Die 8 größten Fehler von Blog-Neulingen

Trotz mangelnder Zeit in den letzten Tagen und Wochen (man merkt es an der Posting-Frequenz) überfliege ich natürlich die abonnierten Feeds und lese den einen oder anderen Artikel, wenn es sich irgendwie einrichten lässt. Schon allein, um so halbwegs auf dem laufenden zu bleiben. Gelegentlich kommt mir da der eine oder andere Artikel unter die Finger, bei dem es sehr in den Fingern juckt und manchmal breitet sich der Juckreiz über den ganzen Körper aus und wird so unerträglich, dass mich die Schreibwut befällt und ich nicht mehr anders kann. Vor allem, wenn ich mal wieder absoluten Unsinn von selbsternannten Experten lesen muss.

„Die 7 größten Fehler von Blog-Neulingen und wie man sie sicher vermeidet“ ist das Thema, welches mich heute zum schreiben animiert. Oder vielmehr die Erklärungen des Experten sind es, die ich im Einzelnen mal kommentieren möchte. Beginnen wir mit Punkt 1 der ultimativen Liste:

1. Absolute Unkenntnis der technischen Begebenheiten des Internets im allgemeinen und der Blogosphäre im speziellen

Zitat:

  • Eigener Server vs. Webspace: Als Faustregel sollte man sich merken, daß der eigene Server unablässig ist für jedweden professionellen als auch semi-professionellen Gebrauch eines Blogs, während Webspace – kostenfreier als auch günstiger – allenfalls für wenig ambitionierte Blogger taucht.
  • Wahl der Blog-Software vs. Blog-Anbieter: Aus meiner Sicht ist es unumgänglich WordPress als Blog-Software der Wahl einzusetzen. Flexibilität und Einfachheit sprechen für WordPress, zudem kostet es nichts, denn WP ist Open-Source-Software. Als Blog-Software Nr. 1 hat es sich darob weltweit durchgesetzt. Die Nutzung einer der vielen kostenfreien Blog-Anbieter wie Blogger (Blogspot) oder Blog.de ist grundsätzlich keine schlechte Wahl, sofern man keine großen Ansprüche an seinen Blog hegt. Zu sehr ist man in den Einstellungsmöglichkeiten beschränkt.
  • Grundkenntnisse in Sachen SEO: Um wenigstens gewisse grobe Kenntnisse kommt man nicht umhin. SEO steht für Suchmaschinen-Optimierung und bedeutet, daß man den eigenen Blog für die Erfordernisse von vor allem Google anpassen muß, um von Google nicht abgestraft zu werden. Häufigster Fehler ist und bleibt Duplicate Content.

Oha, das fängt ja gut an. Einen eigenen Webserver muss er haben, der Neublogger. Von Ausfallsicherheit und Loadbalancing lese ich da gar nichts, wie soll ein einzelner Webserver mit den tausenden von Anfragen in der Stunde umgehen können, die über das neue Blog hereinbrechen? Was ist, wenn das System unter der Last zusammenbricht und nicht mehr erreichbar ist? Wie kann man hier vorbeugen? Reicht es, den SQL-Server doppelt auszulegen und ist round robin für die Serverfarm die ideale Lösung oder soll ich direkt auf HA-Lösungen zurückgreifen?

Nun, die Aussagen des „Experten“ sind natürlich Unsinn und zeigen deutlich seine absolute Unkenntnis der technischen Begebenheiten des Internets im allgemeinen und der Blogosphäre im speziellen.
Jeder Webspace ist für einen Einstieg gut genug, sofern der Anbieter eine gewisse Zuverlässigkeit garantieren kann, PHP und MySQL unterstützt werden und man sicher gehen kann, nicht durch einen zufälligen plötzlichen Anstieg der Besucherzahlen in den Ruin getrieben zu werden, weil die Traffic-Kosten das eigene Gehalt übertreffen. Informiert Euch über die Voraussetzungen, die die Blogsoftware Eurer Wahl erwartet und sucht Euch den passenden Webspace für Euren Geldbeutel beim passenden Anbieter. Und selbstverständlich MUSS ES NICHT WordPress sein, mit dem Ihr Eure Beiträge schreibt. WordPress ist durchaus weit verbreitet, wird ständig weiter entwickelt und ist für viele sicherlich recht einfach zu bedienen. Aber es gibt durchaus andere interessante Lösungen, die den Job definitiv genau so gut machen.

Es reicht für viele auch vollkommen aus, bei einem der bekannten Bloghoster mit ein paar Mausklicks ein Blog zu erstellen und dort zu schreiben. Großer Vorteil: Auch technisch unbedarfte können sich so sehr schnell dem widmen, worum es beim bloggen geht: dem Schreiben. Und dafür sind ganz sicher keine Grundkenntnisse ich Sachen SEO nötig. Die benötigt man nur, wenn man im virtuellen Schwanzlängenvergleich einen der vorderen Plätze belegen will. Richtige Blogger sind sich allerdings der Tatsache bewusst, dass Bloggen ganz sicher nichts mit einem Wettstreit zu tun hat, den man in den SERPs austrägt.

A propos Wettstreit:

2. Bloggen ist kein Sprint, sondern ein Marathon

Bloggen ist nichts, was man im Vorbeigehen erledigt und nach wenigen Postings abgeschlossen ist. Es bedarf einer Strategie, um auf Dauer Erfolg haben zu wollen. Man muß sich vergegenwärtigen, daß Bloggen nichts anderes ist, als eine Website dauerhaft zu führen. Aktuelle Inhalte sind ein Muß, kontinuierliches Veröffentlichen neuer Beiträge – also bloggen – nahezu eine Pflicht. Zum Bloggen gehört Ausdauer.

Betrachte ich diese Aussage, dann fällt mir direkt die wichtigste Frage ein, die sich ein angehender Blogger stellen sollte: Weshalb und für wen will ich bloggen? Will ich bloggen, weil ich Alpha-Status erreichen möchte, will ich der wichtigste Blogger auf Erden sein, an dem kein Mensch mehr vorbei kommt? Oder will ich einfach nur bloggen, weil ich Spaß daran habe oder etwas zu sagen habe oder einfach die Dinge heraus lassen möchte, die mich bewegen? Wenn man diese Fragen für sich beantwortet, dann wird man die Aussagen in Punkt 2 recht zügig in der Mappe „Unsinn“ abheften.

Es gibt kein „Muss“, es gibt keine Pflichten. Es ist DEIN Blog, Du schreibst, weil Du etwas schreiben möchtest und nicht, weil Du Dich dazu verpflichtet fühlst. Blogs sind keine Newsticker, die immer und zu jeder Zeit aktuell sein müssen. Du allein entscheidest über Umfang und Häufigkeit Deiner Beiträge. Und niemand sonst…

3. Kein klares Blog-Profil und keine eindeutiger Fokus und Ziel

Um wenigstens 2 Fragen kommt man nicht umhin: Warum und weshalb willst Du bloggen? Was möchtest Du erreichen? Anhand dieser Fragen sollte man seinen Blog ausrichten. Es gilt Dritte, nämlich Leser, von seinem Blog zu überzeugen. Erforderlich ist hierzu, daß man den potentiellen Lesern aufzeigt, was sie von Deinem Blog konkret an Hilfe und Informationen erwarten können.

Diese Fragen habe ich in ähnlicher Form schon ein paar Zeilen weiter oben aufgeworfen. Allerdings in einem etwas anderen Kontext. Hier tauchen sie wieder auf und sollen zu der Erkenntnis führen, dass man als Blogger eine Verantwortung gegenüber seinen potentiellen und tatsächlichen Lesern hat. Diese Verantwortung hat man sicherlich in begrenztem Maße, allerdings nicht unter dem Gesichtspunkt, den Lesern gegenüber eine Verpflichtung einzugehen. Wieder daran denken: Es ist DEIN Blog! Wenn Du also Experte auf einem bestimmten Gebiet bist und andere an Deinem Wissen teilhaben lassen möchtest, dann mach es. Wenn Dich einfach nervt, was Tag für Tag in der Welt passiert, dann schreib darüber. Und wenn Dir jeden Tag etwas vollkommen anderes einfällt, dann füll Dein Blog eben damit. Es soll ja sogar Leute geben, die einfach nur über ihren Alltag berichten, hört hört! Wer etwas davon lesen will, wird es tun.

4. Falsche und damit zumeist völlig überzogene Erwartungen bzgl. Traffic und Geld-Verdienstmöglichkeiten

Übernachterfolge von Blogs, die von heute auf morgen tausende Besucher auf sich ziehen und massig Geld machen sind derart selten, daß man keinen Gedanken an die Möglichkeit dieser Form des Blog-Erfolgs verschwenden sollte. Weit eher könnte man einen Lotto-Gewinn als Einnahmequelle fest einplanen. Geld kann man prima mit Blogs verdienen und auch Traffic ist kein Problem – sofern man weiß, wie man es macht. Tips und Erfahrungen alteingesessener Blogger sind daher als Referenz unumgänglich.

In diesem Abschnitt werden die wahren Ambitionen des Verfassers mehr als deutlich heraus gestellt. Er füllt sein Blog einzig und allein aus einem Grund: Er will damit Geld verdienen. Wenn das für Dich der Grund ist, weshalb Du mit dem Bloggen anfangen möchtest – vergiss es. In jedem Aushilfsjob wirst Du die nächsten Jahre mehr Geld verdienen als mit Deinem Blog. Und glaube mir: die meisten Leser werden recht schnell merken, dass Geld der Grund ist, weshalb Du bloggst. Sollte es dennoch Dein Ziel sein, dann gelten manche der hier zitierten und kommentierten Aussagen möglicherweise für Dich. Aber bereite Dich auf einen langen Weg vor…

5. Keine PR-Strategie, um Leser gezielt und systematisch erschließen zu können

Stell Dir vor, jemand hat das Geheimnis ewigen Lebens enthüllt, doch außer ihm weiß es niemand. Ohne PR geht es auch in der Blogosphäre nicht, im Gegenteil. Man muß Werbung für seinen Blog machen. Die Leute müssen wissen, daß Du mit Deinem Blog gewisse Themen ansprichst.

Leser sind keine Rohstoffe, die man erschließen muss. Leser sind etwas was man sich verdient, wenn man interessante Themen behandelt, interessant schreibt oder vielleicht auch einfach nur unterhaltsam ist. Sicherlich sollte man ein wenig umtriebig sein, um dem eigenen Blog ein gewisses Maß an Erstbesuchern zu gönnen. Verlinkung fremder Beiträge wäre da ein Punkt, Kommentare in anderen Blogs ein weiterer. Verlinkungsorgien in Yigg & Co. zählen aber eher zu den schlechtesten Methoden, um Leser zu buhlen. Kurzfristig mag man so vielleicht eine gewisse Anzahl von Besuchern anlocken, bietet man ihnen jedoch nur irrelevante Informationen, sind sie genau so schnell wieder weg und fühlen sich über kurz oder lang genervt von den ständigen Verlinkungen in den diversen „Social“-Diensten.

6. Falsche Textgestaltung und fehlende Berücksichtigung der Lesegewohnheiten im Internet

Grundsätzlich ähnelt das Publizieren von Texten im Internet jener Form, wie es auch mit Büchern und Zeitungen getan wird. Allerdings gibt es auch und gerade durch die technischen Möglichkeiten des Internets Unterschiede, die es zu berücksichtigen gilt. Struktur und Gestaltung heben sich von herkömmlichen Medien ab. Wer diese neuen Techniken anzuwenden weiß, verbessert seinen Blog ernorm.

Sicherlich ist dieser Punkt nicht vollkommen irrelevant. Aber: Vieles davon ist sehr vom eigenen Geschmack geprägt. Es gibt nicht DIE Lesegewohnheit, genau so wie es nicht nur DIE eine Methode gibt, ein Steak zuzubereiten. Es gibt gewisse Grundregeln zu beachten – ein Steak schmeckt beispielsweise überhaupt nicht, wenn es vollkommen verkohlt ist. Und Texte sind nahezu ungenießbar, wenn sie aus einem wilden Buchstabenhaufen bestehen.

Ein Text sollte durchaus leserlich formatiert sein und in einer Schriftgröße daher kommen, die man ohne Lupe entziffern kann. Hilfreich ist auch, wenn man die Buchstaben vor dem Hintergrund klar erkennen kann. Eine gewisse Struktur ist sehr hilfreich, Absätze sind hier nützlich, Zwischenüberschriften etc. Lange Buchstabensalate ermüden nun einmal beim lesen, deshalb einfach ein wenig darauf achten wie Texte formatiert sind, die Dich ansprechen. Wenn es Dir gefällt, muss es nicht allen anderen zusagen. Aber sicherlich werden sich Personen finden, die Deinen Geschmack teilen.

7. Das Nichtberücksichtigen von Infos, Tips und Tricks der Experten

Experten-Blogs sind wie Fachmagazine. Spezielle Themen rund um das Bloggen werden etwa auf (hier das „Experten“-Blog Deiner Wahl einsetzen) behandelt, damit Du Dich auf Bloggen konzentrieren kannst. Ist ein Update Deiner Blog-Software herausgekommen? Gibt es neue Geldverdienst-Möglichkeiten? Wie kann ich meinen Blog durch Tricks und Kniffe verbessern? Mit diesen Themen kann man sich selbst beschäftigen, oder aber auf Blogs vertrauen, die sich der Aufbereitung dieser Themen verschrieben haben.

Oha, jetzt wird es gemischt. Der Autor will hier dem Leser eines vermitteln: Wenn Du meine Tipps nicht als Evangelium betrachtest und Buchstabe für Buchstabe befolgst, dann wird aus Dir niemals ein Blogger werden. Das bringt mich nun zu meinem letzten und entscheidenden Fehler, den Blog-Neulinge begehen können:

8. Das Befolgen der Anweisungen so genannter „Pro“-Blogger und selbsternannter Blog-Gurus

Ja, jetzt komme ich zur Kernaussage meines Beitrages (recht spät, ich weiß): Jeder, der Dir erklären will wie Du bloggen musst oder sollst, hat nicht verstanden, worum es beim bloggen geht. Bloggen ist kein Wettstreit, bloggen erfordert keine Regeln (mal von den gesetzlichen Bestimmungen abgesehen), bloggen ist letzten Endes nur eine Möglichkeit, sich zu artikulieren. Worüber Du schreibst, ist Dein Ding, in welcher Form das geschieht, Deine Sache. Ob Du 5000 Leser am Tag hast oder nur 100 – spielt alles keine Rolle.

Du bloggst, weil Du etwas zu sagen hast oder Du Dir die Zeit vertreiben willst, vielleicht suchst Du auf diese Weise aber auch Kontakt zu Gleichgesinnten. Natürlich gibt es auch Blogger, die damit Geld verdienen, keine Frage. Es sind meist Experten auf ihrem Gebiet, die irgendwann das Glück hatten, mit ihrem Blog und dem was sie schreiben sehr viele Besucher angelockt zu haben und diese auch halten können. Das lässt sich sicherlich auch in bahre Münze umwandeln, keine Frage. Und natürlich gibt es wie überall auch hier Menschen, die auf einen Zug aufspringen und versuchen, auf diese Weise ihr Einkommen zu sichern und sich zu Blog-Experten aufschwingen, ihr Evangelium als das einzig wahre in die Welt hinaus posaunen und letzten Endes nur Themen aufwärmen und oft genug von dem, was sie da schreiben, nicht wirklich viel Ahnung haben. Diese Menschen erkennst Du meist daran, dass ihre Texte von Hinweisen nur so überquellen, wie wichtig es doch sei, ihre Anweisungen zu befolgen. Sie schmücken sich mit Titeln wie „Pro-Blogger“ und verkaufen seichte, allgemeingültige Floskeln als die ultimativen Tipps.

Vor allem aber wirst Du diese Menschen an einer Tatsache erkennen: In ihren Beiträgen dreht es sich nahezu immer nur darum, wie mit diesem Medium Geld verdient werden kann, wie man möglichst viele Besucher auf sein Blog lockt, wo man wie am besten sein Blog für Werbezwecke anbietet usw. Diese gab es schon immer und wird es auch immer geben. Aber das sind sicherlich nicht diejenigen, die man sich als Vorbild nehmen sollte, wenn man sein erstes eigenes Blog auf die Beine stellt.

In diesem Sinne: Viel Spaß beim bloggen!

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  • Es wird immer wieder Menschen geben, die dir versuchen die Welt zu erklären. Am Anfang sind es Eltern, dann doofe Erzieher(innen), dann die Lehrer und Professoren und am Ende der liebe Gott! Und warum das alles? Weil es die Bildzeitung gibt, die einfach zu viele tägliche Leser hat. Daraus schließe ich den Anteil der Blogger die dir die Welt auf Bildzeitungs-Höhe erklären 😉

  • ebi

    Muss man den blogger kennen, der das Geschrieben hat? 😉 Ich zumindest verstosse wohl gegen sämmtliche Punkte, na und?

  • Pingback: Die 7 größten Blog-Pappnasen und warum ich sie nicht im Feed habe auf F!XMBR()

  • Pingback: momworx » Mist, wieder alles falsch gemacht.()

  • 100% agree – jeder sollte seine eigene Intention in seinen Blog stecken und wenns für die meisten ist – Luft rauszulassen und über den Alltag oder auch mal politishe Themen zu schreiben dann ist es gut.

    Ich selbst schreibe meinen Blog, damit man mich etwas besser kennenlernt

  • Sein primärer Fokus liegt auf Schwanzvergleich und Verdienst. Aus dieser Sicht mag das richtig sein, was er schreibt. Die restlichen 90% der Blogger sollten diese Beitrag am besten gar nicht beachten.

  • Pingback: -=Discobeats=-()

  • Mat

    Ok, den ersten und den letzten Punkt kann man sich getrost knicken ( bei Punkt eins zumindest den ersten Teil), zwischendrin ist so einiges nicht falsch. Eine eigene Domain mit Webspace ist mit Sicherheit deutlich vorteilhafter als irgendeine Subdomain bei einem Bloghoster. Und kostentechnisch tut sich das ja nicht viel, günstige und gute Webspacepakete gibbet ja für kleines Geld.

  • Sach mal. Schon mal überlegt zu „probloggen“ ? Wirklich ein guter Artikel mit ner Menge guter Tipps. Vielleicht schlummert da ja ein richtiger Pro-Blogger in Dir?! 😀

    Ich stimme Dir zu was die Sache angeht, allerdings will ich eins anmerken. Erstens macht Rene keinen Hehl daraus, dass er bloggt um Geld zu verdienen, zweitens sollte man Blogger die offen für Kommerz sind nicht gleich dafür verdammen.

    Und des weiteren muss man Rene einfach lassen, dass er tatsächliche eine riesen Portion Aufmerksamkeit auf sich zieht mit seinem Blog. Und wenn solche Artikel wie Deiner massenhaft im Netz aufpoppen, dann kann er nicht alles soooo falsch machen. Tatsächlich kommt die meiste Häme von Leuten die wirklich null Erfolg mit ihrem Blog haben und ganz einfach neidisch sind. Damit meine ich Dich speziell allerdings ausdrücklich nicht. Xsized muss sich den Schuh nicht anziehen.

    Aber Du hast Dich nicht wirklich so richtig aufgeregt bei dem Artikel, oder? Ich hoffe ja nicht, ansonsten: Take it easy, homes. Isses nicht wert.

  • Danke, ich hatte diesen Müll auch gelesen und wollte eine Replik schreiben. War’s mir dann aber nicht wert…

  • Ich stimme im Großen und Ganzen mit dir überein. Bloggen sollte aus der eigenen Persönlichkeit heraus entstehen und Spaß machen. Dass es genügend Leute gibt, die es aus anderen Gründen machen und denken sie werden davon reich, sehen ihre Fehler meistens sehr schnell ein, überdenken ihre Projekte oder suchen sich einfach ein anderes Hobby. Oder stopfen ihre Blogs weiterhin mit Buttons, GoogleAds und Pop-Ups zu, so dass sie wenigstens selbst der Ansicht sind, sie hätten Erfolg. Oder sowas ähnliches.

    Solche Menschen tun mir einerseits nur leid, aber andererseits gehen sie mir auch getrost am Arsch vorbei. Es gibt genügend gute Blogger, die aus einer inneren Leidenschaft bloggen und nicht einen Gedanken an Erfolg oder Geld verschwenden. Oder ihre Besucher nur dazu bringen wollen, auf irgendwelche Textwerbungen zu klicken. Macht ruhig weiter in eurer Problogger-Welt. Aber passt auf: Die Luft da oben ist sehr dünn.

  • Nein, wirklich aufgeregt hat mich der Artikel nicht, eher hat er mich zu intensivem Kopfschütteln angeregt. Aber letzten Endes überwog dann das Jucken und ich habe nachgegeben 😉

    Kein Hehl aus kommerziellen Absichten zu machen ist natürlich die eine Sache, will nicht bestreiten, dass er offen damit umgeht. Ist auch in Ordnung, habe damit prinzipiell kein Problem. Ich finde es lediglich überheblich, seichte Kost, die zum Teil grundlegende Falschaussagen oder Fehlbeurteilungen beinhaltet, als ultimative Lösung zu verkaufen. Bzw. denjenigen, die sich tatsächlich für das Medium Blog interessieren, lauwarmen Unsinn zu vermitteln. So etwas weckt in mir das Bedürfnis, korrigierend zu reagieren bzw. zumindest meine Sicht der Dinge darzustellen.

    Blogbashing ist nicht mein Ding, normalerweise halte ich mich mit solchen Beiträgen zurück. Aber manchmal ist der Juckreiz eben so stark, dass auch waschen nicht hilft.

  • Ich lese den Blog selbst nicht, aber ich bin nun schon zweimal über den „Hype“ in der Blogsphäre auf den Blog aufmerksam geworden. Irgendwer sagt doch mal: „Es gibt keine schlechte Presse“ (oder so ähnlich), daher macht er alles richtig, er kriegt links und Besucher (und sicher werden einige auf seinem Blog hängenbleiben). Wenn ich mir jetzt aber ein paar Punkte davon durchlese muss ich auch sagen, unterschreiben könnte ich die auch nicht…

  • Ich möchte mich zu diesem Quatsch nicht äussern.

  • Ich stimme Chris zu. Die Behauptungen die dort aufgestellt werden sind hanebüchen aber sein Ziel hat er damit erreicht.

  • Hallo,
    einige der Kommentare verstehe ich nicht. Ihren Artikel fand ich gut. Vor allem die Anregung, sich genau zu überlegen, warum man bloggt und was man eigentlich zu sagen hat, nehme ich mit.
    Freundlichen Gruß
    Roland Kopp-Wichmann

  • Pingback: Die 7 Blog-Pappnasen at blog.gauner.org()

  • Du nimmst mir die Worte aus dem Mund.
    Gerade wollte ich einen Beitrag schreiben: ‚Die größten Fehler von Blog-Neulingen, wer bietet mehr?‘
    Man lernt doch nur aus seinen Fehlern, am ehesten wenn man sie selbst macht. Jeder hat mal angefangen, man kämpft mit der Technik, mit dem Inhalt, liest sich sein Wissen an und schreibt noch was – ist doch toll!
    In Bezug auf was machen die Neulinge denn Fehler? Ich denke die machen das schon richtig!
    Mein Tip an Anfänger: Vergesst die ganzen SEO-Tips, bringt nicht viel, wie man an den SEO-Blogs sieht..
    Jetzt setzte ich den Kommentar doch noch bei mir rein – wäre wohl auch als Trackback gegangen
    Grüsse, Jörn

  • Pingback: Die größten Fehler von Blog-Neulingen, wer bietet mehr? - BlogDot :: pin the point()

  • @Joern: Naja so ganz sollte man SEO auch nicht vergessen. Ich habe jetzt meinen ersten Blog gestartet. Sicherlich wenige Leser aber am Tag seit 2 Monaten über 100 Besucher täglich, die von Suchmaschinen kommen. Für mich schon mein kleiner Erfolg :mrgreen:

    Trotzdem netter Beitrag.

  • Ich ging bisher davon aus, dass der Autor seine Tipps als Satire geschrieben hat… das kann der doch garnicht ernst nehmen.

  • @Heinrich:

    die Bild kann man auch lesen?!? Wozu dann die vielen bunten Bildchen? Ist doch ein Bilderbuch für Analphabeten.

    cu, w0lf.

    ps: dinge zu addieren fällt mir morgens besonders schwer – das gilt prinzipiell für ALLE dinge mathematischer natur VOR 9 uhr morgens!

  • Prima! Ja man glaubt es kaum, es gibt sogar Hobby Blogger, die das aus Lust an der Freude tun.
    Danke für die „Gegendarstellung“ und Ermunterung an unseren Bloggernachwuchs 🙂

  • achso iss das? ich dachte, mr problogger schreibt seine aritkel bewusst so provokativ um bei anderen ins gespräch zu kommen. scheint ihm ja ganz gut zu gelingen.

    ich sehe das alles recht locker: ein problogger holt sich eine domain, die so klingt, wie das, was er bloggen will. er bloggt tipps, die er am meisten selber befolgt um so zu werden, wie er meint, ein guter blogger zu sein habe. tatsächlich merkt er nicht, dass der problogger an sich aus sicht der authentischen blogger schon kein erstrebenswerter idealtypus ist. lasst ihn doch im glauben, wir bloggten um problogger zu werden, denn jeder problogger hat sich in wahrheit am meisten davon entfernt, was einen blogger eigentlich ausmacht ;-p

  • Pingback: granad sein Block!()

  • Uli

    Kann ich Deinen Beitrag bitte irgendwo mit-unterschreiben 😈 …

    Hatte den Artikel bei Rene schon gestern gelesen und mir eine Stellungsnahme bisher verkniffen. Interessanterweise hatte Dirk von blogscout.de Mitte Juli ebenfalls einige Blogger-Tipps zum Besten gegeben, welche exakt in die gegenteilige Richtung zielten, aber dadurch auch nicht wirklich brauchbar waren. 6 Woche später hatte er das Handtuch komplett geschmissen…

  • hey, nichts gegen dirks blogger tipps :-p aber dass sie nicht viel „bringen“ mag stimmen… anleitungen zum bloggen sind sinnlos. entweder man ist zum bloggen geboren oder nicht. das motiv gibt richtung und stil vor.

  • Wow, gut geschrieben … bei Punkt 1 dachte ich ja erst „Boah, schon wieder so ein Wichtigtuer, aber jetzt werd ich son scheiss dochmal kommentieren“ 😉 aber dann wurde ich ja eines besseren belehrt.

    Interessant auch der offenbar festgesetzte Mythos, man hätte durch eine eigene Domain und eigenen Webspace Vorteile bei google.
    Ich kann jedem versichern: Dem ist nicht so. Ich steche mit meinem twoday-blog locker ganze Massen an Pro-Blogs aus, wenn ich zufällig mal ähnliche Themen anspreche.

    Und OK, das erfüllt mich kleinen Blogwurm schon mit Stolz 😉

  • Es ist unglaublich mit was für Fehlinformationen dieser Blogger die Leute „füttert“. Bei yigg gab’s ja auch schon einige Diskussionen über sein Blogverhalten…

  • @gutschein:

    ehrlich gesagt kann ich die ganze aufregung nicht verstehen. bei gewöhnlichen medien ist ebenso bekannt, wieviel fehlinformation/propaganda sie betreiben und wann wird das schonmal aufgegriffen?! lasst ihn doch seine version der wahrheit hinausposaunen.
    gehör finden wird er nur bei leuten, die nicht wahrnehmen, wie er sich allein schon durch seine vielzähligen rechtschreibfehler diskreditiert…

  • Meine Omma sagt immer, wenn’s juckt, muss man kratzen. Für einen Einsteiger ist es aber nicht leicht die guten von den Flachpfeifen zu unterscheiden, sonst würden fast alle die ct‘ lesen und nicht die Computer Blöd.
    Ich bin beruflich Software Entwickler. Da war das Aufsetzen von wordpress viel einfacher als das Erlernen der Blog Gepflogenheiten.

    Übrigens bei Linux beherscht schon der Datei Explorer (bei mir Konquerror) von Haus aus FTP. :mrgreen:

    Gero

  • Pingback: Bender Zone » Was man als Blog-Neuling falsch machen kann()

  • Spät, da ich eben erst über diesen unsäglich 7er Artikel gestolpert bin, aber das tut meinem Zuspruch zu deinen Zeilen keinen Abbruch.
    Ich hätte ja kotzen können, als ich las, was der Herr ansonsten noch für Güldene Tipps bereit hält, um uns das bloggen beizubringenblogger – also ganz abgesehen von dem 7er beitrag.
    Ich denke die Domain Contraleser würde besser zu ihm passen.

  • Hallo,

    ich hätte eine Frage. Und zwar soll ich für das Projekt (hier stand eine URL) ein Blog anlegen mit eigenem Template. Alles kein Ding, auch nicht der erste Blog. Aber nun die Frage: Wo soll der Blog erreichbar sein? Eigene Domain? Subdomain, oder Unterordner /blog?

    Habt ihr damit Erfahrungen?

    Gruss Nils

  • Mal abgesehen davon, dass ich Links, die nach Spam riechen, aus den Kommentaren entferne: Ich würde eine Subdomain verwenden.

  • Hallo Xsized,

    tut mir Leid. Spamen war sicherlich nicht meine Absicht. Ich glaube mich daran zu erinnern, dass unser Freund Matt Cutts einmal von deinem Standard sprach, bei dem Blogs generell in einem Unterordner /blog angelegt werden (s. seine Seite). Woher nimmst Du den Verdacht eine Subdomain kommt besser an (ob nun bei Suchmaschinen oder bei Besuchern?)

    Gruss & Sorry nochmal,
    ein lieber Nils 🙂

  • @ Nils

    wenn du das mit dem Herrn Cutts ernst meinst, dann hast du definitiv nicht die Aussage dieses Artikels verstanden oder gar gelesen.

    Gruß aus Bochum

  • Kann ich voll unterschreiben. Vor allem Punkt Nummer 4!

  • Die 8 größten Fehler von Blog-Neulingen http://is.gd/hzFi

  • Die 8 größten Fehler von Blog-Neulingen http://is.gd/hzFi

  • ein wirklich toller Beitrag zum Thema Bloggen – Du sprichst glaube ich vielen aus der Seele damit! Für mich erfüllt das Bloggen noch mehrere Zwecke: die Möglichkeit, eine Art Tagebuch zu führen und dieses fast überall auf der Welt einsehen zu können und mit anderen zu teilen oder vor allem auch Netzwerken. Ich finde es toll, auf diesen Beitrag gestoßen zu sein, was ohne diese Vernetzung nicht möglich gewesen wäre. Blog n Roll!

  • hab mich von Dir inspirieren lassen: http://gentle-rocker.blog.de/2009/01/29/sinn-bloggens-5467897/ . Hoffe das funktioniert jetzt – ich habe einfach keinen Plan von Trackbacks und so^^

  • 8 Fehler? Wieso Fehler? Warum sollte ein Blog Erfolg haben? Kleinkarierte Möchtegerns, die nach Beifall heischen. Haben sie es so nötig?

  • @Susan: Bin jetzt nicht ganz sicher, ob Du meinen Beitrag nicht wirklich gelesen hast oder Dich auf den von mir kommentierten Artikel beziehst.

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