Haftstrafen für Piraten

Heute hat übrigens ein schwedisches Gericht das Urteil im Prozess gegen die Macher von Pirate Bay gesprochen: Die Angeklagten wurden der Beihilfe zur schweren Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden und sie wurden zu 1Jahr Haftstrafe und zur Zahlung von 2,75 Mio. Euro Schadenersatz verurteilt.

Natürlich wurde direkt Berufung angekündigt (oder richtiger: schon vor der Bekanntgabe des Urteils), die Verteidiger plädieren nach wie vor auf Freispruch. In gewisser Weise finde ich es auch witzig, dass das Urteil offenbar bereits vor seiner Bekanntgabe durchgesickert ist.

Für morgen wird in Schweden mit einigen größeren Demonstrationen gegen dieses Urteil gerechnet. Ich bin gespannt.

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Wichtige Mitteilung der Content-Industrie

Das folgende Comic ziert derzeit die Startseite von The Pirate Bay. Copyright ist gewichtiger als Menschenrechte.

thepiratebaycomic

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Mozart und das Copyright

Unter der Überschrift „Mozart brauchte kein Copyright“ gibt es bei der Netzzeitung einen wirklich lesenswerten Beitrag zur Diskussion rund um das Copyright und das Jammern der Musikindustrie. Wunderschön auch der Seitenhieb gegen diverse Unterzeichner des offenen Briefs an die Bundeskanzlerin.
Dem Artikel gibt es auch nicht viel hinzuzufügen, deshalb ohne viele Worte: Lesebefehl!

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EU für mehr Rechtsunsicherheit

Ja, es ist so wie es in der Überschrift geschrieben steht: Die EU ist aktuell fleißig bei der Sache, die Rechtsunsicherheit EU-weit zu verstärken. Ganz speziell rede ich von der zweiten Richtlinie zur Durchsetzung geistiger Eigentumsrechte (IPRED2), die heute beraten wird/wurde und am Mittwoch zur Abstimmung kommen soll.

Sollte die Richtlinie in der aktuell vorliegenden Fassung verabschiedet werden, werden in Zukunft in der EU auch private (also nichtkommerzielle) Verletzungen von Urheber- und Patentrechten als Verbrechen gewertet und bestraft. Neben all den bekannten Problemen, die schon seit einiger Zeit lang und breit diskutiert werden, sehe ich hier auch eine große Gefahr für die Open Source Bewegung kommen. Welcher Entwickler, der in seiner Freizeit Software schreibt, würde in Zukunft noch das Risiko eingehen wollen, beispielsweise aufgrund irgendeines abstrusen Patentes zum Verbrecher zu werden? Und das ist nur ein mögliches Szenario von vielen.

Noch gibt es die Möglichkeit, beispielsweise mit einer Online-Petition dagegen zu protestieren. Die Zeit wird jedoch knapp…

via Golem

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