Archiv für Mai, 2011

Hausdurchsuchung bei Bitcoin-Miner weckt plötzliches Interesse

Nachdem in der vergangenen Woche die Meldung die Runde machte, dass die kanadische Polizei eine Hausdurchsuchung bei einem Bitcoin-Miner durchgeführt hat weil sie der Meinung war, der hohe Stromverbrauch könne nur auf ein Drogen-Treibhaus schließen lassen, wird das Thema Bitcoin plötzlich interessant in den Medien.

Bisher wurde dieses Thema eigentlich vollkommen totgeschwiegen, abgesehen von uns Nerds hat sich keiner dafür interessiert. Inzwischen lese ich die ersten Beiträge bei Golem und SPON, auch wenn dort von einer „Hackerwährung“ die Rede ist. Zumindest wird auf diese Weise doch ein wenig mehr Aufmerksamkeit auf dieses hochinteressante Projekt gelenkt, was sich im Augenblick auch darin zeigt, dass die Nachfrage nach Bitcoins zu steigen scheint. Inwieweit Schlagzeilen wie „Das gefährlichste Open-Source-Projekt aller Zeiten“ tatsächlich schaden können, kann ich nicht beurteilen. Aber abgesehen davon ist der SPON-Artikel für Spiegel-Verhältnisse mal ausgesprochen gut recherchiert (soll heißen: enthält erstaunlich wenig Unfug).

Mir gefällt prinzipiell die Tatsache, dass man nun eben auch mal in Medien davon lesen kann, die bisher gar nicht bemerkt haben, was sich da entwickelt bzw. entwickeln kann. Natürlich steigt damit auch die „Gefahr“, dass eine echte Bedrohung in diese virtuelle Währung hinein gedeutet wird, andererseits beschäftigen sich so plötzlich weitaus mehr Menschen mit diesem Thema. Die einen werden als als Humbug abwinken, anderen ist es egal, aber sicher wird es auch diejenigen geben, die neugierig geworden sind, was letztlich die Akzeptanz auf Dauer gesehen steigern wird. Und mal sehen, vielleicht gibt es demnächst auch in Deutschland den einen oder anderen Onlineshop, der Bitcoins als Zahlungsmittel akzeptiert, wer weiß 😉

Wer jetzt nach wie vor mit dem Begriff Bitcoin nichts anfangen kann, der schaut sich am besten mal das folgende Video an und stöbert vielleicht auch mal anderswo.

Nachtrag: Na, da trudeln inzwischen auch schon die ersten „Warnungen“ vor Bitcoin ein:

„Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. rät Verbrauchern von der Nutzung der Zahlungsmittel „Bitcoins“ ab. Bitcoins besitzen das Potenzial, der gesamten Gesellschaft durch Steuerhinterziehung, Geldwäsche oder illegalen Geschäften nachhaltig zu schaden.“

Was auch sonst… 😉

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Doch keine Bootloader-Sperre bei HTC Androiden

Es gab ziemlich viel Aufstand in HTCs Facebook Gruppe nachdem bekannt wurde, dass das Sensation mit einem gesperrten und signierten Bootloader ausgeliefert werden wird und dies auch für kommende Updates anderer Geräte geplant ist. Sogar eine Online Petition wurde ins Leben gerufen.

Offensichtlich hat das etwas bewirkt, denn HTC lenkt ein:

‎“There has been overwhelmingly customer feedback that people want access to open bootloaders on HTC phones. I want you to know that we’ve listened. Today, I’m confirming we will no longer be locking the bootloaders on our devices. Thanks for your passion, support and patience,“ Peter Chou, CEO of HTC

Grund für die Proteste war, dass ein derart modifizierter Bootloader den Einsatz von Custom-ROMs sehr erschwert, wenn nicht gar unmöglich gemacht hätte. Aber gerade die einfache Möglichkeit, modifizierte Android-Versionen auf dem Smartphone zu nutzen war für viele ein wichtiger Grund, sich für HTC-Geräte zu entscheiden. Weshalb die massiven Proteste wohl auch zum Einlenken seitens HTC geführt haben.

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Empfohlene Links vom 26.5.2011

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Bezahlen mit dem Smartphone: Google Wallet

Als vom Nexus S erstmalig die Rede war, konnte man auch immer wieder davon lesen, dass ein NFC (Near Field Communication)-Chip verbaut wird. Praktische Anwendungen (abgesehen von ein paar interessanten Experimenten) gab es dafür aber noch nicht.

Mit Google Wallet soll sich das komplett ändern, diese App (und die erforderliche Infrastruktur) soll die Brieftasche ersetzen (bzw. ergänzen). Neu ist der Gedanke nicht, Feldversuche gibt es dazu schon seit Jahren, wenn ich mich richtig erinnere, hat auch Coca Cola schon mit Automaten experimentiert.

Das „Geld“ wird in einem gesonderten Chip im Smartphone gespeichert, geschützt ist der Speicher durch PIN (und natürlich Verschlüsselungsverfahren), bezahlt wird durch Auflegen des Smartphones auf einen Leser und die Eingabe des PINs. Fertig. Wie es im Detail funktioniert kann man hier lesen.

Einen Nachteil hat das System noch: Die Verbreitung von Smartphones mit der erforderlichen Technologie ist noch recht gering, sollte aber in naher Zukunft ansteigen. Darüber hinaus müssen die Läden natürlich mit einem passenden Lesegerät ausgestattet sein und genau das wird hierzulande in naher Zukunft kaum zu erwarten sein. Also noch ein wenig gedulden.

Produktiv ist das Ganze noch nicht, Google hat zunächst erst einmal die Funktionalität vorgeführt. Irgendwann wird dann mit der Einführung in den USA begonnen und irgendwann später kommen wir hier in Deutschland wohl auch in den Genuss, mit dem Smartphone an der Tankstelle zu bezahlen. Mal im Auge behalten, schick ist das Verfahren allemal.

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