatte, dass Getty Images die Linzenz nachträglich storniert hat. Zunächst wurde er abgemahnt, er verwies auf seine Lizenz und erhielt nun eine Stornierung mit dem Hinweis, das gezahlte Geld würde ihm zurück erstattet. Die Abmahnung allerdings wird aufrecht erhalten. Kostennote: 2057 Euro.
Wie viele Seitenbetreiber bislang abgemahnt wurden ist unklar, laut einem Posting in diesem Forum würden allein von einer Kanzlei inzwischen über 80 Abgemahnte vertreten. Sicherlich sind unter den abgemahnten Personen einige darunter, die klar gegen die Nutzungsrechte verstoßen haben (ob das eine Rechnung in Höhe von 2057 Euro rechtfertigt sei mal dahingestellt), aber speziell die Fälle, in denen scheinbar recht endeutig eine Fehlbeurteilung vorlag, machen doch etwas stutzig. Klar können Fehler passieren (zum Beispiel der Fehler, urheberrechtlich geschütztes Material aus Unwissenheit genutzt zu haben), aber dann sollte man auch dafür gerade stehen. Denn exakt das erwartet GI von den abgemahnten Personen. Ich denke, umgekehrt sollte man das dann ebenfalls erwarten können. Und nicht, wie es in dem beschrieben Fall scheinbar passiert ist, nachträglich die Abmahnung legitimieren, indem eine gültige Lizenz storniert wird.
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21. Apr, 2008
Ein recht interessanter Beitrag drüben beim René von Nerdoce wie ich finde: Blogs und das Urheberrecht.
“… wenn ein Remix eines Kulturguts mit nur einem Klick erstellt werden kann, wenn digitale Güter, Musik, Filme mit 0 Kosten millionenfach als Kopie verbreitet werden können, wenn die Kopie dem Original exakt entspricht und das Original so praktisch obsolet wird, ist es dann nicht ganz einfach so, dass die technischen Gegebenheiten die Rechtssprechung mal eben links überholt hat?”
Und daraus hat sich ebenfalls eine sehr interessante Diskussion entwickelt. Man kann tatsächlich nicht alles mit “Alles Umsonst”-Mentalität abtun, an vielen Stellen sollte und muss man durchaus etwas tiefer graben. Natürlich liegt das nicht im Interesse der “Produzenten”, dafür um so mehr in Interesse der Verbraucher. Wenn “Kultur” wie beispielsweise Musik dem Verbraucher nicht mehr den Preis wert ist, den er zahlen soll, dann würde in anderen Bereichen der Preis sinken. Das funktioniert aber eigenartigerweise nicht bei beispielsweise der Musik, zumindest nicht im großen Stil. Da wird versucht, mittels neuer Gesetze, DRM und Kriminalisierung der Verbraucher künstlich einen Markt zu erhalten, der so in dieser Form schon lange nicht mehr funktioniert. Neue Ideen und Vetriebsmodelle sind da die absolute Ausnahme.
Ich bin der Meinung (um mal bei der Musik zu bleiben), dass eine Strategie wie beispielsweise der Nine Inch Nails durchaus für die meisten Bands funktionieren würde. Natürlich hat der Bekanntheitsgrad hier eine enorm große Rolle gespielt, aber es wurde offensichtlich, dass Musiker nicht auf die Majors angewiesen sind, um mit ihren Stücken erfolgreich zu sein und sogar eine Menge Geld zu verdienen. Wen wunderts, landet bei diesem Vertriebsweg doch tatsächlich mal das Geld beim Produzenten und nicht, wie an der Tagesordnung, beim Händler und der Plattenfirma.
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5. Mai, 2007
Ein weiterer Gedanke zum Thema Urheberrechte bei Shoppero drängte sich mir eben noch auf: Was passiert eigentlich genau mit diesen Adgets?
Nehmen Sie einfach eine oder mehrere Produktempfehlungen, oder am Besten gleich eine der Listen und basteln Sie sich daraus eines dieser neumodischen Adgets zusammen. Sie erhalten dann ein Stück Code, den sie an beliebiger Stelle veröffentlichen können, sei es im Blog, in Foren und in anderen Social Networks.
Wenn ich das jetzt richtig deute, schnappe ich mir als Webmaster/Blogger also eine beliebige Empfehlungsliste und pappe sie mir mittels Adget auf meine Seite. Und dann werden mit schöner Regelmäßigkeit Produktempfehlungen mit dem Foto des Produktes auf meiner Seite eingeblendet?
Bumm! Die nächste Abmahnfalle!
Die Urheberrechtsverletzung geschieht schließlich auf der eigenen Webseite (wir erinnern uns an die Abmahnung wegen eines unterschrittenen Buchpreises in einem Amazon Shop eines Bloggers), also haftet der Betreiber. Auch wenn der das Bild gar nicht mittels einer Empfehlung eingebunden hat, sondern nur auf eine Liste zurückgreift. Für diese Person ist überhaupt nicht nachvollziehbar, ob die Bilder einfach irgendwo geklaut wurden oder wirklich verwendet werden dürfen.
Ganz ehrlich: Das Ding ist mir viel zu heiß, meine Meinung ist: Besser die Finger davon lassen!
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