Archiv für nervend

Mozart und das Copyright

Unter der Überschrift „Mozart brauchte kein Copyright“ gibt es bei der Netzzeitung einen wirklich lesenswerten Beitrag zur Diskussion rund um das Copyright und das Jammern der Musikindustrie. Wunderschön auch der Seitenhieb gegen diverse Unterzeichner des offenen Briefs an die Bundeskanzlerin.
Dem Artikel gibt es auch nicht viel hinzuzufügen, deshalb ohne viele Worte: Lesebefehl!

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Unverständlich

Utimaco LAN Crypt ist an und für sich echt eine prima Verschlüsselungslösung fürs Netzwerk. Der Anwender merkt nichts groß davon und der Administrator hat wenig Arbeit damit. An und für sich… Denn mir ist absolut unverständlich, warum der letzte Client für Terminalserver inzwischen 2 Jahre alt und kein Update verfügbar ist. Und mit der aktuellsten Version (3.51) nicht zusammen arbeitet. Ja, die Admin-Konsole und der „normale“ Client wurden fleißig weiter entwickelt, der Client für Terminalserver ist bei Version 3.13 stehengeblieben und kann mit den neuen Policies selbstverständlich nix anfangen.

Diese Erkenntnis hat mich einige Tage, zig Telefonate mit dem Support (der der felsenfesten Überzeugung ist, es MUSS so klappen), einen Haufen eMails und diverse Tests gekostet und mir zudem mal locker 50-100 neue graue Haare eingebracht. Mindestens. Von dem „unschönen“ Eindruck, den man beim Kunden hinterlässt, will ich jetzt mal gar nicht sprechen.

Nun, für mich bleibt jetzt nur, am Montag die aktuelle Version von den Systemen zu werfen und eine ca. 2 Jahre alte Version zu installieren von der ich nun nach eigenen Tests sicher weiß, dass sie funktioniert. Denn wie oben schon geschrieben: Verwendet man Version 3.51 der Admin-Console, kann man den Client für Terminalserver nicht nutzen.

Warum ich das schreibe? Weil es jetzt einfach raus muss und auf der offiziellen WebSite nix davon steht. Und irgendwo sollte es ja mal aufgeschrieben werden.

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Der nächste Angriff auf die Privatsphäre

Die Salamitaktik funktioniert, die Rechnung scheint aufzugehen: Stück für Stück wird unsere Privatsphäre immer mehr beschnitten, scheibchenweise. Inzwischen haben unsere Politiker schon nicht mal mehr so viel „Anstand“, wenigstens ein paar Monate in Land gehen zu lassen, bevor die nächste Hiobsbotschaft verkündet wird. Nein, bereits jetzt ist die Rede davon, dass bald auch Wohnräume per Kamera überwacht werden dürfen. Staatliches Spannen im Kampf gegen den „Terrorismus“, ups, versehentlich im Schlafzimmer gefilmt…

Wenn wir dann all die Gesetze haben, die unseren Politikern derzeit noch feuchte Träume bescheren, wird dann wohl die Definition von Terrorismus ein wenig überarbeitet werden. Ist es heute das Herunterladen von Anleitungen zum Bombenbasteln, was bereits als Vorbereitung einer terroristischen Straftat angesehen wird, gilt demnächst vielleicht das Mitführen von scharfen Gegenständen als solche. Und noch immer höre ich keinen Aufschrei, der unsere Politiker zurückzucken lässt. Natürlich nicht, es hat ja niemand etwas zu befürchten…ja ja…würg. Filesharer sind ja per se schon Terroristen, das wird schon mal eine ganze Menge Kameras in Umlauf bringen.

China, wir kommen! Bei den Löhnen sind wir bereits auf dem besten Wege, staatliche Kontrolle wird nun auch ausgebaut.

Falls jemand auf den Gedanken kommen sollte, ich wäre vielleicht ein ganz klein wenig angepisst… Stimmt! Es macht mir Angst, die derzeitige Entwicklung zu beobachten. Und es macht mich sauer, dass unsere unkündbaren Angestellten, was die Politiker ja letztlich sind, ihre Vorgesetzten verraten und verkaufen.

Und nahezu alle schauen nur zu. Oder weg.

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Getty Images demontiert sich selbst

Getty Images ist eine bekannte Bildagentur, bei der für einen entsprechenden Betrag Nutzungsrechte an Fotos erworben werden können. Zum Beispiel für eine Online-Nutzung oder für eine Print-Publikation oder was auch immer. Seit einiger Zeit nun lässt Getty Images offenbar gezielt nach eigenen Bildern auf fremden WebSites suchen und mahnt die Betreiber ab, sofern keine gültige Lizenz vorliegt. Dieses Geschäftsmodell kennen wir ja bereits.

Darüber hinaus scheint Getty Images allerdings auch diverse Personen abgemahnt zu haben, die offenbar gültige Lizenzen besitzen oder zumindest besaßen, wie Spiegel Online berichtete. In einem eigens gegründeten Forum berichten Betroffene von ihren Fällen. In einem Fall schreibt ein Betroffener, der eine Lizenz zur Online-Nutzung eine Bildes bis 2010 erworben hatte, dass Getty Images die Linzenz nachträglich storniert hat. Zunächst wurde er abgemahnt, er verwies auf seine Lizenz und erhielt nun eine Stornierung mit dem Hinweis, das gezahlte Geld würde ihm zurück erstattet. Die Abmahnung allerdings wird aufrecht erhalten. Kostennote: 2057 Euro.

Wie viele Seitenbetreiber bislang abgemahnt wurden ist unklar, laut einem Posting in diesem Forum würden allein von einer Kanzlei inzwischen über 80 Abgemahnte vertreten. Sicherlich sind unter den abgemahnten Personen einige darunter, die klar gegen die Nutzungsrechte verstoßen haben (ob das eine Rechnung in Höhe von 2057 Euro rechtfertigt sei mal dahingestellt), aber speziell die Fälle, in denen scheinbar recht endeutig eine Fehlbeurteilung vorlag, machen doch etwas stutzig. Klar können Fehler passieren (zum Beispiel der Fehler, urheberrechtlich geschütztes Material aus Unwissenheit genutzt zu haben), aber dann sollte man auch dafür gerade stehen. Denn exakt das erwartet GI von den abgemahnten Personen. Ich denke, umgekehrt sollte man das dann ebenfalls erwarten können. Und nicht, wie es in dem beschrieben Fall scheinbar passiert ist, nachträglich die Abmahnung legitimieren, indem eine gültige Lizenz storniert wird.

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