Archiv für Januar, 2007

Apple iPhone – also doch!

ref_iphone_home.jpgWas gab es für Gerüchte in den vergangenen Monaten, ja es kommt ein iPhone von Apple, nein, es kommt kein iPhone von Apple. „Produktfotos“ wie Sand am Meer – die nun alle als nette Photoshop-Arbeiten zur Seite gelegt werden können. Denn Steve Jobs nun die Katze aus dem Sack gelassen: Ja, es wird noch in diesem Jahr ein iPhone von Apple geben. (hysterischer Jubel)

Die Daten sind nun also bekannt und – beeindrucken mich kein bisschen. Innovationen? Nö, nix dergleichen. Gibt es doch alles schon längst. Handy mit MP3-Player, Video- und Bildbetrachtung, Surfen im Internet, DigiCam…alles nichts neues. Und preiswerter zu haben. Allerdings nicht in so einem coolen Design, so stylish kommt sicher kein anderes Handy daher. Aber sonst muss man die Besonderheiten tatsächlich mit der Lupe suchen.

ref_iphone_hero.jpgSchick, wie gesagt, ist es auf jeden Fall und die Oberfläche wirkt zumindest durchdacht und gut bedienbar. Und natürlich wird es ein Verkaufsschlager werden. Aber nicht, weil es wirklich etwas besonderes ist sondern nur weil es den Besitzern das Gefühl vermittelt, etwas besonderes zu sein. Für mich wird es sicher nichts sein. Auch weil ich es überhaupt nicht mag, ständig meinen Ohrabdruck oder die Fingerabdrücke vom Display abwischen zu müssen.

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Große Aufregung um Pagerank-Update – mal wieder

Alle paar Wochen beginnt sie erneut: die große Aufregung um das Pagerank-Update. In den einschlägigen Foren liest man nun wieder tagelang nur noch „…auf meinen Seiten tut sich was im Datacenter a.b.c.d…“ oder „…bei keinem meiner Projekte ist irgendetwas zu sehen…“. Dabei bin ich seit geraumer Zeit gar nicht so sehr davon überzeugt, dass der Pagerank selbst so viel mit der Platzierung in den Suchergebnisseiten bei Google zu tun hat.

Wie ich auf darauf komme?

Relativ einfache Sache: Als ich mein Blog hier noch unter der alten, „temporären“ URL erreichbar hatte, kam ich irgendwann im Frühjahr letzten Jahres in den „Genuss“ eines PageRanks von 4. Die Anzahl der Besucher, die über Google und andere Suchmaschinen auf mein Blog kamen, lag irgendwo im Bereich von 10-20 am Tag.

Nun, unter der aktuellen Domain, habe ich von Anbeginn an logischerweise Pagerank 0 (und es ist auch nicht absehbar, dass sich da so bald etwas ändert) und kann mich über Suchmaschinentraffic (speziell von Google) nun wirklich nicht beklagen. Teilweise macht der Traffic, der über Google auf mein Blog kommt, über 90% meines Gesamtaufkommens aus. Bei vielen Suchbegriffen finde ich mein Blog auf der ersten Ergebnisseite bei Google, trotz Pagerank 0. Daher also meine persönliche Meinung: Der Pagerank sagt wirklich kaum etwas über die Bewertung der eigenen Seite bei Google aus und dient eher der Selbstbestätigung diverser SEOs.

via Sistrix Blog

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Novell Groupwise unter Vista installieren

Novell Groupwise in seiner aktuellen Version 7.01 lässt sich nicht so ohne weiteres unter Windows Vista installieren. Die Installation bricht kurz vor Ende mit einer (genau genommen 3) eigentümlichen Fehlermeldung ab. Der Grund ist die MAPI-DLL von Groupwise, die unter Vista derzeit Probleme bereitet.

Dennoch gibt es einen Weg, Groupwise unter Windows Vista zu installieren und zu nutzen. Hierfür muß vor der Installation von Groupwise zunächst Outlook(Express) 2003 auf dem System installiert werden, welches eine eigene MAPI mitbringt. Anschließend wird Groupwise installiert, welches die MAPI von Outlook während der Installation findet und demzufolge nicht mehr seine eigene installiert. Und schon funktioniert alles wie gewünscht…

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Verdächtig des Besitzes von Kinderpornografie (Upd.)

Ich stehe also unter Verdacht. Unter dem Verdacht des Besitzes von Kinderpornographie. Oder der Verbreitung, so sicher bin ich mir da nicht. Aber verdächtig muss ich sein, anders kann ich mir zumindest nicht erklären, dass der Zahlungsverkehr meiner Kreditkarte überprüft wurde, wie für ca. 22 Millionen andere Kreditkartenbesitzer ebenfalls.

Zumindest stehe/stand ich nicht allein unter Verdacht, das beruhigt mich ein wenig. Und die Tatsache, dass ich über diese Maßnahme durch den Newsticker und nicht durch eine Handvoll Beamte vor meiner Wohnungstür erfahren habe zeigt mir: ich brauche mir auch weiterhin keiner Schuld bewusst sein und wurde offenbar wieder von der Liste der Verdächtigen gestrichen. Auf die ich auch niemals tatsächlich gehörte.

Auch SPON berichtet darüber und weiß wohl, wie es zu dieser Aktion kam: Weil Kriminalbeamte aus Sachsen-Anhalt einer Strafanzeige gegen Unbekannt nachgingen und außer einer WebSite, die diesen abartig ekelhaften Müll verbreitet hat nichts vorzuweisen hatte. Also wurden flugs sämtliche deutschen Kreditkarteninhaber unter Generalverdacht gestellt und der Zahlungsverkehr ihrer Kreditkarten für einen bestimmten Zeitraum auf verdächtige Zahlungen hin überprüft. Was zur Ermittlung von 322 Tatverdächtigen führte. Das rechtfertigt natürlich die Überprüfung eines guten Viertels der deutschen Bevölkerung.

Angesichts solcher Maßnahmen fühle ich mich nun gleich viel sicherer, vielen Dank liebe deutsche Justiz, vielen Dank liebe Freunde und Helfer der Polizei. Darf ich nun in Zukunft davon ausgehen, das pauschal sämtlicher Zahlungsverkehr aller Konten überprüft wird um festzustellen, ob irgend jemand Zahlungen auf Konten irgendwelcher Chemiekonzerne angewiesen hat? Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass dieser Jemand vielleicht eine Bombe basteln möchte. Denn wie wir alle wissen ist die Terrorgefahr neben Kinderpornografie und Musikpiraterie ein weiterer wichtiger Grund, unsere Grundgesetze mit Füßen zu treten.

Update: Ich möchte an dieser Stelle auch noch auf ein paar weiterer Beiträge im Web verweisen, die das Thema vielleicht auch aus einer etwas anderen Blickrichtung beleuchten. Und nicht ganz so polemisch reagieren, wie ich in diesem Fall…

Aus dem zuletzt verlinkten Beitrag von Udo Vetter möchte ich einen Abschnitt noch ergänzend besonders hervorheben, weshalb ich ihn hier nun zitieren werde:

„Die bloße Existenz einer Internetseite mit Kinderpornografie liefert keine tatsächlichen Anhaltspunkte dafür, dass diese Seite auch von deutschen Kunden aufgesucht und von dort gegen Bezahlung strafbare Inhalte heruntergeladen werden.

Die diesbezügliche Annahme der Staatsanwaltschaft war eine reine Spekulation. Es wurde ins Blaue hinein unterstellt, dass es deutsche Kunden geben könnte. Die für Ermittlungen erforderlichen tatsächlichen Anhaltspunkte (Zahlung aus Deutschland auf das betreffende Konto) wurden gerade erst durch die beanstandete Maßnahme produziert!

Wollte man schon aus der bloßen Existenz einer Internetseite mit strafbaren Inhalten künftig einen hinreichenden Tatverdacht dahingehend herleiten, dass Deutsche dieses Angebot nutzen, wäre der andauernden Überprüfung des gesamten Zahlungsverkehrs aller Bundesbürger Tür und Tor geöffnet. Und das nur aus der vagen Möglichkeit heraus, dass der eine oder andere von etlichen Millionen möglicherweise von einem derartigen Angebot Gebrauch macht.“

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