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Stöckchen für Geeks

Jau, das ist mal ein Stöckchen ganz nach meinem Geschmack! Zwischen die Beine geworfen hat es mir Metty und ich greife das direkt mal auf. Auch wenn ich mich sicherlich nicht mehr so ganz an an sämtliche Details erinnern kann…

Was war Deine erste “echte” PC-Hardware?

Mein Einstieg war ein Amiga 500, so 1991 müsste das gewesen sein. Etwas später wurde dann ein Amiga 2000 daraus, den ich damals dann in ein PC-Tower-Gehäuse eingebaut hatte, Turbokarte dazu (68030!!!), 8MB Speicher und 2 Festplatten mit einer Gesamtkapazität von knapp 500MB. Meine Güte, was hat mich das damals an Geld gekostet… Meine erste x86-Hardware war dann schon ein Pentium, die Details zu der Kiste weiß ich aber definitiv nicht mehr. Lange hatte ich den nämlich wirklich nicht.

Deine erste Anwendung welche Du benutzt hast?

Wirklich intensiv genutzt hatte ich damals auf dem Amiga einen Raytracer, ich glaub der hieß Imagine. War ein schönes Programm, aber das Rendern eines Bilds dauerte gefühlte 15 Jahre… Zudem hab ich damals recht intensiv Terminalprogramme genutzt, war zu der Zeit echt Stunden in Mailboxen unterwegs… An die ALLERERSTE Anwendung kann ich mich aber nicht mehr erinnern, möglich dass das XCopy war…not sure.

Dein estes Spiel?

Mein erstes Spiel überhaupt war definitiv Pong, am Fernseher. Später dann auf dem Amiga hab ich durchaus recht häufig die Turrican-Spiele gezockt. Neben diversen anderen, an die ich mich nicht mehr so recht erinnern kann.

Hattest Du von Anfang an Spass an der Materie?

Definitiv! Ich hab von Anfang an immens viel Zeit an den Kisten verbracht, damals schon meine ersten Programmierschritte gewagt. Irgendwann hatte ich dann auch die Weiterentwicklung einer BBS-Software auf dem Amiga übernommen, in GFA-Basic. Ich glaub die hieß Multinet. Hat neben meinen ständigen Besuchen anderer BBSen und dem stöbern im FIDO (das gabs da schon!) enorm viel Zeit verbraten. Und irgendwann wurde aus dem Hobby dann eben auch der Beruf…

Seit wann bist Du online, und mit welchem Anbieter?

Wenn man es ganz genau nehmen will: seit 1991/1992. Da begann in etwa meine Mailbox-Zeit. Hatte recht schnell dann auch meine eigene BBS (die REDBOX, so hieß die damals. Würde mich ja echt amüsieren wenn die noch jemand kennen würde…) und diverse Netze, die per Modem-Polling (!!!) verteilt wurden. Anfangs lief die Box mit einem 2400er Modem, irgendwann hatte ich mir dann mal die knapp 1000 Mark zusammengespart, um mir ein Zyxel 1496 kaufen zu können…
Internet nutze ich ca. seit 1994/1995. Hatte damals 2 Jungs kennengelernt, die auf der ehemaligen Außentoilette im Treppenhaus ihres Wohnhauses einen kleinen Pop aufbauten, mit Freiluftverkabelung an der Hauswand. Über die konnte ich dann das Internet nutzen, zu zahlen hatte ich ausschließlich die Telefongebühren (was allerdings auch nicht gerade wenig war). Was war das spannend… Das war dann auch so langsam das Ende meiner Mailbox, lange lief sie danach nicht mehr.

Das war mein Senf zu dem Thema, wer mag, soll das Stöckchen schnappen und selbst etwas dazu schreiben. 2 der Leute die ich gefragt hätte hat der Metty nämlich schon auf seiner Liste :wink3: Also bedient Euch bitte, heute ist freie Auswahl.

Hab mich gerade umentschieden, ich „zwinge“ jetzt doch jemandem dieses Stöckchen auf (trotzdem darf es gern jeder aufgreifen der mag). Meine Opfer sind:

1. Meisterq
2. Alexz
3. Missi
4. Sven (der ja eigentlich nie Stöckchen fängt…)

Update: Hermann von TUXAMOON macht sich die Mühe und sammelt alle veröffentlichten Beiträge rund um dieses Stöckchen. Find ich Klasse, so geht nichts verloren… Für einen „richtigen“ Tracker hat es leider nicht gereicht, deshalb macht er es von Hand.

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Stundenlohn: 3 Euro und weniger

Wie viel Weisheit kann man eigentlich jemandem zurechnen, der ernsthaft Stundenlöhne von unter 3 Euro fordert, um Stellen zu schaffen? Was muss man heutzutage eigentlich vorweisen, um Wirtschaftsweiser zu werden? Gibt es dafür eine spezielle Ausbildung oder kann sich eigentlich jeder Möchtegern so bezeichnen?

Ein Stundenlohn von 3 Euro bringt bei einer täglichen Arbeitszeit von 10h gerade mal ca. 600 Euro brutto ein, jeder 400-Euro-Jobber ist da besser bedient. Wie viel heutzutage 600 Euro brutto (ca. 400-500 Euro netto) wert sind, muss ich meinen Lesern sicherlich nicht erläutern. Aber vielleicht sollte man Wolfgang Franz einfach mal ein bis zwei Monate auf ein Einkommen in dieser Höhe setzen und ihn dann mal am wahren Leben teilhaben lassen. Auf den Ausgang eines solchen Experiments wäre ich sehr gespannt. Und es wäre wirklich interessant zu sehen, wie viel 3-Euro-Jobs dann von dem verbleibenden Rest seines Gehalts geschaffen werden könnten…

Aber es ist ja nichts Neues, dass gerade diejenigen immer Einschränkungen fordern, die davon niemals betroffen wären. Und eigentlich ist es ja auch nichts Neues, dass sich deutsche Löhne und Gehälter im europäischen Vergleich ohnehin schon auf dem niedrigsten Niveau befinden. Aber man kann durchaus noch tiefer sinken wie man sieht.

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Nur heute

Meine heutige Ausbeute an Inkassomails… 32 Stück an nur einem Tag, mach das mal einer nach :evilgrin:

Hab mir jetzt allerdings nicht die Mühe gemacht und den heute zu zahlenden Gesamtbetrag errechnet. Überrascht hat mich aber durchaus die Tatsache, dass russisches Inkasso inzwischen auch schon per Mail zu bekommen ist.

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Sprachlos und wütend nach Blacksburg

Ich habe nahezu den ganzen Tag heute darüber nachgedacht, ob ich wirklich etwas zu dem Amoklauf an der Universität von Blacksburg (Virginia) schreiben soll. Der Grund ist, dass mir nach solch einer entsetzlichen Tat einfach die Worte fehlen um ausdrücken zu können, was ich empfinde. Welche Fassungslosigkeit, welches Entsetzen und welches Unverständnis sich angesichts solcher Taten in mir breit machen. Ich habe darüber nachgedacht, welche Worte ich wählen könnte, wie ich einen Beitrag zu diesem Thema formulieren könnte… und irgendwie wirkte alles, was mir durch den Kopf ging viel zu schwach, um es nieder zu schreiben.

Den Ausschlag dafür, doch etwas zu Blacksburg zu schreiben gab dann allerdings ein Nebensatz in dem Nachrichtenbeitrag vorhin im Radio: Präsident Bush spricht sich gegen eine Verschärfung der Waffengesetze aus. Dieser kurze Satz hat angesichts des Vorfalles und angesichts des sinnlosen Todes von 32 (+1) Menschen eine Wut in mir entfacht, die man sich kaum vorstellen kann. In einem Land, in dem Jahr für Jahr Zehntausende an Schussverletzungen sterben ist es auch und gerade unmittelbar nach einer solchen Tat abartig darauf hinzuweisen, dass es das gute Recht jedes Amerikaners sei, eine Waffe zu tragen und dass an diesem Recht nicht gerüttelt werden dürfe. So etwas trieft nicht nur vor abgrundtiefem Zynismus sondern ist in seiner Pietätlosigkeit eigentlich durch nichts mehr zu überbieten. Der Junior-Bush hat damit in meinen Augen unter Beweis gestellt, dass er nicht den geringsten Hauch von An- oder Verstand vorzuweisen hat. Da helfen auch keine Flaggen auf Halbmast!

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