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	<title>XSBlog2.0beta&#187; Zensur</title>
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		<title>Keine Privat-Domains mehr f&#252;r Chinesen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 07:02:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es sieht so aus, als h&#228;tte China nun den n&#228;chsten Schritt bei der Regulierung des Internets gemacht: Privatpersonen k&#246;nnen keine Domains mehr registrieren, die Registrierung soll nur noch Unternehmen und Organisationen vorbehalten sein. Das ist ein ziemlich drastischer Schritt, den die Chinesen da gehen und der Sinn erschlie&#223;t sich mir nicht wirklich. Soll das Wildwuchs bek&#228;mpfen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es sieht so aus, als h&#228;tte China nun den n&#228;chsten Schritt bei der Regulierung des Internets gemacht: <a href="http://thenextweb.com/asia/2009/12/16/individuals-longer-register-domain-names-china/">Privatpersonen k&#246;nnen keine Domains mehr registrieren</a>, die Registrierung soll nur noch Unternehmen und Organisationen vorbehalten sein.</p>
<p>Das ist ein ziemlich drastischer Schritt, den die Chinesen da gehen und der Sinn erschlie&#223;t sich mir nicht wirklich. Soll das Wildwuchs bek&#228;mpfen, unerw&#252;nschte Meinungen unterdr&#252;cken? Um diese zu &#228;u&#223;ern braucht es eigentlich keine eigene Domain, im Gegenteil sind anonyme Dienste daf&#252;r besser geeignet. Dennoch dieser Schritt. Als Begr&#252;ndung daf&#252;r wird die weite Verbreitung von Pornographie auf WebSites mit privaten Domains vorgeschoben, die Verbreitung von Raubkopien sei ein weiterer Grund. Eignet sich ja immer als Begr&#252;ndung&#8230;</p>
<p>Inwieweit bereits existierende Privat-Domains davon betroffen sind, ist offenbar noch unklar. Allerdings berichten diverse Betreiber bereits, dass ihre Domains nicht mehr erreichbar seien.</p>
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		<title>Zwangshilfe bei Virenbefall oder Zensur-Versuch? (Update)</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2009 15:07:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Vorweihnachtszeit scheint die Zeit f&#252;r ganz komische Ideen zu sein. Ob es am Gl&#252;hweinkonsum liegt oder ob allein das Herannahen eines kirchlichen Ereignisses f&#252;r spirituelle H&#246;henfl&#252;ge sorgt, ich wei&#223; es nicht. Fakt ist jedoch, dass der neue Plan der Bundesregierung und des Internetwirtschafts-Verbandes eco f&#252;r mich ein wenig so klingt, als ob hier krampfhaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vorweihnachtszeit scheint die Zeit f&#252;r ganz komische Ideen zu sein. Ob es am Gl&#252;hweinkonsum liegt oder ob allein das Herannahen eines kirchlichen Ereignisses f&#252;r spirituelle H&#246;henfl&#252;ge sorgt, ich wei&#223; es nicht.</p>
<p>Fakt ist jedoch, dass der neue Plan der Bundesregierung und des Internetwirtschafts-Verbandes eco f&#252;r mich ein wenig so klingt, als ob hier krampfhaft eine M&#246;glichkeit zum Abbau von Arbeitslosigkeit gesucht worden w&#228;re. Der Plan sieht vor, eine Art <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/Virenschutz-fuer-alle-Verbraucher-geplant-id2234256.html">Kompetenz-Center zur ersten Hilfe bei Virenbefall</a> einzurichten. Prinzipiell erst einmal sicherlich keine dumme Idee. Wenn das kleine W&#246;rtchen &#8220;aber&#8221; nicht w&#228;re.</p>
<blockquote><p>Auch noch unklar ist, wie mit Kunden verfahren wird, die sich der Hilfe verweigern. Gepr&#252;ft werden f&#252;r diesen Fall Sanktionen, sagte eine eco-Sprecherin. «Wenn diese Initiative erfolgreich sein will, dann ist sie darauf angewiesen, dass alle Kunden mitmachen», sagte sie. M&#246;gliche Sanktionen seien nicht als Strafe f&#252;r unwillige Verbraucher gedacht, «sondern als Sicherheitsgarantie f&#252;r alle anderen Kunden».</p></blockquote>
<p>Wenn ich das richtig verstehe wird also gepr&#252;ft, ob man jemanden dann in Zukunft daf&#252;r bestrafen kann, wenn er die kompetente Hilfe von Profis nicht in Anspruch nehmen m&#246;chte. Um das feststellen zu k&#246;nnen, sollen Internetanbieter den Datenstrom ihrer Kunden dahingehend &#252;berwachen, bestimmte Muster eines Virenbefalls zu erkennen. Beispielsweise wenn ein Wurm versuchen sollte, bestimmte Server zu kontaktieren. Wird dies festgestellt, soll der Provider den Kunden auf eine spezielle WebSite umleiten, auf der Unterst&#252;tzung zum Beseitigen der Malware angeboten wird, sollte das alles scheitern, gibt es einen Code, mit dem man sich dann an der Hotline melden darf.</p>
<p>F&#228;llt grad eigentlich nur mir auf, dass man diese &#8220;Service-Infrastruktur&#8221; auf Providerseite hervorragend daf&#252;r nutzen kann, um Zensur auf einem noch viel h&#246;herem Niveau als von Zensursula geplant zu betreiben? Es wird nach bestimmten Mustern im Datenstrom gesucht (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Packet_Inspection">Deep Packet Inspection</a>) oder der Zugriff auf bestimmte Webseiten erkannt und dann auf eine andere WebSite umgeleitet. Hmm&#8230; letzteres kommt mir gerade extrem bekannt vor. Statt Stoppschild dann also &#8220;Ihr PC ist mit Malware verseucht. Bitte installieren Sie diesen Bundestrojaner Virenkiller, um weiter das Internet nutzen zu k&#246;nnen.&#8221;</p>
<p>H&#228;lt man uns eigentlich wirklich f&#252;r so bescheuert?</p>
<p>Obwohl&#8230;</p>
<p><strong>Update:</strong> Inzwischen scheint sich das Ganze als eine <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b5e0747e">Ente</a> heraus zu stellen. Oder zumindest als <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/grosses-it-gipfel-projekt-war-wohl-eine-ente/">halb wahr</a>. Vielleicht wars aber auch wieder einer dieser &#8220;Mal schauen ob es jemand merkt&#8221;-Testballons.</p>
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		<title>Konsequenzen nach fehlgeschlagenem Amoklauf</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/08/konsequenzen-nach-fehlgeschlagenem-amoklauf/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Aug 2009 20:25:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
				<category><![CDATA[dies und das]]></category>
		<category><![CDATA[Amoklauf]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach dem fehlgeschlagenen Amoklauf in Bielefeld fordern Politiker aller Parteien Konsequenzen. Es wurde eine bessere Vorsorge angemahnt, um solche Taten k&#252;nftig zu verhindern. Wie die Polizei inzwischen mitteilte, war der Rentner bislang unauff&#228;llig und lebte sehr zur&#252;ckgezogen. &#8220;Er h&#246;rte den ganzen Tag nur diese Volksmusik&#8221; berichten beispielsweise Nachbarn. Nach ersten Ermittlungen hatte der Rentner vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem <a href="http://www.stern.de/panorama/:Amoklauf-Bielefeld-Rentner-Versammlung-Waffe/707799.html">fehlgeschlagenen Amoklauf in Bielefeld</a> fordern Politiker aller Parteien Konsequenzen. Es wurde eine bessere Vorsorge angemahnt, um solche Taten k&#252;nftig zu verhindern.</p>
<p>Wie die Polizei inzwischen mitteilte, war der Rentner bislang unauff&#228;llig und lebte sehr zur&#252;ckgezogen. &#8220;Er h&#246;rte den ganzen Tag nur diese Volksmusik&#8221; berichten beispielsweise Nachbarn. Nach ersten Ermittlungen hatte der Rentner vor der versuchten Tat mehrere DVDs des &#8220;Musikantenstadl&#8221; und der &#8220;Volkst&#252;mlichen Hitparade&#8221; gesehen. Au&#223;erdem wurden in seiner Wohnung gro&#223;e Mengen &#8220;Doppelherz&#8221; sowie &#8220;Voltax&#8221; sichergestellt, auch diverse Flaschen &#8220;Klosterfrau Melissengeist&#8221; wurde gefunden.</p>
<p>&#8220;Der gesunde Menschenverstand sagt uns, dass der dauerhafte Konsum derartiger Videos schadet&#8221; h&#246;rt man nun aus Politiker-Kreisen. Es wird gefordert, die Entwicklung, den Vertrieb sowie den Besitz derselben zu verbieten. Aus dem Familienministerium verlautet &#8220;Es ist nicht hinnehmbar, dass mit solchen Machwerken auch noch Profit erzielt wird!&#8221;</p>
<p>Als Konsequenz aus dem versuchten Amoklauf soll nun in einem Eilverfahren das Verbot derartiger Audio- und Videoaufnahmen beschlossen werden. Internetseiten, die sich mit dem Thema &#8220;Volksmusik&#8221; befassen oder diese gar anbieten, sollen in Zukunft auf ein Stoppschild umgeleitet werden. Zudem sollen st&#228;rkere Kontrollen verhindern, dass der Missbrauch der in Rentnerkreisen g&#228;ngigen hochwirksamen Drogen, wie sie bei dem mutma&#223;lichen T&#228;ter sichergestellt wurden, weiterhin in diesem Ausma&#223; stattfinden kann.</p>
<p><em>(Selbstverst&#228;ndlich ist das Satire. Wer w&#252;rde schon glauben, dass sich Politiker zu derartigem Aktionismus hinrei&#223;en lie&#223;en.)</em></p>
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		<title>Ein Hoch auf die Naivit&#228;t</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 19:59:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[An dieser Stelle mal eine dicke Gratulation und ein herzliches Dankesch&#246;n an Udo Vetter. Udo hat es mit seinem heutigen Beitrag hervorragend geschafft, einer Menge Lesern blitzschnell klar zu machen, was das Zensurgesetz f&#252;r uns alle bedeutet. Und eine Vielzahl von Kommentatoren zeigt nur zu deutlich, wie naiv sie sich doch durchs Netz bewegen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An dieser Stelle mal eine dicke Gratulation und ein herzliches Dankesch&#246;n an Udo Vetter.</p>
<p>Udo hat es mit seinem <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/07/23/so-kanns-gehen-2/">heutigen Beitrag</a> hervorragend geschafft, einer Menge Lesern blitzschnell klar zu machen, was das Zensurgesetz f&#252;r uns alle bedeutet. Und eine Vielzahl von Kommentatoren zeigt nur zu deutlich, wie naiv sie sich doch durchs Netz bewegen und wie wenig sie auch sonst begriffen haben. Liebe Leute, exakt SO macht man jemandem klar, was das Zensurgesetz bedeutet, exakt SO zeigt man, wohin die Art und Weise, wie &#252;ber das Thema Kinderpornographie und Kindesmissbrauch diskutiert wird, uns gebracht hat.</p>
<p>Udo, <a href="http://bit.ly/4LjZ1">this</a> made my day! (mehr allerdings noch diverse Kommentatoren) Danke!</p>
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		</item>
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		<title>Nat&#252;rlich geht es nicht um Zensur&#8230;</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/07/natuerlich-geht-es-nicht-um-zensur/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 12:39:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrates deutscher Sinti und Roma, spricht sich f&#252;r die Ausweitung der Sperrlisten auf Hass-Seiten bzw. Hass-Propaganda aus. &#8220;Prinzipiell trete seine Vereinigung gegen Zensur ein, hatte Rose zuvor auf dem Podium betont. Die Freiheit der Information im Internet diene schlie&#223;lich auch dem Schutz von Minderheiten. Sinti und Roma w&#252;rden aber in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Romani Rose, der Vorsitzende des Zentralrates deutscher Sinti und Roma, spricht sich f&#252;r die<a href="http://www.heise.de/newsticker/Ausweitung-der-Web-Sperren-auf-Hasspropaganda-gefordert--/meldung/141770"> Ausweitung der Sperrlisten auf Hass-Seiten bzw. Hass-Propaganda</a> aus.</p>
<blockquote><p>&#8220;Prinzipiell trete seine Vereinigung gegen Zensur ein, hatte Rose zuvor auf dem Podium betont. Die Freiheit der Information im Internet diene schlie&#223;lich auch dem Schutz von Minderheiten. Sinti und Roma w&#252;rden aber in immer schlimmeren Ma&#223;e bedroht und mit rassistischer Propaganda diffamiert. Dies stelle eine Gefahr f&#252;r den Rechtsstaat dar.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es ist ja so sch&#246;n bequem, Idioten einfach auszublenden, statt sich mit ihnen zu besch&#228;ftigen bzw. ihre Thesen und Erg&#252;sse zu widerlegen. Sperren, statt sich mit ihnen auseinander zu setzen. Genau DAS nennt man Zensur Herr Rose! Man kann nicht gegen Zensur sein und gleichzeitig genau diese fordern.</p>
<p>Wer will jetzt eigentlich IMMER NOCH behaupten, wir w&#252;rden keine Zensur-Infrastruktur schaffen? Als ob ich nicht <a href="http://www.xsized.de/die-gefahren-der-geplanten-internetsperren/">geahnt</a> h&#228;tte, dass jetzt jeder irgendetwas findet, was unbedingt &#8220;gesperrt&#8221; werden m&#252;sse&#8230;</p>
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		</item>
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		<title>Absolutes Unverst&#228;ndnis</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/07/absolutes-unverstaendnis/</link>
		<comments>http://www.xsized.de/2009/07/absolutes-unverstaendnis/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 07:08:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
				<category><![CDATA[kranke welt]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Unverst&#228;ndnis&#8221; kommt von &#8220;nicht verstehen&#8221;. Wie wenig Sascha Raabe (SPD) verstanden hat, zeigt seine Pressemitteilung zur Gr&#252;ndung des Kreisverbandes Main-Kinzig der Piratenpartei. „Ich kann nicht verstehen, wie bei einem so ernsten Thema wie Kinderpornographie die Leidtragenden v&#246;llig au&#223;er Acht gelassen werden. Das sind die vielen Jungen und M&#228;dchen weltweit, denen t&#228;glich gro&#223;es Leid widerf&#228;hrt. Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Unverst&#228;ndnis&#8221; kommt von &#8220;nicht verstehen&#8221;. Wie wenig Sascha Raabe (SPD) verstanden hat, zeigt seine <a href="http://www.sascha-raabe.de/672.html?&amp;user_distnews_pi1[showUid]=2852&amp;cHash=c1800877cc">Pressemitteilung zur Gr&#252;ndung des Kreisverbandes Main-Kinzig der Piratenpartei</a>.</p>
<blockquote><p>„Ich kann nicht verstehen, wie bei einem so ernsten Thema wie Kinderpornographie die Leidtragenden v&#246;llig au&#223;er Acht gelassen werden. Das sind die vielen Jungen und M&#228;dchen weltweit, denen t&#228;glich gro&#223;es Leid widerf&#228;hrt. Es geht nicht um Zensur, sondern um die Verbrechen an Kindern und Jugendlichen“, so Raabe.</p>
<p>Vor einigen Wochen verabschiedete der Deutsche Bundestag ein Gesetz zur Bek&#228;mpfung von Kinderpornographie.</p></blockquote>
<p>Nein, genau das hat der Bundestag nicht getan. Der Deutsche Bundestag verabschiedete ein Gesetz zum <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Kinderpornografie-Die-Internet-Zensur-Irrweg/703961.html">Aufstellen von Stoppschildern</a> vor Seiten mit Kinderpornographie. Bek&#228;mpfung von Kinderpornographie <a href="http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html">sieht anders aus</a>.</p>
<blockquote><p>Dieses Gesetz hatte vor allem innerhalb Internet-Community f&#252;r viel Aufsehen gesorgt. „Anfangs habe auch ich Bedenken beim Gesetzvorhaben gehabt. Dem Ursprungsentwurf wie ihn die CDU vorlegte, h&#228;tte ich nicht zugestimmt. Jetzt aber haben wir als SPD-Bundestagsfraktion viele entscheidende &#196;nderungen vorgenommen.</p></blockquote>
<p>Es ist schon fast s&#252;&#223;, wenn man von &#8220;Aufsehen innerhalb der Internet-Community&#8221; spricht. Geradezu albern wird es aber, wenn er der SPD hier entscheidende &#196;nderungen zuspricht. Wir erinnern uns: Der Hinweis, der Aufruf der Stoppschild-Seite allein sei bereits strafbar, kam von Zypries. Zu welcher Partei geh&#246;rt die nochmal?</p>
<blockquote><p>Das Gesetz ber&#252;cksichtigt, so wie es verabschiedet wurde, sowohl die Bedenken der vielen Internet-Nutzer und erschwert zugleich den Zugang zu Internetseiten mit kinderpornographischem Inhalt“, zeigt sich Raabe zufrieden.</p></blockquote>
<p>Es wurden weder die Bedenken der Unterzeichner der ePetition ber&#252;cksichtigt, noch wird f&#252;r irgendwen der Zugang erschwert. Die Forderung lautet ganz klar: L&#246;schen statt sperren! Vor allem, WEIL hier nix erschwert wird. <a href="http://www.zeit.de/online/2009/26/leyen-heine-netzsperren">Diese Forderung wurde nicht umgesetzt</a>. Punkt.</p>
<blockquote><p>Zuvor hatte Raabe sich selbst innerhalb der SPD-Fraktion f&#252;r entscheidende &#196;nderungen eingesetzt. Der Grundsatz L&#246;schen vor Sperren – so wie ihn die Piratenpartei einfordert – ist dabei genauso ber&#252;cksichtigt worden, wie das Verbot personenbezogene Daten zu speichern. Nach wie vor werden kinderpornographische Seiten, die auf deutschen Servern angeboten werden, gel&#246;scht. Da kinderpornographische Seiten, die von ausl&#228;ndischen Servern angeboten werden, aber nicht von Deutschland aus gel&#246;scht werden k&#246;nnen bzw. d&#252;rfen, ist im Gesetz vorgesehen, das erst die Beh&#246;rden des jeweiligen Landes kontaktiert und aufgefordert werden f&#252;r eine L&#246;schung der Seite zu sorgen.</p></blockquote>
<p>Den Link hatten wir eben schon einmal, ich poste ihn gern erneut. <a href="http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html">L&#246;schen statt sperren funktioniert</a>. Zudem fordert die Piratenpartei eben nicht &#8220;L&#246;schen VOR sperren&#8221; sondern &#8220;<a href="http://piratenpartei.de/Loeschen_statt_Sperren">L&#246;schen STATT sperren</a>&#8220;. Den Unterschied kennen sie?</p>
<blockquote><p>Nur falls dies nicht gelingt oder zu lange dauert, wird k&#252;nftig eine Umleitung auf eine Sperrseite erfolgen.</p></blockquote>
<p>Es ist besch&#228;mend wenn Politiker so deutlich zeigen, dass sie die Gesetze, f&#252;r die sie stimmen, nicht einmal kennen. Im Gesetz <a href="http://ak-zensur.de/2009/06/18/16-9-1592--Koalition-Synopse-SpezialG-KiPoG1.pdf">hei&#223;t es</a>: &#8220;Die Aufnahme in die Sperrliste erfolgt nur, soweit zul&#228;ssige Ma&#223;nahmen, die auf die L&#246;schung des Telemedienangebots abzielen, nicht oder nicht in angemessener Zeit erfolgversprechend sind.&#8221; Da steht also nicht: &#8220;Wenn es nicht gelingt oder zu lange dauert&#8221; sondern &#8220;Wenn man glaubt, dass es nicht gelingen k&#246;nnte oder zu lange dauern k&#246;nnte&#8221;. Erfolgversprechend steht f&#252;r &#8220;sich einen Erfolg versprechen&#8221;. Also &#8220;dar&#252;ber nachdenken, ob eine Ma&#223;nahme, so man sie denn durchf&#252;hren w&#252;rde, von Erfolg gekr&#246;nt sein k&#246;nnte&#8221;.</p>
<blockquote><p>„Wir k&#246;nnen es doch als Gesellschaft nicht hinnehmen, das &#8211; so wie es die Piratenpartei fordert- Jugendliche und Erwachsene ungehindert Zugang zu Kinderpornos im Internet haben k&#246;nnen, nur weil diese vom Ausland aus angeboten werden.</p></blockquote>
<p>Halt, halt, halt! Wo genau fordert die Piratenpartei ungehinderten Zugang zu Kinderpornographie? Zitate, Belege, Beweise! Ich kenne ausschlie&#223;lich die Forderung &#8220;<a href="http://piratenpartei.de/Loeschen_statt_Sperren">L&#246;schen statt sperren</a>&#8220;. SPD und CDU sind diejenigen, die den ungehinderten Zugriff auf Kinderpornographie im Internet f&#246;rdern. Da man die Seiten nicht sperren m&#246;chte, sondern mit einem kinderleicht zu umgehenden Stoppschild &#8220;sichert&#8221;.</p>
<p>Zudem, Herr Raabe, widersprechen Sie sich innerhalb weniger Zeilen selbst. Weiter oben argumentieren Sie (leider etwas entstellt), die Piratenpartei fordere &#8220;L&#246;schen vor Sperren&#8221; (Zitat: &#8220;<em>Der Grundsatz L&#246;schen vor Sperren – so wie ihn die Piratenpartei einfordert&#8230;</em>&#8220;) und nur ein paar wenige Zeilen sp&#228;ter kommt die polemische Aussage, die Piratenpartei fordere ungehinderten Zugang zu Kinderpornographie. Beides zusammen geht nicht, das Eine schlie&#223;t das Andere aus, f&#228;llt Ihnen das auf? Oder ist es tats&#228;chlich so schwer, sich mal ein paar Minuten auf den eigenen Text zu konzentrieren und somit derartige Widerspr&#252;che in den eigenen Aussagen zu vermeiden?</p>
<blockquote><p>Meinungs- und Informationsfreiheit bedeutet nicht, dass es ein Grundrecht auf ungehinderten Zugang zu Kinderpornographie im Internet gibt. Das Grundgesetz sch&#252;tzt vor allem die Rechte der Schw&#228;chsten und das sind hier die missbrauchten Kinder und nicht die sogenannte Internet-Community. &#220;berhaupt finde ich es anma&#223;end, wenn die Piratenpartei sich als Vertreter der gesamten Internet-Community aufspielt. Ich nutze selbst das Internet von Anfang an und f&#252;hle mich &#252;berhaupt nicht dadurch beeintr&#228;chtigt, dass kinderpornographische Seiten aus dem Inland wie aus dem Ausland gel&#246;scht oder gesperrt werden.</p></blockquote>
<p>Noch einmal: Niemand fordert den ungehinderten Zugang zu Kinderpornographie im Internet. Wir &#8220;Internet-Community&#8221; und die Piraten fordern: Schmei&#223;t diese Schei&#223;e weg, l&#246;scht den M&#252;ll, wir wollen das nicht sehen. Und uns gen&#252;gt da kein Stoppschild, wir wollen es einfach nicht im Netz haben. Als jemand, der nach eigenen Angaben schon &#8220;von Anfang an&#8221; (der Anfang war &#252;brigens 1969) das Internet nutzt, sollte man diesen entscheidenden Unterschied erkennen k&#246;nnen.</p>
<blockquote><p>Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.</p></blockquote>
<p>Ich frage mich, ob es f&#252;r Politiker so etwas wie eine Zitateverwaltungsstelle gibt. Wo man einfach einen Suchbegriff eingeben kann, nehmen wir als Beispiel mal &#8220;Kinderpornographie&#8221;, und dann wird man mit &#8220;passenden&#8221; Zitaten &#252;bersch&#252;ttet, am besten noch mit einer Priorit&#228;tskennzeichnung. Das steht dieser, schon mehrfach widerlegte, Satz dann ganz sicher ganz weit oben.</p>
<blockquote><p>Genauso wenig wie an einem Kiosk Kinderpornomagazine angeboten werden d&#252;rfen, darf dies im Internet geschehen.“</p></blockquote>
<p>Richtig! Und genausowenig, wie man an einem Kiosk entsprechende Magazine mit einem Zettel &#8220;Stopp, nicht kaufen!&#8221; bedecken w&#252;rde, darf man das eben auch im Internet nicht tun.</p>
<blockquote><p>Raabe ist sich durchaus bewusst, dass mit krimineller Energie die Sperre im Netz zu umgehen ist, aber es geht darum „Hemmschwellen hochzusetzen und ein Zeichen zu setzen“.</p></blockquote>
<p>Herr Raabe, haben Sie schon mal irgendwann auf einem Ihrer PCs oder gar auf dem Internet-Router einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Domain_Name_System">DNS</a>-Server eingetragen? Besitzen Sie tats&#228;chlich SO VIEL kriminelle Energie?</p>
<blockquote><p>Raabe: „Wir m&#252;ssen auf allen Ebenen gegen den Missbrauch von Kindern vorgehen. Die Internetsperre ist nur ein kleiner Baustein, aber selbst wenn dadurch kein Missbrauch nachtr&#228;glich verhindert werden kann, wird das Pers&#246;nlichkeitsrecht des Opfers gesch&#252;tzt und es wird nicht mehr jahrelang im Internet ungehindert zur Schau gestellt.“</p></blockquote>
<p>Ich hasse es, mich st&#228;ndig wiederholen zu m&#252;ssen, aber manchmal ist es nicht zu vermeiden: Ein Stoppschild vor Missbrauchsdokumentation sch&#252;tzt weder Pers&#246;nlichkeitsrechte noch verhindert es, dass dieser Schrott weiterhin im Internet angeboten wird. Einzig und allein konsequentes L&#246;schen hilft hier.</p>
<blockquote><p>Zus&#228;tzlich gilt das Gesetz ausschlie&#223;lich f&#252;r Internetseiten mit kinderpornographischem Inhalt und ist bis zum 31.12.2012 befristet. Eine speziell f&#252;r dieses Gesetz vereinbarte Auswertung wird zeigen, ob die getroffenen Regelungen wirksamen Schutz bieten. „Von einer Zensur kann jedenfalls keine Rede sein. Auch davon nicht, dass dieses Gesetz einer generellen Kontrolle des Staates im Internet T&#252;r und Tor &#246;ffnet. Ich kann jeden verstehen, der davor Sorge hat. Ich werde mich auch k&#252;nftig daf&#252;r einsetzen, dass dies nicht m&#246;glich wird. Allerdings wird uns auch die geltende Gesetzgebung davor bewahren. Ich bin jederzeit offen f&#252;r einen fairen Dialog &#252;ber die Zukunft des Internets. Ich erwarte aber auch, dass die Piratenpartei das jetzt ausschlie&#223;lich gegen Kinderpornographie gerichtete Gesetz nicht wahrheitswidrig als Einf&#252;hrung der Zensur in Deutschland“ bezeichnet“, so Raabe.</p></blockquote>
<p>Wahrheitswidrig? Moment, ich habe hier noch ein paar <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/">Links</a>, die uns zeigen, dass dieses Gesetz nur zustande gekommen ist, weil mit <a href="http://netzpolitik.org/2009/linkhaeppchen-wie-jetzt-zensursula-hat-uns-angelogen/">warheitswidrigen</a> Aussagen <a href="http://netzpolitik.org/2009/bka-widerlegt-ursula-von-der-leyen/">Stimmung</a> gemacht wurde. Die Piratenpartei ist eine der wenigen Parteien, die klar erkannt haben, dass dieses Gesetz, welches so hochtrabend als &#8220;Gesetz zur Bek&#228;mpfung von Kinderpornographie&#8221; bezeichnet wird, einzig und allein ein Ziel hat: Die Einf&#252;hrung einer <a href="http://www.xsized.de/die-gefahren-der-geplanten-internetsperren/">Infrastruktur f&#252;r Zensurma&#223;nahmen</a> im Internet.</p>
<p>F&#252;r mich pers&#246;nlich ist jemand wie Herr Raabe unw&#228;hlbar. Nochmal Punkt.</p>
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		<title>Bayern will S&#196;MTLICHE Gameshops &#214;sterreichs auf dem Index sehen</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 20:19:32 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[kranke welt]]></category>
		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Ach Du Schei&#223;e, wo sind wir hingekommen? Heute Mittag schrieb ich noch davon, dass Gameware.at auf den Index soll, jetzt les ich auf Nerdcore, dass S&#196;MTLICHE Gameshops in &#214;sterreich das identische Schreiben erhalten haben. Soeben erreichte uns die Mitteilung, dass auch s&#228;mtliche anderen &#246;sterreichische Versandh&#228;ndler &#228;hnliche Schreiben bekommen haben &#8211; beispielsweise game4game.at. Dort wird beispielsweise das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ach Du Schei&#223;e, wo sind wir hingekommen? Heute Mittag schrieb ich noch davon, dass <a href="http://www.xsized.de/gameware-at-soll-auf-den-index/">Gameware.at auf den Index</a> soll, jetzt les ich auf <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/samtliche-osterreichischen-gameshops-sollen-indiziert-werden/">Nerdcore</a>, dass S&#196;MTLICHE Gameshops in &#214;sterreich das identische Schreiben erhalten haben.</p>
<blockquote><p>Soeben erreichte uns die Mitteilung, dass auch s&#228;mtliche <strong>anderen &#246;sterreichische Versandh&#228;ndler</strong> &#228;hnliche Schreiben bekommen haben &#8211; beispielsweise game4game.at. Dort wird beispielsweise das Shopsystem ge&#228;ndert, um eine geschlossene Benutzergruppe zu schaffen, um die negativen Folgen einer Indizierung zu vermeiden. Dennoch wird bereits bef&#252;rchtet, dass einige H&#228;ndler in ernste Turbulenzen geraten k&#246;nnten, da diverse Partnerschaften mit Firmen in Deutschland in Gefahr seien. Innerhalb und au&#223;erhalb Deutschlands mehrt sich mittlerweile der Protest &#8211; einige vergleichen die deutsche Politik bereits mit der Internetzensur Chinas, bei der alle Inhalte, die nicht zur Meinung der Regierung passen, mittels der &#8220;Great Wall of China&#8221; genannten Firewall ausgesperrt werden sollen. Aber wie hei&#223;t es so sch&#246;n im deutschen Grundgesetz? &#8220;Eine Zensur findet nicht statt&#8221;&#8230; (<a href="http://www.gamers.at/news/update_gameware_at_auf_dem_index_weitere_betroffene-3216/">Quelle</a>)</p></blockquote>
<p>Macht nur weiter so. Ihr seid auf dem besten Weg, diejenigen richtig w&#252;tend zu machen, die noch bereit sind, etwas zu bewegen und etwas f&#252;r ihre Rechte zu tun.</p>
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		<title>Willkommen in der Bundesrepublik China</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/06/willkommen-in-der-bundesrepublik-china/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 19:48:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Das, wovor wir alle in den letzten Wochen und Monaten gewarnt haben, ist passiert: Der deutsche Bundestag hat das Zensurgesetz beschlossen. Mit 389 Ja-Stimmen gegen 128 Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen. Da offenbar namentlich abgestimmt wurde, wissen wir nun also, wer ab sofort unw&#228;hlbar ist. Ich bin, wenn ich ganz ehrlich sein soll, &#252;berhaupt nicht &#252;berrascht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.xsized.de/download/bundesrepublik_china.svg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1718" title="Bundesrepublic_China" src="http://www.xsized.de/wp-content/uploads/2009/06/Bundesrepublic_China-480x288.png" alt="Bundesrepublic_China" width="480" height="288" /></a></p>
<p>Das, wovor wir alle in den letzten Wochen und Monaten gewarnt haben, ist passiert: <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundestag-verabschiedet-Gesetz-fuer-Web-Sperren--/meldung/140746">Der deutsche Bundestag hat das Zensurgesetz beschlossen</a>. Mit <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/archiv/2009/24799792_kw25_kinderpornografie/namabst.html">389 Ja-Stimmen gegen 128 Nein-Stimmen</a> und 18 Enthaltungen. Da offenbar namentlich abgestimmt wurde, wissen wir nun also, wer ab sofort unw&#228;hlbar ist.</p>
<p>Ich bin, wenn ich ganz ehrlich sein soll, &#252;berhaupt nicht &#252;berrascht. Ich bin nicht &#252;berrascht dar&#252;ber, dass diese Regierung ein weiteres verfassungswidriges Gesetz verabschiedet hat, dass &#252;ber 130.000 Menschen, die sich in einer Petition klar gegen Zensurbestrebungen stark gemacht haben, einfach ignoriert wurden. Ich habe damit gerechnet, dass exakt das passieren wird. Schlimm finde ich lediglich, dass ich wieder einmal richtig gelegen habe.</p>
<p>Nun, sollte dieses Gesetz auch noch die letzten H&#252;rden nehmen, d&#252;rfen wir uns endg&#252;ltig auf chinesische Verh&#228;ltnisse freuen. Auch wenn es letztlich in Karlsruhe gekippt werden wird &#8211; die Infrastruktur zur Zensur ist dann da und <a href="http://www.xsized.de/die-gefahren-der-geplanten-internetsperren/">wird genutzt</a> werden.</p>
<p>Die so genannten Volksparteien haben gezeigt, was sie von der Meinung des Volkes halten: Den Mittelfinger haben sie uns gezeigt. Allerdings haben sie dabei die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Im Herbst werden wir ihnen den Mittelfinger zeigen. Denn eins hat man ganz gewiss nicht bedacht: Die Generation, die im Gegensatz zu den Internetausdruckern in der Regierung mit dem Netz und den neuen Medien aufgewachsen ist, wird sicher nicht so schnell vergessen. Die SPD ist unw&#228;hlbar geworden, gerade f&#252;r die j&#252;ngeren Generationen. Die CDU war f&#252;r diese Generationen ohnehin nie w&#228;hlbar und die W&#228;hler werden &#252;ber kurz oder lang aussterben.</p>
<p>Und wir werden weiter f&#252;r unsere Grundrechte k&#228;mpfen. Wie formuliert es Rene doch so treffend? &#8220;<a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/gleich-startet-die-zensursula-debatte-im-bundestag/">Ab jetzt, liebe Politik, wird es hardcore.</a>&#8221;</p>
<p>Sehr interessant finde ich im &#252;brigen die Tatsache, dass Zensursula, die Initiontorin dieses Gesetzes, es nicht einmal f&#252;r n&#246;tig gehalten hat, bei der &#8220;Debatte&#8221; sowie der anschlie&#223;enden Abstimmung <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/gleich-startet-die-zensursula-debatte-im-bundestag/">anwesend zu sei</a>n. So wichtig ist ihr also ihr angeblicher Kampf gegen Kinderponographie.</p>
<p>(Die obige Grafik ist <strong>gemeinfrei</strong>. <a href="http://www.xsized.de/download/bundesrepublik_china.svg">Download als SVG</a>)</p>
<p><strong>Update:</strong> Tauss<a href="http://twitter.com/tauss/status/2225965177"> twittert</a> zur Abstimmung:</p>
<blockquote><p>:Ergebnis: 535MdB anwesend. 389 Ja, 128 Nein, 18 Enth. Zum ersten Mal schaeme ich mich fuer dieses Parlament:( Dank an die Petent(inn)en <img src='http://www.xsized.de/wp-content/plugins/tango-smilies/tango/face-smile.png' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p></blockquote>
<p>Fefe <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b4c44413">kommentiert</a> wie folgt:</p>
<blockquote><p>Damit ist die Gewaltenteilung in Deutschland abgeschafft. Um mal <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltenteilung">Wikipedia</a> zu zitieren:</p>
<p>Heute wird das Prinzip der Gewaltenteilung &#252;berwiegend als Bestandteil jeder Demokratie betrachtet.</p>
<p>Wir sind also auch ganz offiziell keine Demokratie mehr.</p></blockquote>
<p>Rene <a href="http://www.nerdcore.de/wp/2009/06/18/das-gesetz-fur-netzsperren-ist-beschlossen-meine-unabhangigkeitserklung-des-internets-von-der-deutschen-politik/">spricht aus</a>, wo es hingehen wird:</p>
<blockquote><p>Liebe Politik,<br style="padding: 0px; margin: 0px;" />nach diesem Beschlu&#223; eines Gesetzes, das in mehreren Punkten gegen das Grundgesetz verst&#246;&#223;t (Aushebelung der Gewaltenteilung, Verhinderung der Aufkl&#228;rung von Straftaten), wird es auf sie in diesem Internet nur noch Schei&#223;e regnen. Das ist ein Versprechen.</p></blockquote>
<p>Selbst der<a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Kinderpornografie-Die-Internet-Zensur-Irrweg/703961.html"> Stern</a> ist erstaunlich kritisch:</p>
<blockquote><p>Die Freiheit, die uns das Internet schenkt, muss es uns wert sein, sie nicht deshalb einzuschr&#228;nken, weil uns die gangbaren Wege, ihren Missbrauch zu sch&#252;tzen, zu teuer sind.</p></blockquote>
<p>Eine umfangreiche Sammlung von Links zu Artikeln, die sich mit dem Thema befassen, <a href="http://wsdv.wordpress.com/2009/06/18/internetsperren-18-06-2009-artikel-und-kommentare/">findet Ihr hier</a>.</p>
<p><strong>Update 2:</strong> Das sch&#246;ne an namentlichen Abstimmungen ist, dass man hinterher ganz genau sehen kann, <a href="http://dokumente.linksfraktion.net/pdfdownloads/7707070650.pdf">wer wie gestimmt hat</a>.</p>
<p><strong>Update 3:</strong> Die <a href="http://www.peterkroener.de/volks-ueberwachungs-republik-deutschland-skalierbare-vektorgrafik/">Idee</a>, mit obiger Grafik auch auf Demos zu wedeln (bzw. auf TShirts gedruckt dort zu pr&#228;sentieren) fand ich so Klasse, dass ich meine <a href="http://www.xsized.de/download/bundesrepublik_china.svg">Variante ebenfalls als SVG-Datei</a> zur Verf&#252;gung stelle. Somit ist sie nach Belieben skalierbar und in jeder Gr&#246;&#223;e ausdruckbar. Das Bild ist <strong>gemeinfrei</strong> („<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinfreiheit">public domain</a>“).</p>
<p><strong>Update 4:</strong> Wer wie ich gestern nicht die Zeit hatte, die &#8220;Debatte&#8221; im Bundestag live zu verfolgen, kanns sich die Farce <a href="http://vimeo.com/5222075?pg=embed&amp;sec=">hier anschauen</a>.</p>
<p><strong>Update 5:</strong> Wer sich selbst, seine Kinder, Familie oder Kollegen in der Firma sch&#252;tzen m&#246;chte, dem bietet Princo tagesaktuell die <a href="http://princo.wordpress.com/2009/06/19/zugangserschwerliste-19-06-2009/">Zugangserschwerliste</a>.</p>
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		<title>Gameware.at soll auf den Index</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Jun 2009 11:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Killerspiele]]></category>
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		<description><![CDATA[Die bayrische Kommission f&#252;r Jugendschutz der Landesmedien will den &#246;sterreichischen Spieleversender Gameware.at auf dem Index sehen. Auf der WebSite hei&#223;t es dazu: die Kommission f&#252;r Jugendschutz der Landesmedienanstalten hat der BPjM einen Antrag gesendet uns indizieren zu lassen, soll heissen, in Deutschland w&#228;re dann die Nennung des Names Gameware verboten. Begr&#252;ndung: durch unsere Website (die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die bayrische Kommission f&#252;r Jugendschutz der Landesmedien will den &#246;sterreichischen Spieleversender Gameware.at auf dem Index sehen. Auf der <a href="http://www2.gameware.at/info/space/2009-06-17-bayern-will-uns-verbieten-">WebSite</a> hei&#223;t es dazu:</p>
<blockquote><p>die Kommission f&#252;r Jugendschutz der Landesmedienanstalten hat der BPjM einen Antrag gesendet uns indizieren zu lassen, soll heissen, in Deutschland w&#228;re dann die Nennung des Names Gameware verboten. Begr&#252;ndung: durch unsere Website (die dort offensichtlich niemand genau angeschaut hat, wo um alles in der Welt laufen dort &#8220;Gewaltvideos&#8221;) droht eine &#8220;sozial-ethische Desorientierung&#8221;, &#8220;Verrohung Heranwachsender&#8221; und &#8220;nachhaltiger Empathieverlust&#8221;. Unsere Spiele lassen ausser dem T&#246;ten aller Gegner keinerlei Spielziele erkennen usw &#8230;</p></blockquote>
<p>Da sehen wir doch, wo der Zug hin f&#228;hrt. Hier haben wir schon mal einen Kandidaten, den man in naher Zukunft wohl auf die Liste der durch die Kinderporno-Sperre betroffenen setzen darf. Nat&#252;rlich erst mal nicht per Gesetz, aber auf dem Klageweg wird genau das erreicht werden. Anders lie&#223;e sich eine Indizierung einer WebSite auch gar nicht durchsetzen.</p>
<p>via <a href="http://www.gulli.com/news/killerspiel-debatte-import-h-2009-06-17/">gulli</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Gefahren der geplanten Internetsperren</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/06/die-gefahren-der-geplanten-internetsperren/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Jun 2009 13:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
				<category><![CDATA[kranke welt]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Morgen ist es soweit: Im Bundestag soll &#252;ber das Gesetz zur Netzzensur entschieden werden. Anlass f&#252;r mich, noch einmal laut &#252;ber die Gefahren eines solchen Gesetzes nachzudenken. &#220;ber die von dieser und folgenden Regierungen m&#246;glicherweise ausgehenden Gefahren wurde an vielen Stellen geschrieben, diskutiert und gestritten. Die m&#246;chte ich bei dieser Betrachtung ausnahmsweise au&#223;en vor lassen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen ist es soweit: Im Bundestag soll &#252;ber das Gesetz zur Netzzensur entschieden werden. Anlass f&#252;r mich, noch einmal laut &#252;ber die Gefahren eines solchen Gesetzes nachzudenken.</p>
<p>&#220;ber die von dieser und folgenden Regierungen m&#246;glicherweise ausgehenden Gefahren wurde an vielen Stellen geschrieben, diskutiert und gestritten. Die m&#246;chte ich bei dieser Betrachtung ausnahmsweise au&#223;en vor lassen. Versucht deshalb mal bitte, Euch einfach f&#252;r einige Minuten einzureden: Ja, diese und folgende Regierungen werden die Internetsperren ausschlie&#223;lich gegen Kinderpornographie einsetzen. Ich wei&#223;, es f&#228;llt schwer, sich so etwas vorzustellen, aber versucht es bitte.</p>
<p>Und nun schauen wir uns einmal an, was nun passieren wird (ich schreibe bewusst nicht &#8220;k&#246;nnte&#8221;, sondern &#8220;wird&#8221;):</p>
<p>Wir werden in n&#228;chster Zeit verst&#228;rkt Klagen beobachten k&#246;nnen, die sich gegen die Provider richten und diese zwingen sollen, den Zugriff auf bestimmte Inhalte im Netz zu unterbinden. Inhalte, die irgendwem aus irgendeinem Grund ein Dorn im Auge sind. Seien es die gern heran gezogenen Urheberrechtsverletzungen, Gl&#252;cksspiele, aber ganz sicher auch Seiten wie Youporn.com. Gerade bei letztgenannter haben wir das ja bereits erlebt, <a href="http://www.heise.de/newsticker/Arcor-muss-YouPorn-nicht-mehr-sperren--/meldung/106513">Arcor musste zeitweise den Zugriff sperren</a>.</p>
<p>OK, bei den hier genannten Kategorien m&#246;gen einige sagen: Was geht es mich an? Ich verzocke mein Geld nicht bei Gl&#252;cksspielen und Pr0n schau ich mir auch nicht an (wer tut das schon?!). Aber das ist eben nur eine Seite der Medaille. Auf der anderen befinden sich dann Seiten wie beispielsweise Wikipedia. Was, <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundestagsabgeordneter-laesst-wikipedia-de-sperren-Update--/meldung/118930">wenn wieder irgendwem nicht gef&#228;llt, was dort &#252;ber ihn/sie geschrieben steht</a>? Einstweilige Verf&#252;gung raus an die Provider, fertig. Sperre wird eingerichtet. So einfach wird das in Zukunft sein.</p>
<p>Wie ich darauf komme? Nun, erst vor wenigen Wochen noch entschied zum Beispiel das Hamburger Landgericht, einem Provider w&#228;re die <a href="http://www.heise.de/newsticker/Geplante-Kinderporno-Sperre-koennte-andere-Sperrverfuegungen-erleichtern--/meldung/137868">Blockierung eines bestimmten Internetangebotes wirtschaftlich nicht zumutbar und lehnte diese demzufolge ab</a>, zudem sei die DNS-Sperrtechnik nur &#8220;beschr&#228;nkt geeignet&#8221;.<br />
Sollte das Gesetz zur Sperrung kinderpornografischer Angebote morgen allerdings wie bef&#252;rchtet durchgewunken werden, dann entfallen exakt die Gr&#252;nde, die in diesem Urteil zu dieser Entscheidung gef&#252;hrt haben. Zumutbarkeit wird nicht mehr hinterfragt, Wirksamkeit ebenso wenig. Die Technik ist da und die Technik ist wirksam genug, um Gesetzen Gen&#252;ge zu tun. Also mu&#223; sie entsprechend genutzt werden.</p>
<p>Von einer Zweckbindung der durch die Provider einzurichtenden Infrastruktur ist nirgends etwas zu lesen. Die Beschr&#228;nkung auf Kinderpornographie ist nichts anderes als eine &#8220;freiwillige (tempor&#228;re) Selbstbeschr&#228;nkung&#8221; der Regierung. Von einer Verpflichtung der Provider, die einzurichtende Zensurtechnik allein und ausschlie&#223;lich daf&#252;r verwenden zu d&#252;rfen, ist an keiner Stelle die Rede.</p>
<p>Und damit ist exakt das erreicht, wof&#252;r diverse Lobbyverb&#228;nde seit Jahren <span style="text-decoration: line-through;">bestechen</span> k&#228;mpfen: Die Einf&#252;hrung einer Infrastruktur, mit der sich schnell und unkompliziert unliebsame Inhalte das dem Netz entfernen lassen.</p>
<p>Summieren wir das hier nun von mir beschriebene Szenario mit den bereits bekannten Szenarien, wie von dieser oder kommender Regierungen das Gesetz nach Belieben umformuliert und ausgeweitet werden kann, dann sollte auch dem letzten &#8220;Hurra&#8221;-Schreier klar werden, weshalb es sich eben doch um Ma&#223;nahmen zur Einrichtung einer Zensur-Infrastruktur handelt. Und weshalb man weiterhin so wie bisher und noch viel mehr darum k&#228;mpfen mu&#223;, dass derartige Systeme nicht nur nicht per Gesetz gefordert sein d&#252;rfen, sondern strikt verboten sein m&#252;ssen.</p>
News zu und rund um Google+ gibt es bei <a href="http://gplustoday.de">Google Plus Today</a>.]]></content:encoded>
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		<title>Endspurt</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/06/endspurt/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Jun 2009 06:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Petition]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensursula]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Zeichnungsfrist f&#252;r die Petition gegen Internetsperren endet morgen. Interessant, dass auch alte Bekannte darauf verweisen und zum mitzeichnen auffordern. (Bild via Twitter) Nachtrag: Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang sicherlich die polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2008. Wirbelt sie doch die bekannten Zahlenspiele kr&#228;ftig durcheinander. News zu und rund um Google+ gibt es bei Google [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeichnungsfrist f&#252;r die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860">Petition gegen Internetsperren</a> endet morgen.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1703" title="12543238" src="http://www.xsized.de/wp-content/uploads/2009/06/12543238-480x71.png" alt="12543238" width="480" height="71" /></p>
<p>Interessant, dass auch alte Bekannte darauf verweisen und zum mitzeichnen auffordern.</p>
<p>(Bild via Twitter)</p>
<p>Nachtrag: Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang sicherlich die <a href="http://mogis.wordpress.com/2009/06/15/die-polizeiliche-kriminalstatistik-2008-ist-da/">polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2008</a>. Wirbelt sie doch die bekannten Zahlenspiele kr&#228;ftig durcheinander.</p>
News zu und rund um Google+ gibt es bei <a href="http://gplustoday.de">Google Plus Today</a>.]]></content:encoded>
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		<title>Eine Zensur findet statt!</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/04/eine-zensur-findet-statt/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 14:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Artikel 5 des Grundgesetzes besagt: &#8220;Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu &#228;u&#223;ern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug&#228;nglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew&#228;hrleistet. Eine Zensur findet nicht statt.&#8221; Der durch mich fett hervorgehobene Satz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Artikel 5 des Grundgesetzes <a href="http://www.bundestag.de/parlament/funktion/gesetze/Grundgesetz/gg.html">besagt</a>:</p>
<p>&#8220;Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu &#228;u&#223;ern und zu verbreiten und sich aus allgemein zug&#228;nglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gew&#228;hrleistet. <strong>Eine Zensur findet nicht statt.</strong>&#8221;</p>
<p>Der durch mich fett hervorgehobene Satz hat heute seine G&#252;ltigkeit verloren. Das Bundeskabinett hat den Entwurf des &#8220;Gesetzes zur Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie in Kommunikationsnetzen&#8221; <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundeskabinett-beschliesst-Gesetzesentwurf-zu-Kinderporno-Sperren--/meldung/136556">verabschiedet</a>. Die ver&#246;ffentlichte <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=298564.html">Pressemitteilung</a> nennt die Kernpunkte dieses Gesetzes:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Auf der Basis von Sperrlisten des Bundeskriminalamts werden alle gro&#223;en privaten Internetzugangsanbieter verpflichtet, den Zugang zu kinderpornographischen Inhalten im Internet durch geeignete technische Ma&#223;nahmen zu erschweren;</li>
<li>Aus pr&#228;ventiven Gr&#252;nden wird gegen&#252;ber den betroffenen Nutzern &#252;ber eine sog. Stoppmeldung klargestellt, warum der Zugang zu einem kinderpornographischen Angebot erschwert wird</li>
<li>Die Zugangsanbieter haften nur, wenn und soweit sie die Sperrliste des Bundeskriminalamts nicht ordnungsgem&#228;&#223; umsetzen.</li>
<li>Die anfallenden Daten k&#246;nnen f&#252;r die Strafverfolgung genutzt werden.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Diese Mitteilung ist allerdings in meinen Augen nur bedingt korrekt. Lautete ein spezieller Passus dieses Gesetzes <a href="http://blog.odem.org/2009/04/21/kipo-gesetzentwurf-2009-04-01.pdf">vor wenigen Tagen</a> noch wie folgt:</p>
<blockquote><p>Diensteanbieter nach § 8, die einen &#246;ffentlich zug&#228;nglichen Internetzugang f&#252;r mindestens 10000 Teilnehmer oder sonstige Nutzungsberechtigte in der Regel gegen Entgelt erm&#246;glichen, haben geeignete und zumutbare technische Ma&#223;nahmen zu ergreifen, um den Zugang zu Telemedienangeboten, (die Kinderpornographie nach § 184b des Strafgesetzbuchs enthalten oder deren Zweck darin besteht, auf derartige Telemedienangebote zu verweisen und) die Bestandteil der Sperrliste des Bundeskriminalamts nach Absatz 1 sind, zu erschweren. F&#252;r die Sperrung d&#252;rfen vollqualifizierte Domainnamen, Internetprotokoll-Adressen und Zieladressen von Telemedienangeboten verwendet werden. Die Sperrung erfolgt mindestens auf der Ebene der vollqualifizierten Domainnamen, deren Aufl&#246;sung in die zugeh&#246;rigen Internetprotokoll-Adressen unterbleibt. Die Diensteanbieter haben die Ma&#223;nahmen unverz&#252;glich zu ergreifen, nachdem das Bundeskriminalamt die aktuelle Sperrliste zur Verf&#252;gung gestellt hat, sp&#228;testens jedoch innerhalb von sechs Stunden.</p></blockquote>
<p>so wurde in dem heute verabschiedeten <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Gesetz/entwurf-gesetzes-zur-bekaempfung-der-kinderpornographie-in-kommunikationsnetzen,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf">Gesetzesentwurf</a> daraus:</p>
<blockquote><p>Diensteanbieter nach § 8, die den Zugang zur Nutzung von Informationen &#252;ber ein Kommunikationsnetz f&#252;r mindestens 10 000 Teilnehmer oder sonstige Nutzungsberechtigte in der Regel gegen Entgelt erm&#246;glichen, haben geeignete und zumutbare technische Ma&#223;nahmen zu ergreifen, um den Zugang zu Telemedienangeboten, die in der Sperrliste aufgef&#252;hrt sind, zu erschweren. F&#252;r die Sperrung d&#252;rfen vollqualifizierte Domainnamen, Internetprotokoll-Adressen und Zieladressen von Telemedienangeboten verwendet werden. Die Sperrung erfolgt mindestens auf der Ebene der vollqualifizierten Domainnamen, deren Aufl&#246;sung in<br />
die zugeh&#246;rigen Internetprotokoll-Adressen unterbleibt. Die Diensteanbieter haben die Ma&#223;nahmen unverz&#252;glich zu ergreifen, sp&#228;testens jedoch innerhalb von sechs<br />
Stunden nachdem das Bundeskriminalamt die aktuelle Sperrliste zur Verf&#252;gung gestellt hat.</p></blockquote>
<p>Wie man sieht, wurde eine entscheidende Differenzierung schlicht und ergreifend weggelassen.</p>
<p>Die Provider sollen nun also verpflichtet werden, (mindestens) DNS-Manipulationen f&#252;r Seiten vorzunehmen, die durch das BKA (ohne eine zus&#228;tzliche Kontrollinstanz) auf eine Sperrliste gesetzt werden. Aufrufe auf solche Seiten sollen auf eine Stopp-Seite umgeleitet werden, die von den Providern gehosted wird. Dabei sind Zugriffe auf diese Stopp-Seiten zu protokollieren und die dabei gewonnenen Daten den Strafverfolgungsbeh&#246;rden zu &#252;bermitteln. &#8220;Interessanter&#8221; Aspekt dabei:</p>
<blockquote><p>&#8220;Der Entwurf sehe daher vor, dass es f&#252;r die Strafverfolger m&#246;glich sei, &#8220;in Echtzeit&#8221; direkt beim Provider auf die IP-Adressen der &#8220;Nutzer&#8221; des virtuellen Warnschilds zuzugreifen. Eine Strafbarkeit liege schon in dem Moment vor, wenn er nicht nachweisen k&#246;nne, dass es sich um ein Versehen oder eine automatische Weiterleitung gehandelt habe. (<a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundeskabinett-beschliesst-Gesetzesentwurf-zu-Kinderporno-Sperren--/meldung/136556">heise</a>)&#8221;</p></blockquote>
<p>Es findet also eine Umkehr der Beweislast statt. Es muss niemandem bewiesen werden, dass er eine der gesperrten Seiten besuchen <strong>wollte</strong>, allein der Zugriff auf eine der Sperrseiten ist ausreichend, um eine Straftat zu begehen. Ein Internetnutzer muss also beweisen, dass er sich m&#246;glicherweise vertippt hat oder aber durch einen falschen Link auf einer der Sperrseiten gelandet ist. Zudem darf kein Internetnutzer wissen, welche Seiten denn nun auf der Sperrseite gelandet sind, niemand wei&#223; also, wann er sich strafbar macht.</p>
<p>Das Gesetz sieht folgende Regelung zur Erstellung der Sperrliste vor:</p>
<blockquote><p>Im Rahmen seiner Aufgaben als Zentralstelle nach § 2 des Bundeskriminalamtgesetzes f&#252;hrt das Bundeskriminalamt eine Liste &#252;ber vollqualifizierte Domainnamen, Internetprotokoll-Adressen und Zieladressen von Telemedienangeboten, die Kinderpornographie nach § 184b des Strafgesetzbuchs enthalten oder deren Zweck darin besteht, auf derartige Telemedienangebote zu verweisen (Sperrliste). Es stellt den Diensteanbietern im Sinne des Absatzes 2 arbeitst&#228;glich zu einem diesen mitzuteilenden Zeitpunkt eine aktuelle Sperrliste zur Verf&#252;gung.</p></blockquote>
<p>Das hei&#223;t: Nicht nur die eigentlichen Seiten, die m&#246;glicherweise Kinderpornographie enthalten (oder einmal enthielten) werden gesperrt, sondern auch Seiten, die dorthin verlinken. Also beispielsweise auch Wikileaks, die durch die Ver&#246;ffentlichung der skandinavischen Sperrlisten (indirekt) auf gesperrte Seiten verlinken.</p>
<p>Somit ist relativ kurzfristig f&#252;r niemanden mehr nachvollziehbar, welche Seiten m&#246;glicherweise von einer Zensur betroffen sind. Ein Internetnutzer merkt erst dann, dass er eine Straftat begangen hat, wenn es f&#252;r ihn zu sp&#228;t ist. Welche Folgen das hat, sollte eigentlich jedem klar sein: Es wird eine st&#228;ndige Unsicherheit herrschen, jeder wird permanent in Sorge sein, auf irgendeinen Link zu klicken, den man nicht kennt. TinyURL und &#228;hnliche Dienste werden damit in der Folge tabu sein. Wer sagt mir, dass mir da nicht ein Scherzbold irgendetwas unterjubeln wollte? Noch vor wenigen Tagen wurde erkl&#228;rt, das Stopp-Schild auf den Sperrseiten solle eine letzte Warnung sein, bevor es zu einer strafbaren Handlung kommt. So schnell &#228;ndern sich Gesetzesentw&#252;rfe&#8230;</p>
<p>Das wirklich &#252;ble an dieser ganzen Sache ist, dass hier auf eine wirklich sch&#228;bige Art und Weise Grundlagen f&#252;r eine umfassende Zensur geschaffen werden. Es wird das Thema Kindesmissbrauch missbraucht, um Tatsachen zu schaffen. Wer gegen die Sperrung von Kinderpornographie ist, wird als p&#228;dophiler hingestellt bzw. der Verdacht ge&#228;u&#223;ert, man wolle nur verhindern, dass einem das Objekt der Begierde genommen wird. Auf die vielen sachlichen Argumente wurde niemals eingegangen, sie wurden einfach vom Tisch gewischt und den Kritikern um die Ohren gehauen. Und dabei beziehe ich mich nicht allein auf die Kritiken, die Sperren w&#228;ren (noch) technisch unzureichend. Dass es niemals eine vollkommene Sperre geben kann, ist unbestritten und somit gar nicht diskussionsw&#252;rdig. Viel schwerer wiegt, dass hier gezielt auf der Basis von Desinformationen Zensurinstrumente installiert werden, um unliebsame Inhalte zu filtern. Das ist ein derart schwerwiegender Eingriff in unserer Grundrechte, speziell mit Blick auf die damit geschaffene Unsicherheit f&#252;r alle Internetnutzer in Deutschland, dass hier in meinen Augen in jedem Fall ein Volksentscheid her m&#252;sste. Dass es diesen niemals  geben wird ist mir nat&#252;rlich klar, aber ich halte ihn in so einem Fall f&#252;r absolut erforderlich.</p>
<p>Noch ist das Gesetz nicht best&#228;tigt, noch besteht auch die Chance, dass es in Karlsruhe wieder gekippt wird. Aber es ist f&#252;r mich eine Katastrophe schlechthin, wenn nur noch das Verfassungsgericht in der Lage sein sollte, auf die Einhaltung unserer Verfassung zu achten. Wir k&#246;nnen auf der einen Seite nur hoffen, auf der anderen Seite m&#252;ssen wir aber weiter aufkl&#228;ren und den Finger wieder und wieder auf die wunden Punkte legen. Es kann und darf nicht sein, dass kritische Stimmen einfach untergehen. Wenn diese Gefahr droht, dann m&#252;ssen wir einfach lauter werden.</p>
<p>Mehr dazu:<br />
Spreeblick: <a href="http://www.spreeblick.com/protest-gegen-internetsperren/">Von Laien regiert<br />
</a>c&#8217;t: <a href="http://www.heise.de/ct/Die-Argumente-fuer-Kinderporno-Sperren-laufen-ins-Leere--/artikel/135867">Verschleierungstaktik</a><br />
heise:  <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundeskabinett-beschliesst-Gesetzesentwurf-zu-Kinderporno-Sperren--/meldung/136556">Bundeskabinett beschlie&#223;t Gesetzesentwurf zu Kinderporno-Sperren</a><br />
fefe <a href="http://blog.fefe.de/?ts=b710b917">erkl&#228;rt auch wichtige Grundlagen</a></p>
<p>Nachtrag: Boocompany hat zum Thema Zensursula und Internetsperren <a href="http://boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15790/">einen extrem interessanten Beitrag</a>.<br />
Telepolis: <a href="http://www.yigg.de/toolbar/politik/tp-luegen-und-kinderpornographie">L&#252;gen und Kinderpornographie</a></p>
News zu und rund um Google+ gibt es bei <a href="http://gplustoday.de">Google Plus Today</a>.]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kabinett beschlie&#223;t: Die Internetfilter kommen</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/03/kabinett-beschliesst-die-internetfilter-kommen/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 12:30:19 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer noch ernsthaft geglaubt hat, die Diskussion rund um die Filterung des Internets w&#252;rde in Kabinett oder Regierung auf einem sachlichen Niveau gef&#252;hrt und sorgf&#228;ltig abgew&#228;gt, sieht sich heute der traurigen Realit&#228;t gegen&#252;ber: Kabinett beschlie&#223;t h&#228;rtere Bek&#228;mpfung hei&#223;t es nun. Was im Klartext nichts anderes bedeutet als: Die Filterung des Internets wird kommen. Nun ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer noch ernsthaft geglaubt hat, die Diskussion rund um die Filterung des Internets w&#252;rde in Kabinett oder Regierung auf einem <a href="http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Bevor-ueberhaupt-ernsthaft-darueber-diskutiert-werden-kann/forum-156054/msg-16486158/read/">sachlichen Niveau gef&#252;hrt und sorgf&#228;ltig abgew&#228;gt</a>, sieht sich heute der traurigen Realit&#228;t gegen&#252;ber: <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Kinderpornografie-Kabinett-Bek%E4mpfung/658992.html">Kabinett beschlie&#223;t h&#228;rtere Bek&#228;mpfung hei&#223;t es nun</a>.</p>
<p>Was im Klartext nichts anderes bedeutet als: Die Filterung des Internets wird kommen.</p>
<p>Nun ist es ja nicht so, dass es mir nicht bereits seit l&#228;ngerem klar war. Ich habe, so bitter das auch klingen mag, damit gerechnet. Denn es ist mir vollkommen klar, dass die M&#246;glichkeit, ein solches Instrument zur Unterdr&#252;ckung unliebsamer Inhalte im Internet zu installieren, selbstverst&#228;ndlich von enorm hoher Bedeutung f&#252;r all diejenigen ist, die bestimmte Inhalte nicht sehen m&#246;chten. Bzw. nicht w&#252;nschen, dass andere diese sehen.</p>
<p>Warum ich nicht schreibe &#8220;Instrument zur Bek&#228;mpfung kinderpornographischer Angebote im Internet&#8221;? Weil es das nicht ist. Wer auch jetzt immer noch glaubt, es ginge einzig und allein um eine wirksame Bek&#228;mpfung der Kinderpornographie bzw. deren Verbreitung, der hat in den letzten Monaten entweder &#252;berhaupt nicht aufgepasst oder einfach irgendwann den Faden verloren. Ginge es tats&#228;chlich um die Bek&#228;mpfung von KiPo, dann sollte man doch meinen, dass zumindest <a href="http://www.carechild.de/news/politik/internetzensur_carechild_versuch_blamiert_deutsche_politiker_566_120.html">alle bisher existierenden rechtlichen M&#246;glichkeiten kompromisslos ausgenutzt</a> wurden, oder? Das Gegenteil ist der Fall! Anderenfalls m&#252;ssten nicht &#252;ber Monate oder Jahre hinweg Zugriffe auf Seiten gesperrt werden.</p>
<p>Nat&#252;rlich glauben wir alle nun zu gern, dass die Filterung/Sperrung ausschlie&#223;lich auf KiPo-Angebote angewendet wird:</p>
<blockquote><p>Immerhin eine klare Festlegung findet sich in dem Eckpunkte-Papier, und zwar prominent in der Pr&#228;ambel: Danach soll sich das Gesetz ausschlie&#223;lich mit Zugangssperren f&#252;r Seiten mit kinderpornografischen Inhalten befassen. Im Windschatten der Von-der-Leyen-Initiative waren eine Reihe weiterer Sperr-Begehrlichkeiten aufgetaucht, zuletzt hatte etwa Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) nach dem Amoklauf von Winnenden Internet-Sperren f&#252;r Gewalt-Webseiten ins Gespr&#228;ch gebracht. &#8220;Eine Ausweitung auf andere Zwecke ist nicht beabsichtigt&#8221;, hei&#223;t es dazu deutlich. (<a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,615378,00.html">spon</a>)</p></blockquote>
<p>Klar. Die Online-Durchsuchungen dienen ja ebenfalls <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bundesregierung-will-Online-Durchsuchung-auch-zur-Strafverfolgung-erlauben-Update--/meldung/134953">allein dem Zweck der Terrorbek&#228;mpfung</a>. Und die Maut-Daten dienen ja auch allein der <a href="http://www.heise.de/newsticker/LKW-Maut-Minister-will-offenbar-Fahndung-mit-Mautdaten-erlauben--/meldung/66676">Kontrolle der Maut-Abrechnungen</a>.</p>
<p>Wie man mit Kritikern umgeht, <a href="http://www.heise.de/newsticker/Hausdurchsuchung-bei-Inhaber-der-Domain-wikileaks-de-Update--/meldung/135147">demonstriert man derweil schon mal in der Praxis</a>. Wo k&#228;men wir denn auch hin, wenn jeder erfahren k&#246;nnte, was tats&#228;chlich passiert.</p>
News zu und rund um Google+ gibt es bei <a href="http://gplustoday.de">Google Plus Today</a>.]]></content:encoded>
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		<title>Kinderpornographie &#8211; ein Insiderbericht</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/02/kinderpornographie-ein-insiderbericht/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 21:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dem Scusiblog wurde ein Bericht ver&#246;ffentlicht, der anonym per eMail eingegangen ist. Der Bericht scheint von jemandem zu stammen, der sich offenbar seit vielen Jahren in der Szene rund um Kinderfotos, Kinderpornographie und P&#228;dophiler tummelt. Im Gegensatz zu manch anderem musste ich nicht mal ansatzweise dar&#252;ber nachdenken, ob ich diesen Bericht verlinken sollte oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem Scusiblog wurde ein Bericht ver&#246;ffentlicht, der anonym per eMail eingegangen ist. Der Bericht scheint von jemandem zu stammen, der sich offenbar seit vielen Jahren in der Szene rund um Kinderfotos, Kinderpornographie und P&#228;dophiler tummelt. Im Gegensatz zu manch anderem musste ich nicht mal ansatzweise dar&#252;ber nachdenken, ob ich diesen Bericht verlinken sollte oder nicht. Es war mir recht schnell klar. (*1)</p>
<p>Es geht mir nicht darum, irgendeinem &#8220;Perversen&#8221; ein &#8220;Forum&#8221; bieten zu wollen. Es geht mir darum, auf der einen Seite deutlich zeigen zu k&#246;nnen, wie sinnlos s&#228;mtliche Filter-Ideen unserer Regierung sind. Wie geschickt man versucht, mit Pseudo-Aktivit&#228;ten den Schutz der Kinder vorzut&#228;uschen. Auf welche Weise uns wieder einmal Ma&#223;nahmen untergejubelt werden, die nicht mal im Ansatz in unserem Interesse sind.</p>
<p>Auf der anderen Seite finde ich es wichtig, auch einmal die &#8220;Gegenseite&#8221; zu Wort kommen zu lassen. Sogar enorm wichtig.</p>
<p>Ich kann nicht beurteilen, wie viel Wahrheitsgehalt in den diversen Aussagen steckt. Ich habe mich nie in diesen Kreisen bewegt, ich habe in meiner langj&#228;hrigen Internet-&#8221;Zugeh&#246;rigkeit&#8221; auch nie einschl&#228;giges Material gesehen, nicht mal zuf&#228;llig (was laut den Aussagen unserer Regierung ja st&#228;ndig zu passieren scheint). Auch kommen mir manche der angegebenen Zahlen ein wenig aus der Luft gegriffen vor. Was ich jedoch beurteilen kann ist, dass die technischen Beschreibungen und Erkl&#228;rungen vielfach m&#246;glicherweise vereinfacht dargestellt, aber keineswegs der Fantasie entsprungen sind. Und was ich ebenfalls beurteilen kann ist die Tatsache, dass der Beitrag sicherlich jeden, der ihn liest, zum Nachdenken anregen wird.</p>
<p>Erg&#228;nzend hierzu empfehle ich zudem <a href="http://www.akiaji.de/2009/02/ueber-die-beschraenkung-sexueller-freiheiten/">einen weiteren Artikel</a>, &#252;ber den ich auf diesen Beitrag aufmerksam wurde.</p>
<p><strong>*1 (Nachtrag vom 6.3.09)</strong><br />
Den bis eben noch an dieser Stelle befindlichen Link habe ich soeben entfernt. Warum? Es gibt den hier besprochenen Beitrag so nicht mehr. Der Blogger, der diese anonyme eMail ver&#246;ffentlichte, hat den Beitrag nun &#252;berarbeitet und den kompletten Inhalt der Mail wieder entfernt. Er f&#252;hlte sich laut eigener Aussage aufgrund massiver Drohungen dazu gezwungen.<br />
Es scheint nicht erw&#252;nscht, diese Thematik wirklich sachlich zu diskutieren. Die derzeit stattfindende Hexenjagd scheint mir eher Ziel der Bem&#252;hungen zu sein. &#8220;Terror&#8221; als Argument f&#252;r die Einschr&#228;nkungen unserer Grundrechte zieht nicht mehr, jetzt muss das Thema &#8220;Kinderpornographie&#8221; herhalten. Das ist jedenfalls der Eindruck, der sich derzeit bei mir immer mehr verst&#228;rkt.</p>
<p>Es ist vollkommen richtig und korrekt, Kindesmissbrauch zu verfolgen und zu bestrafen. Oder noch besser:  Zu verhindern! Was aber aktuell geschieht, hat in meinen Augen damit nicht das geringste zu tun. Es ist eher, wie anderswo schon mehrfach gesagt, Missbrauch des Kindesmissbrauchs.</p>
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		<title>Verantwortungsloses Gew&#228;sch</title>
		<link>http://www.xsized.de/2009/02/verantwortungsloses-gewaesch/</link>
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		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 14:39:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>XSized</dc:creator>
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		<category><![CDATA[kranke welt]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wer gegen Internetfilter ist, ist f&#252;r Kinderpornographie!&#8221; Sinngem&#228;&#223; das will uns die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ilse Falk wei&#223; machen. Wortw&#246;rtlich schreibt sie in einer heute ver&#246;ffentlichten Pressemitteilung: Kinderpornographie im Internet nimmt zu und wird immer brutaler: Immer mehr Internetnutzer klicken kinderpornographische Seiten an; die Opfer, deren brutale Vergewaltigung Inhalt dieser Filme ist, werden immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>&#8220;Wer gegen Internetfilter ist, ist f&#252;r Kinderpornographie!&#8221;</em></p>
<p>Sinngem&#228;&#223; das will uns die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ilse Falk wei&#223; machen. Wortw&#246;rtlich schreibt sie in einer heute ver&#246;ffentlichten <a href="http://www.ilse-falk.de/_ilsefalk/Album/4ddb8a86-7940-453f-a699-978131a650ff.pdf">Pressemitteilung</a>:</p>
<blockquote><p>Kinderpornographie im Internet nimmt zu und wird immer brutaler: Immer mehr Internetnutzer klicken kinderpornographische Seiten an; die Opfer, deren brutale Vergewaltigung Inhalt dieser Filme ist, werden immer j&#252;nger: 43% sind j&#252;nger als sechs Jahre, 10% sogar j&#252;nger als zwei Jahre.</p>
<p>Wer angesichts dieser grauenvollen Tatsachen mit fadenscheinigen Argumenten versucht, die Pl&#228;ne von Bundesfamilienministerin von der Leyen zu torpedieren, diesem Treiben ein Ende zu setzen, handelt verantwortungslos und stellt die Interessen skrupelloser Gesch&#228;ftemacher &#252;ber den Schutz der Kinder.</p>
<p>Kinderpornographische Internetseiten sind keine Kunst, die es zu sch&#252;tzen gilt. Ihre Blockade gef&#228;hrdet auch nicht das Grundrecht auf Kommunikation und wer die Anstrengungen von Ministerin von der Leyen als „Missbrauch des Missbrauchs von Kindern“ bezeichnet, der handelt verantwortungslos.</p></blockquote>
<p>Frau Falk, sind Sie eigentlich noch ganz bei Trost? Ist Ihnen eigentlich klar, was f&#252;r ein verantwortungsloses und gef&#228;hrliches Gedankengut Sie hier verbreiten? Und ist Ihnen &#252;berhaupt bewusst, was f&#252;r einen Unsinn Sie in Ihrer Pressemitteilung ver&#246;ffentlicht haben? In welcher Weise sch&#252;tzt bitte eine Filterung unliebsamer Inhalte Kinder bzw. beugt deren Missbrauch vor oder hilft gar bei der Bestrafung der eigentlichen T&#228;ter? Welche Beweise gibt es daf&#252;r, dass der Konsum derartigen Schunds zunimmt? Wo sind die Beweise f&#252;r solche Behauptungen?</p>
<p>Wer bitte hat &#252;brigens jemals behauptet, Kinderpornographie w&#228;re Kunst? Wo finde ich die Aussagen derer, die Internetfilter ablehnen, weil sie Zugriff auf kinderpornographische Schundwerke haben wollen? Haben Sie auch nur einen einzigen kritischen Beitrag selbst gelesen?</p>
<p>Die skandinavischen L&#228;nder werden ja angesichts ihrer <a href="http://scusiblog.org/?p=330">ach so erfolgreichen Umsetzung von Filterlisten</a> hoch gelobt. Nur ein Bruchteil der geblockten WebSites enthielt jemals tats&#228;chlich Material, welches man ansatzweise mit viel gutem Willen in die Kategorie &#8220;Kinderpornographie&#8221; einordnen k&#246;nnte. Wo der Weg tats&#228;chlich hinf&#252;hren soll, hat irgend so ein Depp ja leider <a href="http://netzpolitik.org/2009/bundestag-von-kinderpornografie-zum-urheberrecht-in-12-minuten/">bereits ausgepaudert</a>.</p>
<p>Vor allem und in erster Linie frage ich mich jedoch, weshalb <a href="http://www.ccc.de/press/releases/2009/20090213/">niemand erfahren darf</a>, was tats&#228;chlich gefiltert wird!</p>
<blockquote><p>Die Liste darf nur den f&#252;r die Sperrung zust&#228;ndigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zug&#228;nglich gemacht werden. Der ISP verpflichtet sich, die in den Listen enthaltenen Angaben nicht an Dritte weiterzugeben oder sonst zu verwenden. Er hat sie durch geeignete Ma&#223;nahmen gegen die Kenntnisnahme durch Dritte zu sichern.Er hat &#252;berdies sicherzustellen, dass alle Personen, die mit der Sperrung der VDN betraut sind, die in der Liste enthaltenen Informationen nicht an Dritte weitergeben oder sonst verwerten. Diese Verpflichtungen gelten auch im Falle einer Beendigung des Vertrages fort.</p></blockquote>
<p>Den kompletten Vertragsentwurf kann man <a href="http://www.ccc.de/press/releases/2009/20090213/20090211-vertragsentwurf-bka-isp.pdf">hier</a> einsehen. Hoffen wir, dass die ISPs gen&#252;gend verantwortungsvolles Personal haben, welches die Listen tagesaktuell ver&#246;ffentlicht. Wenn sich denn wirklich Provider finden, die ohne gesetzliche Grundlage &#8220;freiwillig&#8221; <a href="http://www.xsized.de/internetblockaden-gegen-kinderpornographie/">Internetzensur</a> unterst&#252;tzen.</p>
<p>Weitere Details zum Thema findet Ihr unter anderem bei <a href="http://www.keentech.de/blog/2009/02/wenn-die-argumente-fehlen/">KeenTech</a>.</p>
News zu und rund um Google+ gibt es bei <a href="http://gplustoday.de">Google Plus Today</a>.]]></content:encoded>
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