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Angespielt: Diablo 3 beta

Gestern Abend hatte ich die Gelegenheit, für ein paar Stunden die Beta von Diablo 3 zu testen. So viel vorweg: Das Sammelfieber hat mich sofort wieder gepackt, vom ersten Moment an. Aber bevor ich detaillierter auf Diablo 3 eingehe, möchte ich erst mal eine Spoilerwarnung aussprechen. Wer sich die Vorfreude nicht verderben möchte, sollte ab jetzt nicht mehr weiterlesen.

Der Einstieg ins Spiel geht ziemlich flott. Characterklasse auswählen, Name vergeben und rein in die Kampagne. In der Beta handelt es sich meines Wissens dabei um die erste Hälfte der ersten von insgesamt 4 Kampagnen. Unser Held startet einsam an einer kleinen Hütte und darf sich zunächst den Weg zur Stadt freikämpfen. Die Steuerung verhält sich wie gewohnt – per Mausklick wird gelaufen und geprügelt. Fertig. Mehr gibt es nicht, mehr braucht es auch nicht – genau deshalb spielt man ja Diablo.
Über die linke und der rechte Maustaste wird jeweils eine Fähigkeit abgerufen, darüber hinaus kann (zunächst) über die Zifferntaste 1 eine weitere Fähigkeit ausgeführt werden. Ab Level 6 kommt eine weitere aktive Fähigkeit hinzu (auf Taste 2), ab Level 12 die nächste usw. Neue Skills bekommt man mit jedem Levelaufstieg, daher muss man recht bald überlegen, welche der zur Verfügung stehenden Fähigkeiten man denn nun aktiv nutzen möchte… Welche Fähigkeiten es für die einzelnen Klassen gibt und wie das Skillsystem funktioniert, könnt Ihr bereits im Fertigkeitsrechner ausprobieren.

Zur Handlung und zu den Quests möchte ich noch nichts sagen, zu sehr spoilern möchte ich auch nicht. Aber zur Grafik. Die ist recht schick und stimmig, auch die Atmosphäre kommt sehr gut rüber. Wer hier jedoch weltbewegendes erwartet, wird definitiv enttäuscht, denn atemberaubend ist die Grafik nicht, technisch ginge da sicher noch einiges. Aber sie passt und ist schick anzuschauen. Die Glitzibuntileuchtundglitzer-Effekte werden glücklicherweise nur wohldosiert verwendet, Erblindungsgefahr wie bei so manchem Asia-Game besteht also keine.
Ob sich grafisch bis zum Release noch etwas ändern wird weiß ich nicht, manche Charakter-Animationen wirkten schon ein wenig…hmmmm…rustikal. Was aber möglicherweise auch dem Umstand geschuldet sein könnte, dass ich die Beta kaum ruckelfrei spielen konnte und zum Teil die Animationen für bis zu 2-3 Sekunden hingen, bevor es weiter ging. Ich bin aber überzeugt, dass das in der finalen Version ganz sicher nicht mehr der Fall sein wird.

Aber zurück zur Grafik an sich. Wie bereits geschrieben: stimmungsvoll und passend, aber sicher nicht auf allerhöchstem Niveau. Das fällt aber nach kurzer Zeit kaum noch auf und man ist eher ins Spielgeschehen versunken, als dass man sich noch Gedanken um Verbesserungsmöglichkeiten machen würde. Atmosphärische Effekte wie dezente Nebelschwaden etc. gibt es ebenfalls – die Stimmung passt also. Darüber hinaus passiert eigentlich immer wieder irgendwo etwas, sei es, dass irgendwo eine Ruine beim Vorbeigehen einstürzt oder eine Wand zusammenbricht… Ein paar mehr dieser geskripteten Aktionen abseits vom Spielgeschehen hätten mir durchaus gefallen, das wirkt insgesamt noch realistischer. Aber ok.

Was mir aber tatsächlich fehlt ist ein stufenloser Zoom in die Grafik. Wie gewohnt schaut man in der ISO-Perspektive auf seinen Helden, aber eben starr. Es war im Vorfeld klar, dass es keinen Zoom geben würde, daher verwundert mich ein wenig die Tatsache, dass es trotzdem eine umschaltbare Zoomstufe gibt. Per Tastendruck (per Default die Taste Z) zoomt man relativ nah an das Spielgeschehen heran – oder wieder hinaus. Aber genau der Bereich dazwischen wäre interessant gewesen. Schade, aber man kann leider nicht alles haben.

À propos haben: Wer die älteren Diablo-Titel kennt, erinnert sich ganz sicher noch an die wilden Sortierorgien im Inventar. Items umstapeln, bis man doch noch irgendwo den Speer unterbringen kann, der einem gerade zu Füßen liegt. “Tetris spielen” nannten wir das immer. Nun, das scheint glücklicherweise der Vergangenheit anzugehören, denn in der Beta bekam ich relativ schnell ein kleines “Kesselchen” (Kessel von Jordan), mit dem man Items verkaufen kann. Egal, wo man sich befindet. Etwas später kommt der Nepalemwürfel hinzu, der Items zerlegt und dabei verschiedene Handwerksmaterialien aus den Gegenständen zurück gewinnt. Wertvolle Gegenstände liefern zudem noch Essenzen, die man später zum craften neuer Gegenstände benötigt. Weder Kessel noch Würfel belegen dabei Platz im Inventar sondern sie werden wie andere Items ausgerüstet. Das Handwerkssystem habe ich übrigens nicht großartig getestet, ich habe mir mal 2 Items anfertigen lassen, das war auch schon alles.

Einen weiteren Platz spart man sich im Inventar ein, da es keine Portalrollen mehr gibt. Ihr kennt das sicher noch: Möglichst viele Portalrollen mitführen, um immer schnell mal zum Verkaufen zurück in die Stadt zu können… Entfällt. Zumindest das Mitführen der Rollen. Den Ihr erhaltet in einem Quest den Stein der Heimkehr (wird ebenfalls ausgerüstet und liegt nicht im Inventar herum), mit dem Ihr Euch zu jeder Zeit in die Stadt teleportieren könnt. Dort erscheint dann das bekannte blaue Portal, durch das Ihr wieder zurück ins Kampfgeschehen findet.

Allerdings werden die meisten von Euch wahrscheinlich wie ich dennoch einen Platz im Inventar für Rollen reservieren. Irgendwann findet man nämlich die ersten Rollen “Scroll of Companion” (ob man sie später auch kaufen kann weiß ich nicht). Diese Rollen sind recht praktisch, ruft ihre Verwendung doch einen kleinen Begleiter herbei, der für Euch das Gold einsammelt. Zumindest ein paar Minuten lang, dann verschwindet der Begleiter wieder. Ungemein praktisch, man muss sich nicht mehr für jede Münze selber bücken. Die Begleiter sind Tiere, wie viel unterschiedliche Tiere es gibt, weiß ich allerdings nicht. Ich hatte die Schlange, die Ratte, das Schwein und das Huhn. Gut möglich, dass es noch ein paar mehr gibt. Aber ich würde mir wünschen, dass so ein Begleiter weeeeeesentlich länger bei mir bliebe. ;)

Begleitet werdet Ihr an verschiedenen Stellen im Spiel außerdem auch noch von NPCs, beispielsweise, nachdem Ihr im Rahmen einer Quest jemanden befreit habt. Der NPC kämpft mit Euch, bis die Quest beendet ist und in manchen Fällen werdet Ihr anschließend gefragt, ob der Begleiter bei Euch bleiben soll. Das passierte zum Beispiel in der Kathedrale, bevor man sich auf den Weg zum Endboss (dieses Kapitels) macht. Ich wollte, insofern war der Kampf gegen den Skelettkönig dann tatsächlich nicht all zu schwierig. Drei verschiedene Begleiter lassen sich später insgesamt anwerben, gesehen habe ich lediglich den Templer Kormac.

Getötete Gegner hinterlassen wie gewohnt Gold, Waffen, Kleidung und andere mehr oder weniger nützliche Inventarfüller. Sie hinterlassen aber auch diverse Tränke und – das gefällt mir besonders – Heilkugeln, die sofort beim Aufnehmen aktiviert werden. Man kann sich also auch in größeren Ansammlungen von Gegnern zwischendurch allein durch Aufsammeln dieser Kugeln heilen und dabei voll auf das Prügeln/Zaubern konzentrieren. Reicht natürlich nicht immer aus, was ich selbst mehfach erfahren musste… Ach ja – Gegner gibt es reichlich, Sorge um ausreichend Material zum Schnetzeln muss man sich wirklich keine machen.

Kommen wir zu den Klassen: Ich werde jetzt nicht alle Klassen im Detail vorstellen, die Zeit war einfach viel zu kurz, um alle antesten zu können. Wer weitere Informationen zu den Klassen lesen möchte, folgt einfach den Links und liest dort nach. Zur Auswahl stehen der Barbar (Barbarian), der Mönch (Monk), Dämonenjäger (Demon Hunter), Hexendoktor (Witch Doctor) und der Zauberer (Wizard). Ich wollte ursprünglich den Barbaren spielen, hab mich dann aber auf Empfehlung doch für den Monk entschieden und einfach mal den ausprobiert (falls sich jemand wundern sollte, weshalb mein Monk auf den Screenshots Einhandwaffe und Schild trägt: ganz einfach, weil er es kann…). Sämtliche Characterklassen existieren natürlich in einer männlichen und weiblichen Variante. Darüber hinaus gibt es allerdings keinerlei Gestaltungsmöglichkeiten, was ich auch ein wenig schade finde, etwas mehr Individualität hätte mir gefallen. Das Einzige, was noch gestaltet werden kann, ist Eure Standarte.

Der Monk spielt sich ganz ordentlich, er ist ein Nahkämpfer mit Heilfähigkeiten, irgendwie so ein Zwischending zwischen Barbar und Paladin (ja, das wird ihm nicht gerecht, ich weiß). Die Stimme des Monk hat einen starken russischen Akzent, weshalb ich in Kombination mit seinem Äußeren sofort an Rasputin erinnert wurde. Wie viel davon dann in der deutschen Version noch vorhanden sein wird ist offen, allerdings zählt Blizzard schon zu den Entwicklern, die sich auch mit den Übersetzungen immer reichlich Mühe gegeben haben. Schauen wir mal.

Tja…was gäbe es sonst noch zu berichten? Das Auktionshaus habe ich mir kurz angeschaut, aber weder gekauft noch verkauft. Wirkt aufgeräumt und anständig bedienbar, wie es dann später zu handhaben ist, wenn es gut gefüllt ist, wird sich zeigen. Um das Auktionshaus zu besuchen, müsst Ihr übrigens zurück zum Auswahlbildschirm, dort befindet sich dann der Button für das Auktionshaus. Gold steht grundsätzlich accountübergreifend jedem Char zur Verfügung, hin und herschaufeln des Goldes ist also unnötig. Für Items gibt es die bekannte Truhe in der Stadt, was sich darin befindet, kann von jedem Character des Accounts entnommen werden.

Was ich nicht ausprobiert habe ist der PvP-Modus (ich mag kein PvP) und auch den Coop-Modus konnte ich mangels Zeit und Gelegenheit nicht antesten. Gerade auf letzteren freuen sich meine Freundin und ich ganz besonders, denn unsere gemeinsamen Abenteuer mit Diablo 2 sind unvergessen ;) Ihr dürft also davon ausgehen, dass auch nach meinem Test 2 Versionen als bestellt angesehen werden können.

Wer noch eine weitere Meinung zur Diablo 3 beta lesen möchte, schaut einfach mal zu Tom rüber.

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Testbericht: Das HTC Desire S im Praxistest

Gut 2 Wochen teste ich inzwischen das HTC Desire S und nun ist es an der Zeit, mal etwas ausführlicher über das Gerät zu berichten.

Dass das Gerät sehr gut in der Hand liegt hatte ich bereits berichtet. Es fühlt sich wertig an und wirkt sehr stabil. Einen großen Anteil daran hat sicherlich das aus einem Stück gefertigte Aluminium-Gehäuse. Mir persönlich gefällt das um einiges besser als das Plastik-Feeling wie bspw. beim Galaxy. Wie stabil es tatsächlich ist habe ich natürlich nicht getestet, ich lasse nur ungern Geräte fallen, schon gar nicht, wenn es nicht meine eigenen sind ;) Aber ich habe den Eindruck, das Desire S könnte solch einen Sturz durchaus problemlos überleben. Auf der Rückseite befinden sich 2 Plastikabedeckungen (die nicht mal auf Anhieb als solche erkennbar sind). Die untere Abdeckung kann entfernt werden, um an microSD- und SIM-Slot sowie an den Akku zu gelangen. Insgesamt sieht das Gerät schick aus und hat diesen typischen “Will ich mal in die Hand nehmen”-Faktor.

Das Desire S ist in Bezug auf Hard- und Software sicher keine Revolution, aber eine konsequente Weiterentwicklung des Desire. Die Verbesserungen stecken im Detail und an vielen Stellen fühlt es sich einfach als das “bessere Desire” an. Die Gewöhnung an die Touch-Sensoren statt der Hardwaretasten ging eigentlich ziemlich flott, entgegen meinen Befürchtungen gab es auch keinerlei versehentliche Fehleingaben, wie sie mir damals bei meinem Wildfire-Test ständig passierten. Auch wenn ich echte Tasten nach wie vor bevorzuge, kann ich hier mit den Sensoren inzwischen sehr gut leben.Der nun auf der linken Längsseite angebrachte USB-Anschluss missfällt mir, er stört schon irgendwie, wenn man das Gerät gerade lädt und dabei trotzdem benutzen möchte. Aufgefallen ist mir darüber hinaus auch ein schmaler Spalt zwischen Display und Gehäuse. Ich befürchte, dass sich hier wahrscheinlich ganz gern etwas Staub ansammelt, auch wenn bisher davon noch nichts zu sehen ist.

Dem Desire S merkt man deutlich den im Vergleich zum Desire erweiterten Speicher an. Obwohl ich schon weitaus mehr Apps als auf meinem Desire installiert habe und davon auch einige im Hintergrund laufen, gibt es keinerlei Engpässe bisher. Mein Desire meldet inzwischen trotz App2SD doch hin und wieder mal Speicherknappheit, das Desire S zeigt sich hier vollkommen unbeeindruckt. Im Lieferumfang ist zudem eine 8GB microSD-Karte enthalten, maximal 32GB können in den Slot gestopft werden. Das Desire S ist spürbar flotter als mein Desire, auch wenn man nicht von einem extremen Geschwindigkeitszuwachs sprechen kann. Die Benchmarks liefern bessere Werte (10%-20% über den Daumen), aber man kann einen Unterschied spüren. Das ist einerseits sicher dem größeren Arbeitsspeicher, andererseits aber auch dem schnelleren Prozessor zu verdanken. Die Eingaben werden ohne Verzögerung angenommen, die Berührungsempfindlichkeit des Displays ist darüber hinaus vollkommen in Ordnung.

Wie in meinem ersten Eindruck schon beschrieben kommt das HTC Desire S mit Android 2.3.3 und Sense 2.1. Hier sieht man sehr schnell die Verbesserungen gegenüber dem Desire. Zieht man beispielsweise die Banchrichtigungsleiste nach unten, dann tauchen hier nicht mehr nur die Benachrichtigungen der verschiedenen Apps auf sondern HTC hat hier noch ein paar Erweiterungen eingebaut. Im oberen Bereich werden nun die zuletzt gestarteten (bzw. noch laufenden) Apps angezeigt, man braucht also nicht mehr lange den Home-Button zu drücken um diese zu sehen sondern kann auch auf diese Weise schnell darauf zugreifen. Der Benachrichtigungsbereich ist zudem in 2 Tabs aufgeteilt, im 2. Tab kommt man jetzt schnell an diverse Einstellungsmöglichkeiten und kann mal eben WLAN, Bluetooth, WLAN-Hotspot, GPS und Mobilnetzbetrieb ein- und ausschalten. Gefällt mir, auch wenn ich trotzdem aus Gewohnheit Widgets auf dem Homescreen für die wichtigsten Funktionen nutze…

Die Sense-Oberfläche kann nun noch umfangreicher an den eigenen Geschmack angepasst werden. Nicht nur der Hintergrund sondern das komplette Erscheinungsbild lässt sich über Themes anpassen. Einige werden bereits mitgeliefert, darüber hinaus kann man noch diverse andere herunterladen. Doch das ist noch nicht alles, auch die Belegung der Homescreens lässt sich in so genannten “Szenen” speichern. Nutze ich beispielsweise im Job viel eMail und Co. und möchte aber im Urlaub all diesen Kram von meiner Startseite verbannen und stattdessen lieber Weltzeituhr, MP3-Player, Währungsrechner und Translator schnell im Zugriff haben, dann bastle ich mir einfach 2 unterschiedliche Szenen, zwischen denen ich schnell umschalten kann. Alle 7 Homescreens können pro Szene vollkommen unterschiedlich bestückt werden, eine sehr gute Idee.

Die Auflistung der Apps wurde ebenfalls geringfügig verbessert. Neben der Möglichkeit, die Apps alphabetisch oder nach (Installations-)Datum zu sortieren kann man nun auch die am häufigsten genutzten oder auch nur alle heruntergeladenen Apps anzeigen lassen. Man scrollt auch nicht mehr frei durch die Liste sondern seitenweise, fühlt sich tatsächlich besser an, wenn man eine App sucht. Die mitgelieferten Apps sind OK, auch wenn ich hier noch nicht großartig getestet habe.

Die Akkukapazität des Desire S ist für meinen normalen Gebrauch vollkommen ausreichend. Bei mir sind WiFi und Bluetooth grundsätzlich aktiviert, zu Hause und im Office nutze ich Internet nur über WiFi. Bin ich mit dem Auto unterwegs, ist das Gerät per Bluetooth mit dem Autoradio gekoppelt. Da ich für gewöhnlich die Aktivierung von Bluetooth beim Einsteigen vergesse, bleibt es halt sicherheitshalber immer an. Darüber hinaus sind verschiedene Apps immer aktiv, ich lese diverse Mails auf dem Handy, beantworte auch hin und wieder Mails und das eine oder andere Telefonat findet natürlich auch statt. Damit komme ich ganz bequem über den Tag, im Normalfall zeigt der Ladebalken abends dann im Schnitt noch gut 50% an. Allerdings braucht der Akku ein paar Tage, bis er die volle Kapazität liefert. In den ersten Tagen ist es noch etwas eng, aber nach einer knappen Woche laden über Nacht passt es dann. Das kennt man aber schon…

Im WLAN-Betrieb zeigt sich das Desire S bei mir etwas sensibler als mein privates Desire. An Plätzen in der Wohnung, wo mein Desire zwar minimalen, aber relativ stabilen Empfang hat, verliert das Desire S hin und wieder doch mal die Verbindung. Ob das ein (korrigierbares) ROM-Problem ist oder an der Hardware liegt kann ich nicht überprüfen. Darüber hinaus kommen mir die Downloads mit dem Desire S ein gutes Stück flotter vor, das schrieb ich ja bereits in meinem ersten Beitrag. Der Seitenaufbau im Browser (ich nutze den Miren Browser) geht flott, die Ladezeiten sind auch in Ordnung. Zoomen in den Seiten geht übergangslos und ohne Stocken oder Denkpausen, beim Drehen des Geräts dauert das Umschalten in den Landscape-Modus gefühlt eine knappe Sekunde.

Alles in allem ist das HTC Desire S ein würdiger Nachfolger des Desire. Nicht das Top-Gerät von HTC (das dürfte ja wohl das Sensation sein), aber ein wirklich ordentlicher Androide, der sich überhaupt nicht verstecken muss. Die Verbesserungen in HTC Sense gefallen mir, das Gerät selbst gefällt mir, die Nutzung macht Spaß und ich habe nichts gefunden, was mich wirklich nervt (abgesehen von der blöden Positionierung des USB-Anschlusses). Für mich wird es ein kleiner Schritt zurück werden, wenn ich wieder mein Desire benutzen “muss” und ich werde das Gerät auf jeden Fall mit Bedauern zurücksenden.

Fotos der Hardware reiche ich noch nach, werde heute Abend ein kleines Shooting veranstalten. In meinem letzten Beitrag über das Desire S will ich noch kurz auf die beiden Kameras eingehen. Wenn noch jemand Fragen zum Gerät hat, immer her damit, noch ist das Gerät bei mir und noch kann ich gezielt die Dinge überprüfen, die Euch noch interessieren.

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Neues Testgerät eingetroffen: HTC Desire S

Es ist mal wieder Zeit für einen Gerätetest – HTC war so freundlich und hat mir ein neues Gerät für einen Praxistest zur Verfügung gestellt: das HTC Desire S. Ein Auspackvideo wird es bei mir nicht geben, dafür ein paar Worte zu meinem ersten Eindruck, bevor ich in den nächsten Tagen etwas ausführlicher berichten werde.

Das Desire S ist wirklich nur minimal kleiner als mein eigenes Desire (4mm kürzer, der Unterschied bei Breite und Dicke ist lediglich messbar), dennoch fühlt es sich irgendwie wesentlich kleiner an (die Displaygröße ist identisch). Die Tatsache, dass das Desire S 5g weniger wiegt als das Desire wird dafür sicher kaum ausschlaggebend sein, eher wohl das veränderte Profil der Rückseite.

Kopfhöreranschluss und Powerbutton auf der Oberseite haben die Plätze getauscht, statt links muss ich nun rechts drücken, eine mur minimale Umgewöhnung schätze ich. Dafür ist nun aber leider der USB-Anschluss von der Unterseite auf die linke Seite gewandert, was mir bereits beim Wildfire nicht zusagte. Nunja.

Der optische Sensor ist weggefallen, mal schauen, wie ich ohne ihn zurecht kommen werde. Gerade zum Positionieren des Cursors innerhalb von Texten fand ich ihn immer enorm praktisch, ansonsten habe ich ihn nie genutzt. Statt Hardwaretasten wie noch beim Desire haben beim Desire S nun auch berührungsempfindliche Flächen Einzug gehalten, noch bin ich da skeptisch. Allerdings gab es bei meinen ersten Erkundungen noch keinerlei versehentliche Betätigungen wie damals beim Wildfire.

Die Verarbeitung ist ausgezeichnet und das Gerät fühlt sich gewohnt wertig an, keinerlei Plastik-Feeling. An Akku, Speicher- und SIM-Karte kommt man leichter, es muss nicht mehr der komplette Deckel auf der Rückseite entfernt werden sondern lediglich ein kurzes Stück an der Unterseite.

Installiert ist Android 2.3.3 sowie Sense 2.1, auf die auffälligsten Änderungen gehe ich in einem späteren Beitrag noch etwas detaillierter ein. Positiv empfinde ich den mit 1,1GB wesentlich größeren internen Speicher (Desire 512MB) und auch der Ram wurde auf 768MB aufgestockt (Desire 576MB). Der Prozessor ist nach wie vor mit 1GHz getaktet, dennoch ist das Desire S ein gutes Stück flotter als mein Desire. Deutlich aufgefallen ist mir das bei den Installationen meiner wichtigsten Apps, Download und Installation waren blitzschnell. Das schaue ich mir allerdings noch mal im Detail an.

Zur gewohnten Kamera auf der Rückseite hat sich nun auch noch eine Frontcam hinzu gesellt, zudem sind nun 720p-Videoaufnahmen möglich. Zur Qualität der Fotos und Videos kann ich noch nichts sagen, kommt alles noch. Das Display wirkt jedoch wesentlich schärfer und feiner auflösend als bei meinem Desire, ich werde im direkten Vergleich noch prüfen, ob das lediglich ein erster subjektiver Eindruck ist oder nicht.

Alles in allem ist der erste Eindruck sehr gut und ich freue mich darauf, in den nächsten Tagen ein wenig zu experimentieren und das HTC Desire S einem Praxistest zu unterziehen. Die Ergebnisse werdet Ihr natürlich hier lesen können. Und mit ein wenig Glück kann ich in nächster Zeit auch noch ein HTC Flyer zum testen ergattern. Drückt die Daumen ;)

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OS Monitor – Wissen was sie tun (Android)

Manchmal möchte man doch ganz gern wissen, was die Apps auf dem Android-Handy alles im Hintergrund anstellen. Wie viel CPU-Last sie generieren, wie hoch der Speicherverbrauch ist und mit wem sie sich alles unterhalten zum Beispiel.

Eine wirklich nützliche App dafür ist der kostenlose  OS Monitor. OS Monitor listet sehr übersichtlich sämtliche laufende Prozesse auf, wahlweise sortiert nach Name, PID, CPU-Load oder Speicherverbrauch. Systemprozesse lassen sich bei Bedarf ausblenden, was die Übersicht doch wesentlich verbessern kann.

Hat man einen Prozess ausgewählt, dann lässt sich dieser direkt über OS Monitor beenden oder man kann direkt zur jeweiligen App wechseln, wesentlich interessanter ist zum Teil allerdings das Log zu diesem Prozess (siehe folgende Screenshots).

Die Logs sind recht ausführlich, mit allen Informationen kann allerdings auch ich nichts anfangen, dafür stecke ich derzeit nicht tief genug im Thema. Allerdings findet man in diesen Logs unter anderem auch Hinweise darauf, wann eine App Daten übers Netzwerk überträgt und mit wem sie kommuniziert. Was genau gesendet wird ist nicht ersichtlich, aber die kontaktierte Adresse ist in den meisten Fällen schnell erkennbar.

Speziell zur Überprüfung der Netzwerkkommunikation ist der dritte Reiter “Connect” in OS Monitor sehr hilfreich. Hier ist erkennbar, welche Verbindungen aktuell aufgebaut sind und welche App diese initialisiert hat. Einmal auf die jeweilige Verbindung drücken und man bekommt auch via Whois Informationen zur angesprochenen Adresse. Gelegentlich sehr nützlich.

Auf meinem Desire gab es bislang keinerlei Probleme mit Abstürzen und dergleichen, OS Monitor unterstützt auch App2SD. Mit gut 400kB belegt es allerdings ohnehin nicht viel Platz. Für mich eine recht nützliche App, Besitzer eines gerooteten Androids haben zudem noch die Möglichkeit, an der Taktung ihrer CPU zu drehen. Letzteres habe ich allerdings mangels root nicht getestet. Empfehlen kann ich die App aber auf jeden Fall, wenn man mal etwas tiefer unter die Haube schauen möchte.

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