Archiv für Januar, 2010

Backdoor in WordPress ganz easy

WordPress ist bei den meisten Nutzern gerade aufgrund seiner Flexibilität und einfachen Erweiterbarkeit sehr beliebt. Gerade letzteres bietet jedoch eine Vielzahl von Möglichkeiten, Backdoors einzuschleusen, die unerwünschten “Besuchern” eine Menge Möglichkeiten für Unsinn verschaffen können.

Wie einfach es beispielsweise ist, eine Backdoor in ein Template zu integrieren, welche einen Benutzer in WordPress anlegt und diesem Administrator-Rechte zuweist, zeigt der Beitrag “How-To: Create Backdoor Admin Access in WordPress“. Der Code sitzt in der functions.php des Templates und wird durch einen speziellen Aufruf der Zielseite aktiviert. Mittels der Funktion wp_create_user aus wp-includes/registration.php wird nun ein neuer Benutzer in der Datenbank angelegt und zum Administrator gemacht. Fertig, die Tür ist offen. Egal, ob die Registrierung von neuen Benutzern erlaubt ist oder nicht.

Um solch eine Backdoor nachträglich in eine WordPress-Installation zu integrieren, benötigt ein Angreifer natürlich Zugriff auf die Daten, beispielsweise via FTP. Allerdings ist man darauf nicht zwingend angewiesen, was hindert einen potentiellen Angreifer daran, eine Seite aufzusetzen, von der man Unmengen an WordPress-Templates herunter laden kann, die durch die Bank mit einer solchen Funktion präpariert sind? Oder warum sollte ein Entwickler nicht ein solches Hintertürchen in sein wunderbares WordPress-Plugin integrieren? Hand aufs Herz: Wie groß wird der Anteil an WordPress-Nutzern wohl sein, die PHP beherrschen und ein solches Hintertürchen erkennen könnten? 10%? Und wie viele prüfen denn tatsächlich jedes Plugin oder Template auf potentiellen Schadcode? 1%? Weniger?

Aktuell überwiegt einfach das Vertrauen. Vertrauen in die Redlichkeit der Entwickler und Vertrauen in die Ehrlichkeit der Betreiber von Template-Portalen. Sicherlich löblich, offenbar ist noch nicht zu viel passiert in der Vergangenheit. Aber ein wenig Vorsicht sollte dennoch angebracht sein und somit sind vorbeugende Maßnahmen sicherlich nicht falsch.

Den oben beschriebenen “Exploit” (um einen “echten” Exploit handelt es sich meiner Meinung nach nicht wirklich) kann man auf verschiedene Weisen aushebeln.

Variante 1: Wir benennen die Datei wp-includes/registration.php einfach um. Damit hebeln wir allerdings automatisch sämtliche Funktionen zur Bearbeitung bereits existierender Benutzer aus. Also nicht so schick. Zudem ist das nach jedem WordPress-Update zu wiederholen.

Variante 2: Wir kommentieren die Funktion wp_create_user in der Datei wp-includes/registration.php aus. Das Gleiche müssten wir mit der Funktion wp_insert_user in der gleichen Datei tun. Auch hier sind verschiedene Funktionen in der Admin-Oberfläche anschließend defekt und auch dieses Procedere müsste nach jedem Update wiederholt werden. Also auch nicht wirklich schön…

Variante 3 (empfohlen): Wir legen einen zusätzlichen Verzeichnisschutz für das Verzeichnis /wp-admin/ an. Die meisten Provider bieten diese Funktion in der Admin-Oberfläche an, wer diese Funktion bei seinem Provider nicht findet, dem empfehle ich Punkt 8 dieses Artikels. Hier wird die Vorgehensweise recht gut erläutert, auch die anderen Tipps sind prinzipiell sehr zu empfehlen.
Dieser zusätzliche Verzeichnisschutz sorgt nun dafür, dass für den Zugriff auf /wp-admin/ eine zusätzliche Anmeldung erforderlich ist. Bevor also ein Angreifer, der bspw. die oben beschriebene Backdoor ausführen konnte, sich mit seinem neuen Benutzer an Eurem Blog anmelden könnte, müsste er eine weitere, von WordPress unabhängige Authentifizierung erfolgreich vollziehen. Wenn Ihr hier mit einem ausreichend starken Passwort arbeitet, wird das (relativ) schwierig.

Wie weiter oben bereits geschrieben, sehe ich die im verlinkten Beitrag aufgezeigte Möglichkeit zum Anlegen eines administrativen Benutzers nicht als “echten” Exploit an sondern sehe die Problematik allgemein in der Möglichkeit der Erweiterbarkeit. Und sicherlich beschränkt sich das Problem somit nicht allein auf WordPress. Allerdings ist es natürlich durch die von WordPress zur Verfügung gestellten Funktionen wesentlich einfacher, erfolgreich eine Hintertür einzurichten. Möglicherweise sollten gerade die Funktionen zur Erstellung und Änderung von Benutzern gekapselt werden und eben nicht von jedem xbeliebigen Addon genutzt werden können. Aktuell ist es aber möglich, daher sollten WordPress-Nutzer sich nicht allein auf die mitgelieferten Sicherheitsfunktionen verlassen, sondern selbst Hand anlegen. Und sicherlich auch hin und wieder mal nachschauen, ob plötzlich neue Benutzer in der Datenbank auftauchen, obwohl die Registrierung nicht erlaubt ist.

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links for 2010-01-06

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  • Ein paar recht nützliche WordPress-"Hacks"

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Nexus One – das Google Phone kommt

Ich hab gerade einige Zeit damit verbracht, mir in einem Live-Stream die Präsentation des Nexus One, Googles iPhone-Killer, anzuschauen. Bisher gab es dazu ja überwiegend Gerüchte, wenn auch in den letzten Tagen einige Videos aufgetaucht sind, die die Existenz bestätigten. Doch seit knapp einer Stunde ist es nun offiziell: Das Nexus One kommt (bzw. ist bereits erhältlich).

Beginnen wir mit den negativen Informationen: Das Nexus One soll in Europa erst im Frühjahr erhältlich sein. Genaueres habe ich nicht heraushören können. Abgesehen davon, dass man es von UK aus durchaus schon bestellen kann und auch dorthin geliefert wird. Wir in Deutschland müssen uns noch etwas gedulden. Was Raum für die Hoffnung lässt, dass bis dahin der Preis bereits ein wenig in den Keller gegangen ist. Der liegt aktuell nämlich bei stolzen 529$, also 360-370 Euro ohne Vertrag. Mit Vertrag soll es aktuell 129$ kosten.

Vertrieben wird das Nexus One direkt von Google unter der URL www.google.com/phone, dort kann man sich dann auch mal im Detail die technischen Daten anschauen, die gar nicht mal so schlecht klingen. 1GHz Prozessor, GPS, Digitaler Kompass, um mal ein paar wenige Details zu nennen. Hergestellt wird die Hardware von HTC, als OS werkelt Android 2.1. Multitouch gibts scheinbar nicht, stört mich persönlich aber herzlich wenig.

Was ich gesehen habe, gefiel mir durchaus recht gut, mein HTC Touch ist ein Spielzeug dagegen (auch und vor allem in Sachen Geschwindigkeit). Daher kann ich mir durchaus ganz gut vorstellen, dass das mein neues Handy werden könnte. Abzuwarten bleibt, was sich in Sachen Apps hier in nächster Zeit tut, da bin ich allerdings mehr als zuversichtlich. Und ein paar Monate macht mein Touch mit Sicherheit noch mit, insofern macht mir das Warten nicht soooo viel aus. Aber ein wenig schon. ;)

Ob das Nexus One wie erhofft der iPhone-Killer werden wird bleibt abzuwarten, gute Chancen sehe ich durchaus. Zumal sicherlich all diejenigen, die wie ich keinen Bock auf Apples Verdongelungsstrategien haben, hier wesentlich lieber zuschlagen werden als Apple lieb sein mag. Aber wir werden es ja sehen. Zudem: Eigentlich ist es mir relativ egal, wer hier wen vom Thron schubst.

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