Archiv für dies und das

Source Codes in Filmen

Es gibt tatsächlich einige Leute die sich die Mühe machen und nach den Quellcodes suchen, die in diversen Filmen und Videos auf den Monitoren der Protagonisten auftauchen. Ich erinnere mich noch an irgendeine Filmszene, in der vollkommen unmögliche IP-Adressen gezeigt wurden, aber ganz offensichtlich wird nicht nur Unfug gezeigt. Das Tumblr-Blog Source Code in TV and Film sammelt solche Screenshots und listet auf, um welche Quellcodes es sich dabei handelt.

doom

Im Musikvideo Fingerholds von Ramona Falls (bei 0:44) taucht zum Beispiel der obige Screenshot auf, dabei handelt es sich um einen Ausschnitt aus dem Code von DOOM.

Mehr dieser Fundstücke davon gibt es dann drüben bei moviecode.tumblr.com. Sehenswert.

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Das sichere deutsche Internet

Seit den Enthüllungen rund um die NSA mehren sich die Stimmen, die laut nach einem sicheren deutschen Internet rufen, oder sich wenigstens mindestens auf EU-Ebene eine Möglichkeit wünschen, Daten nur dann über den großen Teich zu schicken, wenn es auch erforderlich ist. Und grundsätzlich wäre das eigentlich schon seit langem kein Problem. Wenn da nicht zum Beispiel die deutsche Telekom wäre, die jetzt nun mit eigenen „Lösungen“ nach vorn preschen will. Was es damit aber tatsächlich auf sich hat erklärt ziemlich ausführlich dieser Artikel. Definitiv lesenswert.

Auch die Thematik Peering wird hier angesprochen. Denn aktuell sieht es leider so aus, dass irrsinnig viel Internetverkehr übers Ausland geleitet wird, der eigentlich „innerdeutsch“ hätte transportiert werden können. Weil die Telekom sich schon seit Jahren dagegen sperrt, die etablierten Peering-Points wie bspw. DE-CIX in Frankfurt zu nutzen und stattdessen eigene Schnittstellen schafft und sich das Peering ordentlich bezahlen lässt. Während es anderswo günstiger oder kostenlos vonstatten geht. So kommt es dann auch, dass Anfragen von Telekom-Nutzern auf einen Server bei irgendeinem Provider in Deutschland recht häufig über den großen Teich laufen.

Diese ganze Geschichte passt für mich irgendwie wieder voll und ganz in das Bild, was die Telekom und auch GMX, Web.de und Co. in den letzten Monaten gezeichnet haben. Mehr Sicherheit ankündigen und dann nur endlich mal den Schalter umlegen, der seit vielen Jahren schon da ist und nur nicht aktiviert wurde.

Aber in Sachen Internet scheint das hierzulande zu funktionieren. Ist ja ohnehin alles Neuland. Und irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, dass demnächst das direkte (und teure) Peering mit der Telekom den Providern und Netzbetreibern per Gesetz aufgezwungen wird. Statt die Telekom endlich mal dazu zu bringen, ihren Alleingang zu beenden.

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Felix Baumgartner springt erfolgreich aus 39km Höhe

Felix Baumgartner hat seinen Sprung aus 127,900 Fuß = 38 983 Meter hinter sich und ist offensichtlich wohlbehalten wieder auf der Erde gelandet. Oder wie ich es vorhin in irgendeinem Live-Ticker gelesen habe „punktgenau auf der Erde gelandet“. Nun, auch aus 39km Höhe kann man die Erde kaum verfehlen 😉

Egal, Hammer-Sprung auf jeden Fall und um den Blick von da oben beneide ich ihn auf alle Fälle. Ansonsten um nix, aber der Blick

Ob er nun mit Überschallgeschwindigkeit gefallen ist oder nicht ist noch offen, zumindest habe ich bisher keine Information dazu gefunden. Den Stream konnte ich leider nicht mitverfolgen und Youtube hat sich zwischenzeitlich auch das eine oder andere Mal verabschiedet, ich glaube, dort wurden heute dank Felix Baumgartner ebenfalls Rekorde gebrochen. Sei es drum, Gratulation an Felix und Hut ab. Ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet.

Die ersten Videos sind inzwischen auch bei Youtube zu finden.

http://www.youtube.com/watch?v=exa7zGGPznM#!

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Serengeti-Festival bestraft Müllvermeidung

Am vergangenen Wochenende war ich mit Bekannten auf dem Serengeti-Festival in Schloß Holte-Stukenbrock. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, wenn auch nicht unbedingt „meine“ Musik gespielt wurde. Machte nix, es ging um den Spaß und den hatten wir. Klasse organisiert, es gab wenig zu meckern. Wir hatten ein Kombi-Ticket und zelteten also direkt neben dem Festival-Gelände. Angenehm kurze Wege, insgesamt alles ziemlich entspannt und ohne viel Theater. Wenn man darüber hinweg sieht, dass die Nacht wohl festivaltypisch zum Schlafen kaum geeignet war…

Einen unschönen Punkt gibt es aber dennoch zu nennen – das Thema Müll. Logisch, auf einer solchen Veranstaltung fallen Unmengen an Müll an, erst Recht, wenn man noch die Möglichkeit zum Zelten anbietet. Also muss man sich als Veranstalter etwas einfallen lassen, speziell auch, um diverse Müllhalden auf dem Gelände zu vermeiden.

Bei der Anreise am Samstag bekamen wir also pro Person einen dieser blauen 120-Liter Müllsäcke in die Hand gedrückt, dazu eine Plastikmarke. Dafür waren 5 Euro Pfand zu hinterlegen, die bei der Rückgabe der gefüllten Müllbeutel und der Marken zurück erstattet werden sollten. Wir reisten zu zweit an, insofern waren erst mal 10 Euro für 2 dieser Säcke fällig.

Festival-unerfahren wie wir sind und da wir auch überhaupt keine Camper sind hatten wir im Vorfeld mit Bedacht möglichst wenig eingepackt, was wir später entsorgen müssten. Man weiß ja nie, ob genügend Mülltonnen zur Verfügung stehen (es waren reichlich vorhanden). Getränke in Plastik-Pfandflaschen, die am letzten Tag halt einfach wieder eingepackt werden und so weiter. Demzufolge fiel in den 2 Tagen kaum Müll bei uns beiden an. Um es genau zu sagen: ein Müllsack war vielleicht zu einem Viertel gefüllt, der andere blieb leer.

Vor der Abreise am Sonntag wollten wir nun unser Pfand zurückholen und schon begann die Diskussion mit der „Müllfee“. Die Dame am Stand erklärte uns, Pfand gäbe es nur dann zurück, wenn volle(!) Müllbeutel abgegeben werden. Unser Argument, dass wir bewusst kaum Müll produziert hatten, wollte man nicht gelten lassen. Nach einiger Diskussion bekamen wir dann allerdings zumindest für einen Beutel die 5 Euro zurück, wenn auch mit etwas Mühe. Für den leer gebliebenen Müllbeutel sollte es nichts geben. Unmittelbar hinter uns stand übrigens eine Gruppe von Festivalbesuchern, die mit 11 Personen angereist waren, also auch 11 Müllbeutel „kaufen“ mussten. Und die hatten es wohl gerade mal geschafft, 4 Stück zu füllen. Wir waren also nicht die einzigen mit diesem Problem.

Gut, ich habe es im Anschluss geschafft, den 2. Müllbeutel ebenfalls zu füllen. Spielt keine Rolle, wie ich es geschafft habe, aber die 5 Euro wollte ich zurück. Ich denke aber es ist nicht Sinn und Zweck der Sache, dass man diejenigen bestraft, die KEINEN Müll produzieren. Sicher, der Veranstalter hat sich im Vorfeld Gedanken gemacht und nach einer Möglichkeit gesucht, die Besucher dazu zu bewegen, ihren Müll auch abzuliefern und nicht herumliegen zu lassen. Aber so löblich diese Tatsache auch ist, der gewählte Weg ist definitiv der falsche. Denn so wird nur erreicht, dass man möglichst viel Müll produziert (oder von zu Hause mitbringt), um am Ende der Veranstaltung dann auch sein Geld zurück zu bekommen. Und das kann ja nicht das Ziel sein…

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