Archiv für Februar, 2007

Da gehen sie hin, unsere Millionen…

Ohne große Worte, einfach selber lesen und anschließend kotzen…

Und Schüler, die sich ein paar Spiele kopieren oder MP3s aus dem Internet ziehen, bekommen die ganze Macht des Gesetzes zu spüren.

Ich sags ja immer, mit solchem Kleinkram darf man sich einfach nicht abgeben. Wenn schon kriminell, dann richtig! Dann kann man sich anschließend in irgendeiner Bananenrepublik einen netten Posten kaufen und dort zur Ruhe setzen. Beispielsweise in Deutschland.

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„Es geht um Töten auf Knopfdruck…“

Uwe Schünemann hat der Netzzeitung ein Interview gegeben, in dem sich (wieder einmal) alles um sein Lieblingsthema „Killerspiele“ und das von ihm herbeigesehnte Verbot derselben dreht. Mal abgesehen von der Tatsache dass ich es vollkommen falsch finde, diesem Herren zu diesem Thema eine Plattform zu bieten, auf der er seine Agitation zum x-ten Male wiederkäuen darf kommt es mir so vor, als widerspreche der Herr sich da zum Teil selbst. Einerseits spricht er vollkommen wirklichkeitsfremd davon Spiele zu verbieten, die das Töten auf Knopfdruck zum Spielinhalt haben, andererseits meint er wenig später:

„Bei der Unterscheidung, was ein Killerspiel ist und was nicht, stützen wir uns auf ein Gutachten des Bundestages, das unter anderem wirklichkeitsnahe Tötungshandlungen als Kriterium benennt.“

Meines Erachtens dreht sich Herr Schünemann immer wieder im Kreis und argumentiert so, wie es gerade der Situation angemessen ist. Einmal sollen sämtliche Spiele verboten werden, die ein „Töten auf Knopfdruck“ erlauben, ein anderes Mal wird relativiert, es ginge ja nur um ein paar wenige Spiele, die besonders wirklichkeitsnahe Tötungshandlungen erlauben und bei den derzeitig gültigen gesetzlichen Regelungen dennoch durchs Raster fallen und frei verkauft werden können. Allerdings redet Herr Schünemann nie Klartext und spricht tatsächlich einmal aus, um welche „Killerspiele“ es sich denn hierbei handeln soll. Welche Spiele würden denn in sein persönliches Raster passen und würden in Zukunft verboten werden?

Solange dies nicht klar ist gehe ich davon aus, dass (wie er nicht müde wird zu erwähnen) Spiele betroffen sein würden, die das Thema Töten zum Spielinhalt hätten. Und wenn ich mich aktuell mal auf dem Spiele-Markt umschaue, wär das eine ganze Menge an Spielen. Schauen wir einmal in die aktuellen deutschen Verkaufscharts:

01: World of Warcraft: Burning Crusade
02: World of Warcraft
03: Counter Strike Source
04: Anno 1701
05: Guild Wars Nightfall
06: Die Sims 2
07: Fußball Manager 07 *1
08: Battlefield 2142
09: Die Sims 2: Haustiere
10: Counter Strike – Anthology
11: Gothic 3
12: Guild Wars Factions
13: Need for Speed Carbon *2
14: Schlacht um Mittelerde 2
15: Medieval 2
16: Flight Simulator X Prof Edition *3
17: Battlefield 2
18: Schlacht um Mittelerde 2: Aufstieg des Hexenkönigs
19: Vanguard: Saga of Heroes
20: Sims Lebensgeschichten
(Quelle)
(*1: Nach den Vorfällen in Leipzig könnte ein derartiges Spiel ebenfalls als bedenklich eingestuft werden…)
(*2: Passt nicht in das erwähnte Raster, verleitet jedoch zu unangemessenem Verhalten im Straßenverkehr und könnte demzufolge ebenfalls betroffen sein…)
(*3: Das darf verkauft werden? Der Terroristen-Trainingssimulator schlechthin? Sicher nicht mehr lang…)

Wie man sieht: Wirklich vollkommen unbedenklich sind aus den aktuellen Verkaufscharts nach meiner Ansicht derzeit nur 3 Spiele. Alle durchgestrichenen Titel beinhalten das Töten als Knopfdruck, müssten angesichts der überaus radikalen Forderungen von Herrn Schünemann eigentlich verboten werden. Der klägliche Rest – nein, dazu äussere ich mich jetzt besser nicht. Will es mir jetzt nicht mit den Fans von „Die Sims“ verderben…

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Per Ajax zum eigenen Comic

Wer schnell mal eben einen kleinen Comic-Strip entwerfen möchte, ohne gleich spezielle Software dafür kaufen zu müssen oder Photoshop anzuwerfen, der sollte sich einmal Comeeko anschauen.

Mit Hilfe einer Ajax-basierenden Oberfläche und recht einfach zu bedienender Werkzeuge kann man recht einfach und vor allem schnell einen kleinen Comic-Strip aus eigenen Bildern zusammensetzen. Verschiedene Templates stehen zur Auswahl, Sprech- und Denkblasen sowie Comic-typische Elemente wie „Splat!“ oder „Doh!“ sind vorhanden und können verwendet werden. Ein Beispiel, was ich mal eben auf die Schnelle erstellt habe, seht Ihr hier (für ein größeres Bild einfach anklicken):

comic_p.png

Bislang können die fertigen Comic-Strips nur in der Galerie angezeigt oder auf der eigenen WebSite eingebunden werden, mehr Möglichkeiten sind im Augenblick nicht vorhanden. Der Service kann durchaus Spaß machen, mehr als ein netter Zeitvertreib ist er allerdings derzeit nicht. Aber Web2.0-typisch ist es ja ohnehin noch nur eine Beta, mal schauen ob da noch „ernsthaftere“ Anwendungsmöglichkeiten kommen.

via Ajaxian

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Damals und heute

Der folgende Text kam eben per Mail bei mir an. Ein ganz klein wenig überspitzt, aber wirklich nur ein ganz klein wenig…

Szenario: Robert hat sein neues Taschenmesser mit in die Schule gebracht.

1973 – Der Biolehrer zückt sein eigenes und zusammen mit den anderen Schülern vergleichen sie die unterschiedlichen Funktionen

2007 – Die Schule wird weiträumig abgesperrt. GSG9 und Elitetruppen der Polizei rücken an. Robert wird mit mehreren Betäubungsschüssen gelähmt und sofort in ein Hochsicherheitsgefängnis verfrachtet. Der Schulpsychologe kommt und betreut die traumatisierten Mitschüler und Lehrer.

Szenario: Robert und Markus raufen sich nach der Schule.

1973 – Es bildet sich eine Gruppe und feuert die beiden an. Markus gewinnt. Die beiden geben sich die Hand und alles ist geklärt.

2007 – Die Polizei kommt und nimmt beide fest und klagt sie wegen schwerer Körperverletzung an, beide werden der Schule verwiesen und landen ohne Ausbildung auf der Strasse.

Szenario: Robert sitzt nicht still und stört laufend den Unterricht

1973 – Robert muss nach der Stunde nachsitzen und kriegt beim nächsten Mal eine gehörige Tracht Prügel vom Lehrer. Ergebnis: Er sitzt ab sofort ruhig und stört den Unterricht nicht mehr.

2007 – Robert kriegt Ritalin in rauen Mengen und mutiert zum Zombie. Die Schule bekommt Fördergelder vom Staat weil Robert ein Härtefall ist.

Szenario: Robert schießt eine Fensterscheibe ein und kriegt deshalb von seinem Vater eine Ohrfeige.

1973 – Robert passt jetzt besser auf, wird erwachsen und führt ein normales Leben.

2007 – Roberts Vater wird wegen Kindsmisshandlung eingesperrt. Robert wird der Mutter weggenommen und in ein Heim für Prügelkinder gesteckt. Roberts kleine Schwester wird vom Psychologen suggeriert, dass sie auch misshandelt wurde. Der Vater kommt nie wieder aus dem Knast und die Mutter fängt ein Verhältnis mit dem Psychologen an.

Szenario: Robert hat Kopfweh und nimmt Tabletten mit in die Schule.

1973 – Robert gibt dem Kunstlehrer auch eine, in der großen Pause, im Rauchereck.

2007 – Die Drogenfahndung taucht auf. Robert wird wegen Drogenbesitz von der Schule verwiesen. Sein Schulranzen, sein Pult und sein Zimmer zuhause werden nach weiteren Drogen und Waffen durchsucht.

Szenario: Ahmed fällt wegen Deutsch in der 8. Klasse durch.

1973: Ahmed nimmt Nachhilfeunterricht in den Sommerferien und schafft den Schulabschluss ein Jahr später ohne Probleme.

2007: Ahmeds Fall landet vor der Gleichstellungskommission der Schule. Die liberale Presse findet das Verhalten der Schule unvertretbar. Deutsch ist nicht die Mutter aller Sprachen. Man denke mal daran, was im Namen der deutschen Sprache schon alles für Unheil angerichtet wurde. Die Schule lässt unter dem immensen Druck eine Nachprüfung mit Fragen für einen Erstklässler zu und Ahmed rückt  nach. Den Abschluss schafft er nicht und landet am Fließband bei VW weil er immer noch kein Deutsch kann.

Szenario: Robert wirft einen Feuerwerkskörper von Silvester in einen Ameisenhaufen.

1973: Einige Ameisen sterben

2007 – Tierschutzverein, Kripo, Anti-Terror Truppe und Jugendamt werden gerufen. Robert werden schwer gestörtes Sozialverhalten, pyromanische Anlagen und terroristische Grundtendenzen vorgeworfen. Die Eltern und Geschwister müssen sich einem Psychotest unterziehen. Sämtliche PCs im Haus werden auf Gewalt verherrlichendes Material untersucht. Roberts Vater wird unter Beobachtung gestellt und darf nie mehr in seinem Leben fliegen.

Szenario: Robert fällt beim Turnen hin und verletzt sich am Knie. Der Lehrer läuft sofort zu ihm, hilft ihn auf und trocknet seine Tränen. Dann geht er mit ihm ins Sekretariat, kümmert sich um ein Pflaster und bleibt noch kurz bei ihm sitzen.

1973 – Nach kurzer Zeit geht es Robert wieder besser und er geht zurück in die Pause.

2007 – Der junge Lehrer wird wegen sexueller Belästigung von Minderjährigen sofort aus dem Schuldienst entlassen und bekommt ein Strafverfahren in dem er zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt wird.

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