Archiv für März, 2009

Schnitzel!

So, endlich ist es soweit! Geht mir weg mit Weihnachten und all dem Kram, heut ist der 14. März!

Heut gibts Schnitzel. Und so

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Das glaub ich nicht

Bitte sagt mir, dass das ein Fake ist!

poopy

– Ja, natürlich ist das ein Fake!

– Danke!

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Verschwinden die DSDS-„Fan“-Seiten?

Ich konnte ja Begeisterung für DSDS noch nie nachvollziehen, aber ok, jedem seins, selbstverständlich. Und selbstverständlich schossen im Laufe der Staffeln immer mehr „Fan“-Seiten aus dem Boden, die letztlich für mich vielfach nur wie Boulevard-Zeitungen unter den Blogs daherkommen. Viel Gewese um eigentlich garnix.

Interessanterweise (ja, interessant finde ich das tatsächlich) gibt es eine Menge Leute, die so etwas tatsächlich auch lesen. Die jedes Fitzelchen an „Information“ aufsaugen in der Hoffnung, doch noch mal etwas vollkommen neues zu erfahren. Was letztlich nicht passiert, da ohnehin alle nur über die gleiche Sendung berichten oder voneinander abschreiben. Aber egal.

Eines dieser Boulevard-Blogs hat nun Post von RTL bekommen. RTL möchte gegenüber DSDS-News.de seine Markenrechte durchsetzen und verlangt die Schließung und Übertragung der Domain. Frist: 2 Werktage. Die Begründung lautet (in wenigen Worten zusammengefasst): Der Betreiber, ein selbst ernannter SEO-Experte, betreibt die Seite nur, um aus der fremden Marke Kapital zu schlagen.

Ganz ehrlich? Exakt diesen Eindruck hatte ich schon mehr als einmal, wenn ich irgendwo über derartige Seiten gestolpert bin. Aber gut, das ist MEIN Eindruck, den andere allerdings offenbar teilen.

Eine Frist von 2 Tagen ist angesichts einer solchen Forderung allerdings mehr als knapp bemessen. Sie lässt keinerlei Spielraum, für garnichts. In solch einer knappen Frist schafft man es in der Regel nicht einmal, einen Anwalt aufzutreiben, der mit der Materie vertraut ist. RTL hat (laut DSDS-News.de) diese Nutzung ihrer Marke über 3 Jahre hinweg offensichtlich geduldet, dies spricht in meinen Augen gegen eine besondere Eile, die solch eine knappe Frist begründen könnte. Hier soll meiner Meinung nach schlichtweg eine unliebsame Seite (aus welchen Gründen auch immer) aus dem Netz gefegt werden.

Auch wenn ich persönlich darin keinen sonderlichen Verlust sehen würde, hat das Vorgehen für mich dennoch ein komischen Beigeschmack. „Neid“ auf besseres Google-Ranking, wie anderswo vermutet, ist sicherlich nicht der Grund für die gewünschte Schließung. RTL ist es schlichtweg ein Dorn im Auge, dass die eigene Marke mit x-beliebiger Werbung auf einem Blog verwurstet wird und man darauf keinerlei Einfluss hat. Aber wie gesagt: Die Art des Vorgehens missfällt auch mir.

Inzwischen gibt es auch schon die ersten „Protest“-Schließungen anderer, ähnlich gelagerter Seiten. DSDS-Superstar.de zeigt nur noch eine kurze Erklärung und ich denke, weitere Seiten werden folgen. Wahrscheinlich nicht nur aus Protest, ein gutes Stück Sorge wird dabei sein, ebenfalls derart überrollt werden zu können.

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Amoklauf in Winnenden

Ich war heute recht beschäftigt und habe relativ spät (für meine Verhältnisse) ein paar Minuten Zeit gefunden, meine übliche News-Runde im Netz zu drehen. Zunächst ein kurzer Blick in Twitter und da sprang es mir auch schon entgegen: In Winnenden ist etwas passiert. Einige Minuten später wurden meine ersten Befürchtungen dank Hashtag dann auch bestätigt: Wieder mal ein Amoklauf an einer Schule. 17 Tote (inkl. Täter, inzwischen wird von einer korrigierten Zahl 15 gesprochen) und jede Menge Leid und Kummer. Ein 17jähriger dringt in die Albertville-Realschule in Winnenden ein, erschießt Schüler und Lehrer. Tötet weitere Menschen auf der Flucht und wird letztlich selbst bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Wieder mal eine schreckliche Tat. Meine Gedanken sind im Augenblick überwiegend bei den Opfern und deren Angehörigen.

Aber irgendwie schweifen die Gedanken auch ein wenig ab und ich versuche zu sortieren, wie mich die ganzen Berichte überrollt haben. Im Sekundentakt prasselten bei Twitter die „Erkenntnisse“ herein, Bild veröffentlichte natürlich bereits Fotos und den Namen des Täters und stellt „Abschußcharts“ auf, wildeste Spekulationen machen die Runde und selbstverständlich tauchen bereits die ersten Erwähnungen von Killerspielen auf (hier und hier nett „Ballerspiele“ genannt).

Twitter hat heute traurige Berühmtheit hierzulande erlangt. Die erste Nachricht überhaupt kam von einer Twitter-Userin, die Freunde warnen wollte. Daraufhin verbreitete sich die Nachricht wie ein Lauffeuer und die Medien werden nicht müde, über diese Tatsache zu berichten. Fast kommt es mir so vor, als würde die Berichterstattung über die eigentliche Tat versuchen, mit den Twitter-Meldungen Schritt zu halten.

In den nächsten Tagen wird es sicherlich viele Deutungsversuche und Ursachenforschung geben, die wirklichen Hintergründe und Ursachen der Tat werden aufgrund des Todes des Täters aber wohl nie so ganz aufgeklärt werden. Ganz sicher werden wir wieder eine Diskussion um Killerspiele erleben, jede Menge Aktionismus und Populismus seitens der Politiker und leider auch jede Menge Trauer und viele Fragen.

Ich bin immer etwas ungeschickt darin, Mitgefühl auszudrücken. Auch weil ich immer das Gefühl habe, damit niemandem wirklich zu helfen, im Gegenteil eher noch Salz in die Wunden zu streuen. Und gerade angesichts solch schrecklicher Ereignisse wie heute überlege ich, wie man in solchen Momenten Angehörigen der Opfer helfen kann, mit diesem Verlust umzugehen. Ich weiß es nicht, ganz ehrlich. Das Bedürfnis, diesen Menschen in irgendeiner Form Anteilnahme zu zeigen, ist sehr groß. Aber wie eben bereits erwähnt fühl ich mich dabei hilflos und bin am Ende doch nur wieder stiller Zuschauer. Bis auf diesen Beitrag. Der irgendwie zum sortieren meiner Gedanken geschrieben werden wollte/musste.

Update: Die üblichen Verdächtigen sind natürlich wieder sofort zur Stelle.

Fernab dessen müsse zudem geklärt werden, ob Tim K. Killer- und Gewaltspiele auf dem Computer gespielt habe: „Nicht jeder Nutzer macht einen Amoklauf, aber ein hoher Anteil unter den Amokläufern hat Killerspiele genutzt“, so Beckstein zu SPIEGEL ONLINE: „Da sollten wir nachbohren.“

Ich könnte echt kotzen!

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